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05.05.2009 09:45 Uhr

Gelingt der sechste Auswärtssieg bei den Münchner Löwen?

Bereits zum 25. Mal wird der F.C. Hansa am kommenden Freitag zu einem Meisterschaftsspiel in der bayerischen Landeshauptstadt antreten, die für ihn in der Vergangenheit ein relativ gutes Pflaster gewesen ist. Zwölfmal war man bislang bei Rekordmeister FC Bayern zu Gast, wo immerhin dreimal gewonnen werden konnte. Und ebenfalls bereits zwölfmal gastierten die Hanseaten beim TSV 1860, bei dem sogar schon fünf Siege errungen werden konnten. Das ist die zweitbeste Auswärtsbilanz gegen einen Kontrahenten aus den alten Bundesländern – nur in Bochum (sechs Siege) war man noch erfolgreicher.

Der erste volle Erfolg gelang gleich im ersten Versuch, wenn auch mit Verzögerung. Die geplante Montag-Partie des ersten Rückrunden-Spieltages der Saison 2003/04 fiel witterungsbedingt aus und wurde dann erst am Donnerstag, dem 24. März 2004, im Stadion an der Grünwalder Straße nachgeholt. Dort hatten Marco Küntzel (69.) und Olaf Bodden (85.) die Hanseaten bereits auf die Siegerstraße gebracht, bevor Schlotterbeck (89.) für die Münchner noch zum 1:2 Endstand verkürzen konnte. Trotz ihrer beiden Niederlagen gegen den F.C. Hansa (das Hinspiel endete sogar 4:0 für den FCH) schaffte der TSV 1860 München den direkten Durchmarsch von der Bayernliga bis in die höchste Spielklasse, wo es nach dem Hansa-Aufstieg zwölf Monate später dann in neun aufeinander folgenden Jahren Bundesliga-Duelle mit den Münchner „Löwen“ gab.

Die neun Auswärtsspiele der Hanseaten in dieser Erstliga-Periode fanden dann im Olympiastadion statt, wo es im ersten Vergleich zunächst eine Punkteteilung gab. Olaf Bodden, der inzwischen in München unter Vertrag stand, erzielte nach Vorarbeit des späteren Hanseaten Rene Rydlewicz zunächst das Führungstor der Gastgeber (37.). Doch Stefan Studer (89.) gelang kurz vor dem Ende der Partie noch der 1:1 Endstand. Den ersten Erstliga-Sieg der Hanseaten bei den Sechzigern gab es dann am 22. August 1997 zu feiern, als das goldene Tor von Martin Groth trotz klarer Chancenvorteile erst in der 86. Spielminute fiel. Allerdings mussten die Münchner auch fast eine Stunde lang in Unterzahl spielen, nachdem ihr heutiger Sportdirektor Stevic Gelb-Rot gesehen hatte.

Vom bislang spektakulärsten Auswärtsspiel beim TSV 1860 kehrten die Rostocker allerdings mit leeren Händen heim. Trotz der großen Show des Magnus Arvidsson, der zwei Tore selbst erzielte und den Treffer vom Marcus Lantz vorbereitete, verlor man am 4. März 2000 mit 3:4 Toren. Der Grund hieß Martin Max, der gleich dreimal gegen seinen späteren Arbeitgeber traf, bevor Häßler noch einen Foulelfmeter verwandeln konnte.

Erfolgreicher waren die Hanseaten dann aber wieder bei ihren letzten beiden Duellen mit den „Löwen“ im Olympiastadion, die erneut mit Auswärtssiegen gekrönt werden konnten. Am Mittwoch, dem 14. August 2002, auf den die Partie des ersten Spieltages wegen einer Leichtathletik-Veranstaltung verschoben werden musste, sorgten Marco Vorbeck (44.) und Marcus Lantz (54.) für den verdienten 2:0 Erfolg der Rostocker, die ihren höchsten Auswärtssieg in München dann 16 Monate später feiern sollten. Am 6. Dezember 2003 triumphierten sie mit 4:1, obwohl sie durch Weissenberger bereits nach drei Minuten mit 0:1 zurücklagen. Doch mit Rydlewicz (8.) und Max (17.) drehten ausgerechnet zwei Ex-Löwen den Spieß relativ schnell wieder um. Zum vorentscheidenden dritten Treffer von Thomas Schultz (67.), der später als Rasmussen in die Hansa-Annalen eingehen sollte, leistete Martin Max dann die Vorarbeit, bevor er den Schlusspunkt wieder selbst setzte. Das 4:1 in der 80. Minute war bereits der zwölfte Saisontreffer von Martin Max am 15. Spieltag.

Ein halbes Jahr später mussten die Münchner absteigen und so trafen beide Mannschaften erst in der Zweitliga-Saison 2005/06 wieder aufeinander. Am 12. August 2005 waren die Hanseaten beim allerersten Heimspiel der „Löwen“ in der neuen Allianz-Arena zu Gast, wo die 1:4 Niederlage gleichzeitig der letzte Arbeitstag von Trainer Jörg Berger war. Knapp zwei Jahre später sah die Welt unter Nachfolger Frank Pagelsdorf dann schon wieder ganz anders aus. Der 13. Mai 2007 war der vorletzte Spieltag der Aufstiegssaison, an dem die Rostocker mit ihrem 2:1 Auswärtssieg in München den zweiten Tabellenplatz festigen konnten. Christian Rahn (10.) und Rene Rydlewicz (23.) hatten für eine schnelle 2:0 Führung gesorgt, doch nach Göktans Anschlusstreffer (78.) wurde es am Ende noch einmal spannend. Die Hanseaten stiegen mit dem anschließenden 3:1 Heimsieg über Unterhaching bekanntlich auf und so sind inzwischen erneut zwei Jahre vergangen, wenn der F.C. Hansa am kommenden Freitag beim TSV 1860 München gastiert. Gelingt dort vielleicht der zweite Rostocker Erfolg in der Allianz-Arena und der insgesamt sechste Auswärtssieg bei den „Löwen“?

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