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03.03.2010 10:02 Uhr

Ahlen hat Klassenverbleib noch längst nicht abgehakt

Die Hoffnung stirbt zuletzt: An diesen sprichwörtlichen Strohhalm klammern sich die Zweitliga-Fußballer von Rot Weiss Ahlen schon seit geraumer Zeit, nachdem sie in der laufenden Saison den schlechtesten Start aller 110 Mannschaften der vier höchsten deutschen Spielklassen erwischt hatten. Gerade einmal zwei Punkte standen nach elf Spieltagen auf dem Konto der Münsterländer – daran konnte auch ein zweimaliger Trainerwechsel zunächst nichts ändern.

Mit Stefan Emmerling waren die Ahlener in die Saison gegangen, doch nach nur einem Punkt aus sechs Spielen wurde er frühzeitig von Nachwuchs-Leiter Andreas Zimmermann abgelöst. Unter dessen Leitung verloren die Ahlener dann die nächsten beiden Begegnungen und so verpflichtete der Verein nach der 0:2-Heimniederlage gegen den F.C. Hansa mit Christian Hock den dritten Trainer. Auch der neue Coach konnte in den restlichen neun Punktspielen der ersten Halbserie zwar nur einen Sieg feiern, holte mit seiner Mannschaft in diesem Zeitraum aber insgesamt sieben Punkte, so dass die Ahlener wieder vom Verbleib in der 2.Bundesliga träumen durften.

Zwar betrug der Rückstand zum rettenden 15. Tabellenplatz in der Winterpause bereits elf Punkte, doch zumindest der Relegationsrang war bei lediglich fünf Zählern Rückstand auf den FSV Frankfurt noch in Reichweite. Um sich für den Kampf um den Klassenerhalt zu verstärken, verpflichteten die Rot Weissen im Dezember und Januar noch einmal sechs externe Neuzugänge. Und wie sich herausstellen sollte, landeten sie dabei echte Volltreffer.

Beim 3:2-Heimsieg der Ahlener am vergangenen Sonntag über den 1. FC Union Berlin standen mit den Mittelfeldspielern Julian Jenner (Vitesse Arnheim), Benjamin Kern (FC Augsburg) und Alain Junior Olle Olle (SC Freiburg) sowie den beiden Stürmern Momar N'Diaye (FC Metz) und Dusko Stajic (Modrica Maksima) immerhin fünf Winter-Verstärkungen in der Startelf. Olle Olle hatte in der 41. Spielminute auch den Torreigen eröffnet, bevor Baldassare Di Gregorio (56.) und der eingewechselte Nils-Ole Book (72.) ihre Mannschaft auf die Siegerstraße schossen. Die beiden Gegentreffer kassierten die Ahlener jeweils in der Nachspielzeit der ersten bzw. zweiten Halbzeit, so dass auch der dritte Rückrundensieg am Ende nur mit einem Treffer Differenz eingefahren wurde.

Mit zehn Punkten und einer ausgeglichenen Bilanz würde sich Rot Weiss Ahlen in einer separaten Tabelle der zweiten Halbserie immerhin auf Rang 10 wieder finden. Schon beim Rückrundenauftakt gegen den FC St. Pauli waren die Westfalen die bessere Mannschaft, verloren allerdings durch zwei Gegentore kurz vor dem Ende der Partie unglücklich mit 0:2. Danach blieb die Mannschaft von Christian Hock dreimal in Folge ohne Gegentor, holte bei Spitzenreiter 1.FC Kaiserslautern sensationell einen Auswärtspunkt und gewann zu Hause gegen Rot-Weiß Oberhausen sowie bei 1860 München jeweils mit 1:0. Auch durch die anschließenden Niederlagen gegen Arminia Bielefeld (0:1) und in Düsseldorf (0:4) ließen sich die Ahlener nicht beirren und meldeten sich mit dem Heimsieg über den 1.FC Union zurück.

Pech für die Ahlener, dass sich in dieser Partie mit Momar N'Diaye eine der aktuellen Verstärkungen schwer verletzte und langfristig ausfallen wird. Zudem müssen sie am Freitag in Rostock auf ihren Innenverteidiger Baldassare Di Gregorio verzichten, der aufgrund seiner zehnten Gelben Karte gesperrt ist.

Dennoch reist die Mannschaft von Rot Weiss Ahlen optimistisch an die Küste, denn in den bisherigen sieben Rückrundenspielen hat sie schon zwei Punkte mehr eingefahren als in der gesamten ersten Halbserie und ist nur noch aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber der TuS Koblenz im Besitz der Roten Laterne.

 

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