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13.05.2015 09:47 Uhr

F1 mit schwankenden Leistungen

Die F1 hat in den letzten Wochen weder in den Punktspielen noch beim ersten großen Zweitagesturnier der Rückrunde in Berlin eine konstant gute Leistung zeigen können. Nachdem man im Punktspiel gegen den RFC nach einer enttäuschenden Leistung am Ende noch über ein 5:5 froh sein konnte, gelang es gegen den FSV Nordost mit einer spielerisch und vor Allem kämpferisch guten Leistung einen 4:3-Sieg zu erringen. Die dadurch hohen Erwartungen an das Turnier in Berlin sollten dann jedoch bereits  am ersten Turniertag vergebens bleiben. Nach einem guten zweiten Turniertag und einem erneuten Punktspielsieg am vergangenen Wochenende gegen den SV Rövershagen bleibt nun jedoch weiter die Hoffnung auf einen positiven Trend für die zukünftigen Wettkämpfe.

Das Punktspiel gegen den RFC wollte man unbedingt gewinnen, da man bereits im Hinspiel einen überlegenen Sieg erspielen konnte. Durch fehlende Aggressivität und schlechtes Positionsspiel machte man sich das Leben jedoch unnötig selbst schwer. Die Jungs haben das Spiel bei eigenem Ballbesitz viel zu eng gehalten, wodurch die körperlich überlegenen Kicker des RFC in der Verteidigung oftmals leichtes Spiel hatten. Darüber hinaus funktionierte die Absicherung in der Verteidigung nicht, was die RFC Offensiv dann nach Ballverlust förmlich zum kontern einlud. Häufig konnte man dann den langen Bällen des RfC nur noch hinterherlaufen. Zwar konnten sich die Hansajungs immer mal wieder gefährliche Torchancen erspielen, waren dann bei der Verwertung dieser jedoch alles Andere als gefährlich. Am Ende konnte man dann, dadurch dass man zumindest in den letzten 5 Minuten die Aggressivität und den Kampfgeist wieder fand, noch ein 5:5-Unentschieden erzielen, was natürlich trotzdem viel zu wenig war an diesem Tag.

Beim darauffolgenden Punktspiel gegen Nordost stellte man sich auf eine Partie auf Augenhöhe ein, was sich auch im Spiel bestätigen sollte. In einer deutlich besser anzuschauenden Begegnung als noch am Wochenende davor, waren die Hansajungs jetzt viel aggressiver und konzentrierter. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. In der zweiten Halbzeit gelang es der F1 jedoch das Heft des Handelns mehr in die eigene Hand zu nehmen. Mit guten Passkombinationen und geduldigem Offensivspiel ließ man den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Wenn der Ball dann mal verloren ging, konnte man ihn meist durch die sehr aufmerksamen und gut positionierten Verteidiger oder klasse Rückholaktionen der Mittelfeldreihe wieder erobern. In einer sehr hitzigen Schlussphase behielten die Hansakicker dann den kühleren Kopf und konnten das Spiel mit 4:3 für sich entscheiden.

Diesen Schwung hoffte man mit in das erste große Turnier der Rückrunde beim Berliner SC nehmen zu können. Durch einen verschlafenen Auftakt am ersten Turiertag schwanden die Hoffnungen jedoch bereits ein wenig. Gegen Hertha Zehlendorf unterlag man chancenlos mit 4:0. Die Hansajungs kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe, weil ihnen sowohl die Aggressivität als auch die nötige geistige Schnelligkeit fehlte. Die athletischen Berliner Jungs waren fast immer einen Schritt schneller, wodurch sich ihnen große Räume ergaben. Im zweiten Spiel gegen Carl-Zeiss Jena gelang dann durch eine ordentliche Leistung ein wichtiger 2:1-Sieg, um weiter Chancen auf das Weiterkommen zu behalten. Die Jungs schienen nun etwas wacher und wurden dadurch auch sicherer in ihren Passkombinationen. Im darauffolgenden Spiel gegen Viktoria Köln musste man sich jedoch erneut chancenlos geschlagen geben. Diesmal jedoch nicht aufgrund fehlender Aggressivität oder Verschlafenheit, sondern weil die Jungs aus Köln einfach deutlich überlegen waren. Durch hohe individuelle Klasse und vielen super geführten Eins-gegen-Eins-Situationen gaben die Kölner den Ball nur selten her, wodurch die Hansajungs nicht ins Spiel kamen. Mit einer anschließenden schwachen Vorstellung gegen Stahl Brandenburg hatte man sich dann die Qualifikation für die Finalrunde endgültig verspielt. In einer Partie, die man eigentlich deutlich für sich entscheiden muss, weil man fast die ganze Zeit das Spiel macht, kamen die Hansajungs nicht über ein 1:1 hinaus. Durch absolute Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor und fehlender Kompromisslosigkeit in der Verteidigung schenkte man dem bis Dato schwächstem Gegner einen Punkt. Somit trat der worst case ein und man musste am zweiten Turniertag in der Trostrunde um die Plätze 13 – 24 spielen. Mit dieser nahezu kollektiv schwachen Mannschaftsleistung hatte man sich an diesem Tag allerdings auch nicht mehr verdient. Zumindest in der Trostrunde gelang es dann wieder zu einer besseren Form zurückzufinden. Natürlich muss man die eigene Leistung auch immer etwas ins Verhältnis zu den gegnerischen Mannschaften setzen, aber besonders das Passspiel und die Aggressivität ließen nun eine Steigerung erkennen. Trotzdem ließ man immer noch viel zu viele Torchancen liegen. Besonders gegen starke Gegener, kann man sich das zukünftig nicht mehr erlauben. Insgesamt traten die Jungs jedoch deutlich mutiger auf und konnten dadurch auch wieder vermehrt Eins-gegen-Eins-Situationen lösen. Am zweiten Turniertag konnte man dann mit dem Sieg der Trostrunde zumindest einen halbwegs versöhnlichen 13. Platz erreichen. Für die kommenden großen Turniere wird es jedoch wichtig sein, von Beginn an richtig wach, konzentriert und besonders auch wieder deutlich aggressiver aufzutreten.

Am vergangenen Wochenende stand erneut ein Punktspiel auf dem Programm. Gegner war der SV Rövershagen. Das Hinspiel hatten die jungen Hansakicker zwar mit 5:8 verloren, aufgrund der Tabellenkonstellation sowie der spielerischen Ansprüche ging die Truppe vom FCH jedoch als Favorit in das Spiel. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die sicherlich auch durch den holprigen Platz sowie den dauerhaften, ungemütlichen Nieselregen begründet waren, kamen die Jungs vom F.C. Hansa immer besser ins Spiel. Sie versuchten dem Spiel ihren Stempel über die gesamte Spielzeit aufzudrücken, was in der ersten Halbzeit leider nur in Ansätzen gelang. Grundsätzlich war es ein Spiel auf das Tor der Gastgeber. Im Ergebnis war dies allerdings so nicht festzustellen. Die Spieleröffnung und das Treiben des Balles bis in das Angriffsdrittel des Platzes funktionierte prinzipiell ganz gut, leider vergaßen die Jungs des Öfteren, dass sich das gegnerische Tor in der Mitte des Feldes befindet. So ergaben sich im Spielverlauf der ersten Hälft zu oft Situationen, in denen die Außenbahnen bis zum Ende bespielt wurden, ohne dabei zeitig den Weg ins Zentrum zu suchen .Gerade aus diesen Aktionen folgten dann zu oft Ballverluste die vereinzelnd zu Kontern der Jungs aus Rövershagen führten. Insgesamt schienen diese Vorstöße ungefährlich, jedoch machten die Rostocker sie durch inkonsequentes Abwehrverhalten höchst persönlich gefährlich. Dies führte in der Folge leider zu hochgradig unnötigen Gegentoren. Eine kuriose erste Spielhälfte endete mit dem Stand von 3:2 für Rövershagen.
Dementsprechend frustriert zeigte man sich dann in der Kabine. Nach einigen Korrekturmaßnahmen war man sich jedoch einig, dass in diesem Spiel kein Weg daran vorbei führte, das Spielfeld am Ende als Sieger zu verlassen. Entsprechend selbstbewusst kamen die Rostocker auf den Platz zurück. Die zweite Halbzeit gehörte voll und ganz den Gästen. Das Spiel fand fast ausschließlich in der Hälfte von Rövershagen statt. Mit einer besseren Konzentration hinsichtlich der einfachen Grundtechniken, konnten die Jungs ihr Spiel präziser aufziehen und gezielter bis zum gegnerischen Tor ausspielen. Immer wieder gelang es den Rostockern nun, den Ball frühzeitig ins Zentrum zu bringen, von wo aus der Ball gefährlich verteilt werden konnte. Demzufolge gab es deutlich mehr Torabschlüsse als noch in der ersten Hälfte. Leider kam jedoch wieder die altbekannte Schwäche des Torabschlusses zum Vorschein, so dass man am Ende feststellen musste, dass auch deutlich mehr Tore hätten fallen müssen. Zahlreiche Abschlüsse konnten vom gegnerischen Keeper pariert werden. Darüber hinaus landete das Leder auch des Öfteren am Aluminium. Das Endergebnis spiegelte den Spielverlauf in seiner Höhe nicht richtig wieder, jedoch kann man gerade nach dem Hinspielergebnis und der aktuellen Form der Mannschaft mit der Leistung insgesamt ganz zufrieden sein.

Nun gilt es natürlich, den Fokus auf die kommenden hochwertigen Leistungsvergleiche zu legen und dementsprechend motiviert im Training aufzutreten um auf den Punkt konkurrenzfähig zu sein. Der nächste gute Wettkampf wartet bereits am Sonntag in Hamburg bei einem Leistungsvergleich der TuS Germania Schnellsen. Hier hat man dann die Möglichkeit den Aufwärtstrend weiter fortzusetzen, um dann allmählich wieder zu einer konstant starken Leistung zu finden.

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