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06.06.2005 09:45 Uhr

Pokalsieg war Krönung

Damit krönte die Mannschaft, die in dieser Besetzung seit zwei Jahren zusammen spielte, eine erfolgreiche Saison und bescherte ihrem Coach Timo Lange, der bei „Halbzeit“ dieser Ära vom Spieler zum Trainer befördert wurde, in seiner Premieren-Saison als Verantwortlicher auf der Bank gleich zwei Titel. Lediglich im Landespokal gehörten die Rostocker zu den Favoriten – der erste Pokalsieg nach sieben Jahren war überfällig. Zwar lief in den Lokalderbys gegen Sievershäger SV II (4:0) und Warnow Papendorf (2:0) noch nicht alles rund, doch mit souveränen Siegen im Viertelfinale gegen Oberliga-Aufsteiger Torgelower SV Greif (4:0) und im Halbfinale gegen Oberliga-Absteiger FC Schönberg (3:0) gelang auch im Endspiel ein deutlicher 4:0-Erfolg über den Greifswalder SV. So holten die Hanseaten die Trophäe, ohne ein einziges Gegentor im Wettbewerb kassiert zu haben. Für die Meisterschaft in der Oberliga des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) hatte Trainer Timo Lange mit Babelsberg und Tennis Borussia Berlin anderen Teams die Favoritenrolle zugeschoben. Und er sah sich scheinbar bestätigt, als es bereits am 3. Spieltag eine 1:3-Niederlage in Babelsberg gab. Doch mit einer anschließenden Serie von neun Siegen in Folge bei einem Torverhältnis von 36:2 katapultierten sich die Hanseaten so deutlich an die Tabellenspitze, dass anschließend auch drei sieglose Spiele, darunter die 1:2-Heimniederlage gegen Neuling Ludwigsfelder FC, verkraftet werden konnten. Die Herbstmeisterschaft feierten die Hanseaten aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber den punktgleichen Babelsbergern. Und auch bis zum Saisonende sollte sich daran nichts ändern: Mit 97 Toren stellten die Hansa-Amateure den besten Angriff, und dazu mit 20 Gegentreffern auch die sicherste Abwehr. Besonders freute sich Timo Lange darüber, dass aseine Mannschaft in 19 der 33 Punktspiele (das Rückspiel gegen die insolventen Eisenhüttenstädter wurde nicht mehr ausgetragen) ohne Gegentor blieb. Mit Beginn der Rückrunde wurde das Saisonziel der jungen Hanseaten korrigiert. Nun durfte auch offiziell vom Meistertitel gesprochen werden, obwohl der Verein erneut davon Abstand nahm, eine Regionalliga-Lizenz zu beantragen. Mit dem 1:0-Erfolg im Spitzenspiel gegen Verfolger Babelsberg wurde bereits Mitte Februar ein wichtiger Grundstein für den Titelgewinn gelegt. Dennoch musste noch einmal gezittert werden, als es in Neuruppin und daheim gegen Tennis Borussia zwei Niederlagen binnen einer Woche gab, die kurzzeitig die Tabellenführung kosteten. Doch ein furioser Endspurt sorgte schließlich noch für vier Punkte Vorsprung vor dem MSV Neuruppin, der sich als beste Rückrundenmannschaft überraschend noch Rang zwei gesichert hatte. Den Titelgewinn machten die Hanseaten dann schließlich am vorletzten Spieltag perfekt. Mit dem höchsten Saisonsieg, einem 9:0 beim FC Anker Wismar, wurden die letzten Zweifel beseitigt. Auch wenn mit Nick Gritzan und Marcus Rabenhorst (zum FC Schönberg) erst zwei Abgänge definitiv feststehen, wird es im Sommer wieder einen größeren Umbruch im Kader der Hansa-Amateure geben, und das nicht nur, weil der eine oder andere Spieler an den Profi-Kader herangeführt werden soll. Neben Amir Shapourzadeh, bei dem der FC Hansa eine Option gezogen hat, verfügen lediglich Marc Stein, Dirk Jonelat und Martin Thom über laufende Verträge. Aktuell verlängert wurden die Kontrakte mit Jan Koch, Anton Müller und Stefan Schwandt. Möglicherweise werden neben Kai Bülow, Clemens Lange, Felix Dojahn, Steffen Päch und Martin Pett, die bereits Verträge unterzeichnet haben, noch weitere Akteure aus der eigenen A-Juniorenmannschaft nachrücken.

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