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22.01.2013 14:14 Uhr

F1 Samstag in Ueckermünde und Sonntag in Petershagen

Nach etwas längerer Zeit stand für die 2004er des F.C. Hansa Rostock mal wieder eine Doppelveranstaltung auf dem Plan. Am frühen Samstagmorgen ging es für die jungen Kicker nach Ueckermünde zum gut besetzten 1. Generali-Cup. Dort warteten Mannschaften wie TeBe, Mahlsdorf oder Neubrandenburg auf die Kogge. Das Turnier begann für die Ostseestädter gleich mit einem Knallerspiel. Es ging gegen TeBe. Seit längerem war es Hansa nicht mehr gelungen, ein Duell auf Augenhöhe gegen eine Berliner Mannschaft zu gewinnen. Dies sollte sich auch diesmal wieder so sein, denn Hansa hatte von Beginn an große Probleme mit der aggressiven Spielweise der Berliner. Zwar ging der FCH mit 1:0 in Führung, doch zuvor musste sich der großartig parierende Elias schon dreimal richtig strecken. TeBe war über die gesamte Spielzeit bestimmend und konnte die Partie am Ende, wenn auch spät, noch verdient drehen. Danach fing sich Hansa ein bisschen und profitierte von den beiden schwächeren Gegnern, gegen die sie in der Gruppe noch ran mussten. 7:0 und 10:0 waren deutliche Ergebnisse, die den Jungs für das Halbfinale eigentlich Selbstvertrauen geben sollten. Doch dies war leider nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, ließen die Rostocker sogar den Siegeswillen komplett vermissen, spielten sich in der gesamten Spielzeit nicht eine richtige Torchance heraus und blieben den Mahlsdorfern daher zurecht unterlegen. Nun ging es im Spiel um Platz 3 gegen Neubrandenburg, was, aufgrund der anstehenden Landesmeisterschaft genug Motivation sein sollte, um dieses Spiel zu gewinnen. Die ersten 4 Minuten sahen auch so aus, als würde Hansa dieses Spiel klar dominieren. Technisch besser, mit mehr Tempo agierend, bestimmte Hansa diese Phase der Partie. Doch dann brach die Truppe ein und die Neubrandenburger witterten ihre Chance. Anstatt das 2:0 nachzulegen, kassierte Hansa das 1:1 und machte sich somit selbst das Leben schwer. Neubrandenburg gelang sogar noch der zweite Treffer. So blieb der namentliche Favorit hinter den Erwartungen und belegte nur den vierten Platz. Die Enttäuschung aller Beteiligten war natürlich groß, aber nur für kurze Zeit…


Denn dann ging es für die gesamte Mannschaft weiter nach Petershagen. Hier war um 18:00 Treff am Hotel Blaufuchs, wo die Jungs dann ihren Gasteltern übergeben wurden. Es standen ihnen ein cooler Abend und eine spannende Nacht bevor, ehe es am Sonntagmorgen zur Halle ging, wo um den 9. Fritze-Cup gespielt wurde. Nach einer etwas müden Erwärmung hatten die Trainer so ihre Befürchtungen und warnten die Jungs vor dem ersten Spiel vor dem sehr gut besetzten Starterfeld. Dies schienen sich die Kicker zu Herzen zu nehmen und spielten ihren ersten Gegner Velten regelrecht an die Wand (9:0). Dieser sehr gute erste Eindruck sollte sich im zweiten Spiel gegen Hertha 03 Zehlendorf bestätigen. Etwas unglücklich liefen die Rostocker lange einem Rückstand hinterher, als dem Torwart ein Rückpass unter dem Fuß durchrutschte. Bis dahin waren die Hanseaten spielbestimmend und blieben es auch danach. Sie erspielten sich die ein oder anderen gute Torchance, die allerdings zunächst alle ungenutzt blieben. Hansa baute in der Schlussphase hohen Druck auf und es war zu merken, dass jeder einzelne hier noch etwas bewegen wollte. Belohnt wurden diese Bemühungen dann 30 Sekunden vor Schluss mit dem so wichtigen Ausgleichstreffer. Im dritten Spiel gegen Tasmania Berlin stießen die Rostocker ihre guten Leistungen aus den ersten beiden Partien wieder um und agierten in diesen 10 Minuten schwach. Zwar gingen sie mit 1:0 in Führung, kassierten allerdings aufgrund dreier dummer Fehler noch 3 Gegentore und verloren am Ende hochverdient mit 1:3. Nun hieß es zittern um den Einzug ins Halbfinale. Zum Glück nahmen sich alle gegenseitig die Punkte weg, so dass es für Hansa aufgrund des hohen ersten Sieges noch möglich war, sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Der Druck war riesig und in dem Spiel gegen BFC zu jeder Sekunde zu merken. Ein regelrechtes Krampfspiel entschied die Kogge mit 2:1 für sich und zog damit etwas glücklich ins Halbfinale ein. Nun stellten sich die Zähler wieder auf null und die Vorrundenergebnisse waren für keinen der ersten vier Mannschaften mehr etwas wert. So traten die Rostocker dann im Spiel gegen die Reinickendorfer Füchse auch auf. Die hatten in ihrer Gruppe nämlich alles gewonnen und waren somit Favorit in diesem zweiten Halbfinale. Hansa war zunächst besser und erarbeitete sich eine 2:0-Führung. Dann stellten sie allerdings das Spielen ein und schalteten zwei Gänge zurück, was die Füchse wieder ins Spiel brachte. Kurz vor Ende der Partie trafen die Blau-Weißen durch einen schnell ausgeführten Freistoß noch verdient zum 3:2. Dies war ein Moment zum Genießen. Ein Gänsehautmoment in einem guten F-Junioren-Spiel, in dem sich die vielen mitgereisten Rostocker Eltern teilweise in den Armen lagen.

Somit kam es im Finale zum erneuten Aufeinandertreffen zischen dem FCH und Hertha 03 Zehlendorf. Ein rassiges Spiel, in dem die Hanseaten die bessere Mannschaft war und auch die deutlicheren Chancen hatten. Jedoch konnten sie dies nicht in Zählbares ummünzen und so blieb es über die gesamten 15 Minuten sehr spannend. Das einzige 0:0 Spiel an diesem Tage sollte also das Finale sein. Im folgenden Neunmeterschießen kam nun die Frage auf, wer technisch besser schießen kann und nervenstärker ist. Hier erwiesen sich die Rostocker in beidem besser und gewannen mit 2:0. Damit hieß der Sieger des 9. Generali-Cup F.C. Hansa Rostock.
Ein schönes Wochenende, das etwas holprig begann, wurde mit diesem Turniersieg abgerundet und erfolgreich gestaltet. Insgesamt kann man mit der Leistung vom Sonntag zufrieden sein. Auch wenn in der Vorrunde noch ziemlich gezittert wurde, ist man aufgrund des Halbfinals oder des Finals verdienter Sieger.
Wir sind stolz auf euch… Weiter so, im Hinblick auf die Landesmeisterschaft nächste Woche.

Es spielten: Finn Ehrhardt, Thorben-Finn Damrau, Franz Kohn, Elias Höftmann, Lucas Sperner, Danilo John, Yannick Wolf, Mika Waterstradt
Es fehlten: Dustin Wendt, Johann Ehlert, Veit Stange

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