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Fanartikel Hits 2012

Michael Hartmann



Name: Hartmann
Vorname: Michael
Geburtsdatum: 11.07.1974
Familienstand:
Kinder: Nele
Position: Co-Trainer
Im Verein seit: 2005

Michael Hartmann – Meistermacher und Entwicklungshelfer

Seit Sommer 2010 agiert der Erfolgscoach der A-Junioren aus dem Jahr 2010 als Co-Trainer von Peter Vollmann beim F.C. Hansa Rostock. Eine folgerichtige Beförderung für „Hardy“. Schließlich hatte er mit der U 19 des Vereins nach dem 2. Platz in der Junioren- Bundesliga Nord/Nordost 2008/2009 im Folgejahr den ganz großen Coup landen können. Der nächste große Erfolg in der noch jungen Trainerkarriere des A-Lizenzinhabers ließ nicht lange auf sich warten. Mit ihm an Bord stiegen die Profis des F.C. Hansa im letzten Jahr direkt wieder in die 2. Liga auf. Vollmann und Hartmann bildeten auf diesem Weg ein harmonisches, ehrgeiziges und eingespieltes Gespann, welchem die Fans sogar ein eigenes Lied widmeten.

Kein Zufall: Mit Albrecht, Brinkies, Jensen, Pannewitz und Weilandt befinden sich im neuen Spieljahr fünf Spieler im Profi-Kader, die Vollmanns Assistent schon als Jugendspieler betreut hatte. Ein weiteres Talent, dessen Potential er früh erkannte, war Tom Trybull, der durch seine Leistungen in der 3. Liga auf sich aufmerksam machen konnte und im Sommer vom Bundesligisten SV Werder Bremen verpflichtet wurde.

Michael Hartmann wurde in Hennigsdorf als Sohn eines begeisterten Fußballers geboren, wuchs später in Borgsdorf auf. Der Sport wurde ihm und seinen Geschwistern in die Wiege gelegt. Auch sein älterer Bruder Olaf sowie Nesthäkchen Sven waren und sind begeisterte Fußballer. 1981 begann seine eigene sportliche Karriere beim FSV Forst Borgsdorf. Stahl Hennigsdorf und Stahl bzw. BSV Brandenburg hießen die Stationen, bevor er am 1. Juli 1994 zu Hertha BSC Berlin wechselte. In Brandenburg spielte er einst mit den späteren Bundesliga-Profis René Schneider, Roy Präger und Steffen Freund zusammen. Hartmann blickt selber auf eine erfolg- sowie ereignisreiche Karriere als Spieler zurück und kann dank seiner Erfahrungen, die er als nun 37-jähriger vor nicht allzu langer Zeit machte, insbesondere den jungen Spielern viele wertvolle Hinweise mit auf den Weg geben. Unter dem ehemaligen Hansa-Trainer Werner Voigt schaffte Hartmann 1992 auf Anhieb den Sprung in die Stammelf des BSV Brandenburg in der Oberliga. Es dauerte nicht lange bis der junge Mann Begehrlichkeiten beim Hauptstadtklub Hertha BSC weckte. Seine Zweitliga-Premiere in Berlin gab er am 19. August 1994 ausgerechnet im Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock. Für die Berliner sollte Hartmann 12 Jahre lang in den beiden höchsten deutschen Spielklassen aktiv sein, kam sogar 5 Mal in der Champions-League sowie 19 Mal im Uefa-Cup zum Einsatz.

Spätzünder mit Adler auf der Brust 

Im Jahr 2003 erlebte der linke Außenverteidiger wohl eines seiner Karriere-Highlights. Im verhältnismäßig reifen Fußballeralter von 28 Jahren nominierte ihn Teamchef Rudi Völler für das Länderspiel gegen Serbien-Montenegro im Bremer Weserstadion. Bei dem 1:0 Sieg durfte er gleich über die volle Spielzeit mitwirken und bot eine solide Leistung, die ihm dazu verhalf, bis zum September des Jahres zu drei weiteren Einsätzen mit dem Adler auf der Brust zu kommen. Leider war die DFB-Karriere aufgrund einer Verletzung danach Geschichte, andere Spieler machten auf sich aufmerksam und verdrängten Hartmann von seiner Position. Trotzdem lässt er seine Zeit im DFB-Dress gerne Revue passieren: „So etwas vergisst man nicht. Es ist das Größte, das Schönste, das ist Gänsehaut pur. Ich war noch bei Hertha, es war ein Dienstagvormittag. Huub Stevens holte mich mitten vom Trainingsplatz und sagte, ich solle jetzt aber sofort nach Bremen zur Nationalmannschaft reisen. Ich war baff und glücklich, stolz und emotional bewegt. Ich bin nach Berlin-Tempelhof und ab nach Bremen zu Rudi Völler. Habe gegen Serbien am nächsten Tag auch noch sofort gespielt, später noch gegen Kanada, Färöer und Island, war im Kader gegen Schottland, Irland und Italien. Durch eine Fußverletzung bin ich dann raus. Aber vergessen, nein, vergessen werde ich diese Zeit nie. Zumal ich kein Spiel verloren habe. Ich war eigentlich damals ja in einer Situation, in der ich überhaupt nicht mehr an die Nationalmannschaft gedacht habe. Aber umso schöner war dann die Überraschung“, erinnert sich Michael Hartmann. Oft wird der einstige Nationalspieler auch gefragt, was er mit den Trikots gemacht von damals gemacht hat. Michael Hartmann: „Eines habe ich zur Erinnerung fürs Alter behalten. Die anderen getauscht und für soziale Zwecke verschenkt.“

Seit inzwischen mehr als 6 Jahren lebt „Hardy“ an der Küste und hat zusammen mit Lebensgefährtin Elke sowie Tochter Nele längst eine neue Heimat gefunden. Im Abstiegsjahr 2005 kam er ebenso wie Jari Litmanen in der Winterpause als Rettungsanker an die Ostsee. Den Gang in die Zweitklassigkeit konnte der F.C. Hansa dennoch nicht vermeiden, Hartmann blieb aber in Rostock und gehörte dem Kader an, der unter Frank Pagelsdorf im Jahr 2007 den Wiederaufstieg in die Bundesliga feiern konnte, beendete seine Karriere schließlich im Sommer 2008 nach einem Jahr als Stand-by-Spieler in der zweiten Mannschaft des F.C. Hansa unter dem heutigen Chefscout Thomas Finck.
Nach der aktiven Laufbahn machte er seinen B-Schein als Übungsleiter und hospitierte bei den Hansa-Jugendtrainern Thomas Finck, Gerald Dorbritz und Roland Kroos. Hartmann: „Als Bundesligaspieler bekommt man ja den C-Schein. Den B-Schein habe ich mit Ex-Bundesligaprofis wie Marko Rehmer, Guiseppe Reina, Ante Covic, René Tretschok und meinem Hansa-Kollegen Axel Rietentiet im Herbst 2007 in Parchim und Berlin unter dem ehemaligen Union-Spieler Ingo Weniger gemacht.“ Mittlerweile hat Hartmann auch den A-Schein in der Tasche und möchte, wenn es die Zeit zulässt, auch den Trainerschein an der Sporthochschule Köln mal machen. Hat jemand wie Michael Hartmann Trainer-Vorbilder aus seiner aktiven Zeit? „Ich hatte sicherlich viele gute Trainer, aber ich möchte jetzt nicht einen Jürgen Röber, ein Huub Stevens oder einen Frank Pagelsdorf kopieren. Ich bin ich. Ich will meine Erfahrung und mein Wissen einbringen und meinen eigenen Weg gehen. Ich bin froh, dass mir Hansa diese Möglichkeit gegeben hat.“

Nach dem Michael Hartmann im Sommer 2010 mit den A-Junioren Deutscher Meister wurde und mit den Profis am Wiederaufstieg in Liga 2 beteiligt war, hat man dem akribischen und freundlichen Übungsleiter noch mehr Verantwortung im Verein aufgetragen. Hartmann ist seit Juni 2011 nun auch Sportlicher Leiter für den Leistungsbereich der Oberliga-Mannschaft, der A- und der B- Junioren. Zuviel Arbeit oder Verantwortung fürchtet er indes nicht „Sicher ist es Mehrarbeit, aber eigentlich habe ich auch schon vorher versucht, viele Sachen umzusetzen und die ganze Saison über den Kontakt zum Jugendbereich sehr eng gehalten.“ Die Prioritäten sind für den ehemaligen Nationalspieler aber nach wie vor klar verteilt und liegen bei seiner Arbeit als Co-Trainer des künftigen Zweitligisten.





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