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10.11.2014 19:04 Uhr

F1 mit gutem Auftritt bei Nachwuchsleistungsvergleich

Das vergangene Wochenende stand für die F1 ganz im Zeichen des Fußballs. Nachdem man am Samstag zum Punktspiel bei der E2 des SV Hafen Rostock zu Gast war, ging es am Sonntag nach Hamburg zu einem Blitzturnier des FC St. Pauli. Weiterhin zu Gast waren der SV Werder Bremen, Holstein Kiel und die U10  des TSV Niendorf.

Gegen den SV Hafen konnten die Jungs in der ersten Halbzeit durch eine gute Spielanlage und viel Ballsicherheit überzeugen. Teilweise gelang es sogar so dominant aufzutreten, dass man den Gegner komplett in dessen Hälfte bespielen konnte. Die Schlüsselfaktoren dafür waren hohe Passqualität, gute Raumaufteilung, saubere Ballmitnahmen und die mittlerweile zur absoluten Stärke avancierte Aggressivität. Besonders erfreulich war die sofort sehr gut umgesetzte neue Variante der Spieleröffnungen nach eigenem Abstoß. Hier konnte man wieder erkennen, dass sich die Spielintelligenz der Hansajungs schon auf einem richtig guten Niveau bewegt. Ärgerlicher Weise schlichen sich in der zweiten Halbzeit zu viele Unsauberkeiten im technischen Bereich ein. Durch schlechte Ballmitnahmen und viele Pässe in das falsche Bein, ließ man den SV Hafen besser ins Spiel kommen. Besonders im Sturmzentrum wurden diese durch ihre Schnelligkeit und Robustheit dann immer wieder gefährlich. Auch die vielen hohen Bälle des SV Hafen Rostock konnte man entweder nicht kontrollieren oder diesen nur hinterherlaufen, weil man sehr hoch verteidigte. Am Ende musste man sich leider mit 4:2 geschlagen geben, konnte jedoch abgesehen vom Ergebnis insgesamt, durch die gute spielerische Leistung und den hohen Einsatzwillen, durchaus zufrieden sein.

In Hamburg konnte man gleich im ersten Spiel zeigen, dass man sich auch gegen namenhafte Teams überhaupt nicht verstecken muss. Mit einem verdienten 2:1-Sieg gegen Werder Bremen gelang den Jungs ein optimaler Turnierstart. Etwas überraschend war man dem Gegner besonders in der Spielanlage ein gutes Stück voraus. Auch hier konnte man wieder mit viel Ballbesitz und hoher Spielintelligenz überzeugen. Dazu kamen individuell starke und temporeiche Dribblings mit guten Richtungswechseln in den Eins-gegen-Eins-Situationen, wodurch sich oft große Räume ergaben.

Im zweiten Spiel gegen Holstein Kiel konnte man in der ersten Halbzeit nahtlos an die gute Leistung des ersten Spiels anknüpfen und mit einer 1:0-Führung in die Pause gehen. In der zweiten Halbzeit traten dann plötzlich wieder zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel und in der Ballmitnahme auf. Die Hansajungs ließen sich dann von den nun deutlich engagierteren Kielern etwas einschüchtern und ließen die Ruhe am Ball vermissen. Durch fehlendes Lösen des Blickes vor dem Pass und zu viel Hektik, wurden zusätzlich viele Bälle in den Fuß des Gegners gespielt, der nun schnell versuchte die Passwege zuzustellen. Dadurch verlor man das Spiel leider noch sehr unnötig mit 1:2.

Direkt im Anschluss bestritt man dann gegen den FC St. Pauli das dritte Spiel in Folge ohne Pause. Trotz schwindender Kräfte gelang es jedoch hier spielerisch wieder mehr zu überzeugen. Mit Vorteilen für St Pauli in der ersten Halbzeit und Vorteilen für die Hansajungs in der zweiten Halbzeit spiegelte sich der Spielverlauf auch im insgesamt gerechten Endergebnis von 6:6 wider. Durch fehlende Kommunikation in der Defensive und zu spätes attackieren des Gegners, ließ man den St. Paulianern zu viel Platz, den sie häufig eiskalt nutzten, um ein Tor zu erzielen. Dafür hatten sie die individuelle Klasse. Positiv hervorzuheben ist jedoch das Tempo und das Kombinationsspiel der Hansajungs in der zweiten Halbzeit. Hier gelang es ein klasse Tor innerhalb weniger Serkunden zu erzielen. Ausgehend vom Abstoß des Torwarts über das Zentrum, wurde der Ball für den äußeren Mittelfeldspieler wohl temperiert in die Tiefe gespielt, der nach klasse Dribbling vorm Torwart querlegte, sodass der gut mitgelaufene Stürmer die Kugel nur noch mit der Innenseite über die Linie drücken musste. Auch die weiteren Tore konnten meist nach guten Passkombinationen und anschließenden präzisen Abschlüssen mit der Innenseite erzielt werden. 

Im abschließenden Spiel trat man dann mit den letzten Kräfte gegen die ein Jahr ältere Truppe des TSV Niendorf an. Zwar verlor man diese Partie mit 7:2, jedoch konnten die Jungs nochmal ihren enormen Einsatzwillen und ihre hohe Aggressivität unter Beweis stellen. Bis zur letzten Minute nahm man unabhängig vom Ergebnis jeden Zweikampf mit vollem Körpereinsatz an und versuchte trotzdem immer höchstes Tempo zu gehen. Nicht umsonst war man die einzige Truppe, der es überhaupt in diesem Turnier gelang, gegen die Niendorfer ein Tor zu erzielen.

Nach einem sehr kräftezehrenden Turnier mit insgesamt 120 Minuten Spielzeit, konnte man viele tolle Erfahrungen sammeln und wichtige Erkenntnisse gewinnen. Hierbei ist die gesamte Mannschaft positiv hervorzuheben, die sich an diesem Tag gut präsentiert hat. Besonders erfreulich war das mutige und selbstbewusste Auftreten jedes Einzelnen und die tolle mannschaftliche Geschlossenheit.  

  

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