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26.01.2007 11:40 Uhr

Erinnerungstag im deutschen Fußball

Der Ligaverband DFL (Deutsche Fußball-Liga) unterstützt auch in diesem Jahr die Initiative "Erinnerungstag im deutschen Fußball" der evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Ziel dieser Aktion, die am 27. Januar 2006 - dem 51. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz - stattfindet, ist es, ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt zu setzen.

 

Hier die Botschaft der evangelischen Versöhnungskirche:

 

Gedenken, um nicht zu vergessen - Erinnerungstag im deutschen Fußball.

 

Dieses Jahr laden wir zum größten internationalen Fußballfest ein. Das Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" steht für unseren Willen, zusammen mit unseren Gästen aus aller Welt die Interessen zu suchen, die uns gemeinsam sind, und nicht nur ängstlich darauf zu blicken, was uns unterscheidet. Es steht ebenso für Fairness im Fußball wie für freundschaftliche Offenheit gegenüber den Fans aus anderen Ländern.

Fußball verbindet die Menschen, die sich als Fremde begegnet sind; Fan-Freundschaften über alle Grenzen hinweg belegen dies.

 

Der Deutsche Fußball-Bund hat 2005 eine Auszeichnung ins Leben gerufen, den Julius-Hirsch-Preis, um den besonderen Einsatz für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit zu ehren. 2005 wurde der Julius-Hirsch-Preis für die Unterstützung des "Perez-Center for Peace" verliehen, eines Projektes zur Versöhnung zwischen israelischen und palästinensischen Jugendlichen.

Julius Hirsch, Jahrgang 1892, war als Stürmer beim Meister von 1910, als Nationalspieler und später als Trainer eine Legende des frühen deutschen Fußballs. 1933 wurde er, wie viele andere Sportler und Sportlerinnen auch, wegen seiner Zugehörigkeit zur jüdischen Glaubensgemeinde vom aktiven Fußball ausgeschlossen; sogar der Besuch des Stadions als Zuschauer wurde ihm verwehrt. 1943 wurde er nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der UdSSR die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz und machten damit dem unbeschreiblichen Massenmord, der dort im Namen des deutschen Volkes begangen wurde, ein Ende. Am Jahrestag der Befreiung gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Wir gedenken all der Menschen, die wegen ihrer Religion, ihrer Herkunft, ihrer Überzeugung, oder weil sie den Herrschenden anderweitig nicht ins Bild passten, verfolgt, verschleppt und ermordet wurden. 

 

Wir gedenken, um nicht zu vergessen, was geschehen ist und wie es dazu kommen konnte. Wir stellen damit all jenen, deren Botschaft Ausgrenzung, Hass und Gewalt ist, ein lautes und deutliches "Nein!" entgegen.

Wir sagen "Ja!" zu Frieden und Freundschaft, und wir fordern alle Fans uns Freunde des Fußballs auf, das Motto der WM 2006 im Sinne der Völkerverständigung aktiv mit Leben zu erfüllen.

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