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10.12.2009 13:51 Uhr

Gelingt der vierte Auswärtssieg in Cottbus?

Meisterschaftsspiele des F.C. Hansa Rostock gegen Energie Cottbus haben bereits eine lange Tradition. Deutlich häufiger als gegen einige andere aktuelle Zweitligisten traten die Hanseaten zwar nicht in der Lausitz an, selbst beim TSV 1860 München (13x) und in Kaiserslautern (12x) waren sie inzwischen schon öfter zu Gast.

Doch die erste von insgesamt elf Reisen zu den damals noch als BSG Energie auflaufenden Cottbusern fand bereits vor mehr als 36 Jahren statt. Nur Tore fielen im Oberliga-Punktspiel am 25. August 1973 noch keine. Das 0:0 war seinerzeit das erste von insgesamt drei Unentschieden zwischen beiden Teams im Stadion der Freundschaft.

Am 1. Mai 1980 trafen Energie und Hansa an gleicher Stelle im Rahmen der Aufstiegsrunde zur DDR-Oberliga aufeinander. Die Grundlage für den 2:1-Auswärtssieg bildeten die Tore von Juri Schlünz (53.) und Michael Mischinger (58.) - der Anschlusstreffer von Peter Zierau (77.) kam zu spät. Erst ein Jahr später stiegen dann auch die Cottbuser ins Oberhaus auf, verloren ihr Heimspiel gegen den F.C. Hansa aber erneut. Der einzige Torerfolg am 6. Dezember 1981 ging auf das Konto von Rainer Jarohs.

Während der letzten drei Jahre der DDR-Oberliga blieben auch die Cottbuser ununterbrochen erstklassig und in dieser Zeit daheim gegen den F.C. Hansa sogar ungeschlagen. Beim 2:2 am 4. März 1989 führten die Gastgeber durch Petrik Sander (15.) und Michael Schneider (42.) zwar zweimal, doch ein verwandelter Elfmeter von Jens Wahl (30.) und ein Schuss von Rainer Jarohs, den Irrgang ins eigene Tor abfälschte (74.), sorgten für die Punkteteilung. Ihren einzigen Sieg im vergangenen Jahrhundert feierten die Cottbuser, die durch Detlef Irrgang (33.), Olaf Besser (46.) und Jörg Burow (68.) schon 3:0 führten, am 10. März 1990. Den Rostocker Treffer zum 3:1-Endstand markierte damals Juri Schlünz (81.). Eine weitere Punkteteilung gab es am 27. April 1991. Die Pausenführung der Gastgeber durch Detlef Irrgang (43.) glich Florian Weichert (53.) aus.

Danach floss erst einmal sehr viel Wasser die Spree entlang, bis beide Mannschaften fast zehn Jahre später erneut aufeinander trafen. Der F.C. Hansa kassierte in Unterzahl nach einer Roten Karte gegen Peter Wibran (60.) eine 0:1-Niederlage – durch einen Treffer von Laurenţiu Reghecampf (70.).

Sogar mit 0:3 verlor der FCH am 17. Februar 2002 durch Tore von Christian Beeck (31.), Vasile Miriuta (33.) und Marko Topic (68.), konnte sich dafür allerdings ein halbes Jahr später eindrucksvoll revanchieren. Rene Rydlewicz (17), Rade Prica (27.), Peter Wibran (47.) und nochmals Rydlewicz (64.) schossen am 24. August 2002 einen 4:0-Auswärtssieg heraus, der den Hanseaten nach jenem 3. Spieltag einen Traumstart mit 9 Punkten und 8:0 Toren bescherte.
Zum bislang einzigen Zweitliga-Duell in Cottbus kam es am 13. April 2006, als der F.C. Hansa seine Aufstiegschancen verspielte, während der FC Energie durch zwei Treffer von Sergiu Radu (33., 90.) den Weg zurück in die Bundesliga ebnete.

Ein Jahr später folgten die Hanseaten Cottbus in die Bundesliga, verloren aber in der Lausitz erneut ein wegweisendes Spiel. Und dies, obwohl sie am 26. April 2008 durch einen Treffer von Djordjije Cetkovic (16.) mit 1:0 führten und in der zweiten Halbzeit in Überzahl spielten. Doch neun Minuten vor dem Ende glich Timo Rost aus, danach verletzte sich Torhüter Stefan Wächter schwer am Knie, konnte aber nicht mehr durch einen anderen Keeper ersetzt werden. Und schließlich gelang Dimitar Rangelov in der Nachspielzeit noch das 2:1 für die Gastgeber.

In dieser Saison treffen Energie und Hansa nun zum zweiten Mal im Rahmen der 2. Bundesliga aufeinander, der Anpfiff zur Partie im Stadion der Freundschaft erfolgt am Montag um 20.15 Uhr. Beide Mannschaften sind in der Tabelle nur durch einen Zähler voneinander getrennt, der Sieger im direkten Duell würde einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde die ominöse 20-Punkte-Schwelle überschreiten. Klar, dass die Hanseaten ihren vierten Auswärtssieg in Cottbus anpeilen werden.

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