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12.06.2014 10:06 Uhr

U11: Platz 3 bei Pfingstcup in Harderberg

Am vergangenen Pfingstwochenende konnten die jungen Hanseaten nicht die Sonne am Warnemünder Ostseestrand genießen, sondern sie machten sich auf den Weg ins 450 km entfernte Harderberg. Dort war die U11 beim TV Wellingholzhausen untergebracht, der durch seine unglaublich große Gastfreundschaft und sein freundliches Auftreten viele Pluspunkte bei den Rostockern sammeln konnte.

40 Mannschaften in acht 5er-Gruppen spielten in der Vorrunde um den Einzug in die Zwischenrunde. Dafür musste mindestens Platz 3 für die Hanseaten her, um auch am Pfingstmontag noch am sehr gut organisierten Rasenturnier teilnehmen zu dürfen. Diese Aufregung bzw. Drucksituation war den Jungs in den ersten Turnierminuten deutlich anzumerken. Einige Fehlpässe und unkluge Fouls resultierten daraus. Mit dem ersten vernünftigen Angriff konnte dann aber der 1:0-Führungstreffer erzielt werden, was den Jungs viel Sicherheit gab und sie nun das Spiel kontrollieren ließ. Am Ende hieß es verdient 2:0 für den FCH.

Im zweiten Spiel der Vorrunde ging es gegen RW Sutthausen, wobei sich die Ostseestädter in einen Rausch spielten und den Gegner mit 6:0 in 13 Minuten Spielzeit vom Feld fegten. Nun waren die Rostocker endgültig im Turnier angekommen. Im dritten Spiel wurde es international. Mit dem holländischer Vertreter VV Capelle wartete ein sehr tief stehender Gegner auf die Hanseaten. Nur selten konnten klare Torchancen herausgespielt werden, die dann meist aus spitzem Winkel vom holländischen Torwart pariert werden konnten. So ging dieses Spiel 0:0 aus, ohne dass der Gegner gefühlt einmal die Mittellinie überquerte. Im letzten Spiel wurde dann der Gruppensieger ausgespielt. Mit einem Sieg gegen BFC Dynamo konnte der FCH den Gruppensieg erreichen. Bei einer Niederlage oder Unentschieden waren wir Zweiter.

In einem sehr rassigen Spiel mit vielen tollen Zweikämpfen waren die Rostocker die deutlich bessere Mannschaft, wobei die Kontersituationen der Berliner immer gefährlich waren. Hansa spielte sich oft schön frei und hatte einige Möglichkeiten, die aber kläglich vergeben wurden. So endete das Spiel 0:0 und der FCH bekam es damit am Pfingstmontag mit VfB Oldenburg, TuRA 88 Duisburg, Carl Zeiss Jena und dem Gastgeber zu tun.
In der Zwischenrunde wurde die Spielzeit auf 12 Minuten verkürzt und der jeweils Gruppenerste qualifizierte sich für die Endrunde um die Plätze 1 bis 5. Die jeweils Zweitplatzierten jeder Gruppe spielten in einer weiteren Staffel um die Plätze 6 bis 10. Somit war klar, dass der erste Platz in der Zwischenrunde das Ziel der Hanseaten war.
In der gesamten Zwischenrunde zeigten die Rostocker eine sehr engagierte Leistung. Die Dominanz des FCH und die spielerische Überlegenheit wurden in jedem Spiel deutlich. Eigentlich war es immer nur die Frage, ob der FCH in der kurzen Spielzeit ein Tor erzielen konnte oder ob der Gegner sich ein 0:0 ermauern konnte.

Auch in der Zwischenrunde blieb der FCH ohne Gegentor. Mit der Spielzeit aus dem Wolfgang-Holz-Cup, in dem die Rostocker auch kein einziges Gegentor kassierten, war die Kogge nun schon 190 Minuten bei Bundesligaturnieren ohne Gegentreffer geblieben. Somit konnte auch hochverdient der Einzug in die Endrunde erreicht werden (Jena 3:0; Harderberg 1:0, Duisburg 0:0, Oldenburg 2:0).

Diese Serie sollte aber in der Endrunde sehr schnell reißen. Im ersten Spiel um den Titel stand Werder Bremen auf dem Plan. Der Bundesligist begann mit einem unglaublich hohen Tempo und überraschte die Rostocker durch starkes Pressing, woraus viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau resultierten. Nach 1:07 min stand es 0:2 und Spieler, Trainer und Eltern trauten ihren Augen nicht. Doch die Hanseaten gaben nicht auf und gestalteten das Spiel danach offener. Leider konnten zwei sehr gut herausgespielte Torchancen nicht genutzt werden, so dass es am Ende beim 0:2 blieb. Durch zwei Verletzungen konnte der FCH in den folgenden Spielen nur noch mit einem Wechsler agieren, wodurch der Kraftverschleiß der letzten Tage deutlich zu merken war. Die drückende Hitze bei 30 Grad im Schatten tat dabei ihr Übriges.

Im zweiten Spiel konnte der FCH gegen sehr spielstarke Bochumer kaum noch etwas entgegensetzen und verlor verdient mit 0:1, wodurch jegliche Titelträume ad acta gelegt werden konnten. Nun zeigten die Rostocker, wie so häufig in dieser Saison, unglaublichen Charakter und Siegeswillen. Anstatt nun den Kopf komplett in den Sand zu stecken, identifizierten sie sich sofort mit dem neuen Ziel, Platz 3 war noch drin! Und dafür mussten zwei Siege gegen Erfurt und Siegen her. Durch zwei spielerisch durchschnittliche, aber kämpferisch überragende Spiele konnten beide Spiele mit 1:0 gewonnen werden, wodurch der dritte Platz erreicht werden konnte.

Ein großes Dankeschön geht an Tom Nachtigall, der die Rostocker als Co-Trainer in Harderberg unterstützt hat.

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