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04.07.2009 07:30 Uhr

Alexander Walke: Dann spiele ich eben mit der Nummer 33

Innerhalb weniger Wochen muss sich Alexander Walke nun schon an seine dritte Rückennummer gewöhnen. Im Normalfall hätte er nichts dagegen gehabt, die Nummer 31, die er zuletzt in Wiesbaden hatte, auch in Rostock auf dem Trikot zu tragen. Doch hier ist sie bekanntlich schon seit mehreren Jahren an Kai Bülow vergeben. Die Nummer 1 dagegen, die er von Stefan Wächter hätte übernehmen können, wollte er nicht: "Die hatte ich einmal in Freiburg und in jener Saison war ich nur vom Pech verfolgt. Das muss ich nicht noch einmal haben", erklärte der neue Hansa-Keeper, der sich daraufhin mit der für einen Torhüter ungewöhnlichen Nummer 3 angefreundet hatte. "Die passt sehr gut zu mir, denn ich bin ja auch ein ungewöhnlicher Typ", hatte er noch am Montag bei seiner offiziellen Vorstellung verlauten lassen.

Drei Tage später ist allerdings auch diese Nummerierung schon wieder "Schnee von gestern", denn auf Grund eines Vetos der DFL mussten die Rückennummern der Torhüter noch einmal geändert werden. Der Verband forderte für einen der Keeper die 1 und die restlichen Torhüter sollten dann zweistellige Rückennummern tragen. Da Jörg Hahnel im Gegensatz zu Alexander Walke nichts gegen die Rückennummer 1 einzuwenden hatte, willigte der letztjährige Stammkeeper ein, seine 21 gegen die 1 einzutauschen. Und Walke wählte schließlich die "Doppelte 3": "Im Endeffekt ist mir das jetzt auch egal. Dann spiele ich eben mit der Nummer 33", ist das Thema mittlerweile auch für den Hansa-Neuzugang abgehakt.

Ob er damit schon am Sonnabend beim ersten Testspiel in Lubmin zwischen den Pfosten steht, weiß er momentan noch nicht. "Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Aber sonst kommunizieren wir sehr viel, haben als Torhüter ein großes Mitspracherecht", gefällt ihm die Zusammenarbeit mit Torwarttrainer Marco Kostmann. Und er freut sich auch, "dass wir hier in der Vorbereitung nicht nur Kondition bolzen, sondern auch schon viel mit dem Ball machen."

Für den gebürtigen Oranienburger, der zunächst in Cottbus und dann in Bremen das Sportinternat besuchte, ist der F.C. Hansa seine vierte Station im Männerbereich. Zunächst bis 2005 bei Werder Bremen II aktiv, wechselte er danach als Profi zum SC Freiburg (bis 2008) und anschließend für ein weiteres Jahr zum SV Wehen Wiesbaden. Nun ist der 26jährige Keeper in Rostock gelandet, wo er vorübergehend noch im Hotel wohnt. Doch zum 1. August ist das neue Haus in Stäbelow bezugsfertig und dann kommen auch seine frischgebackene Ehefrau Inga sowie Sohn Luan (4) und Tochter Joulina (2) an die Küste.

Das neue Zuhause hatte sich die Familie gemeinsam ausgesucht: "Kurz nach dem Saisonende waren wir für drei Tage zur Wohnungssuche in Rostock. Am 30. Mai wurde dann geheiratet und danach ging es dann erst einmal in die Flitterwochen auf die Seychellen." Doch nun wartet auf Alexander Walke wieder der Ernst des Lebens. "Jetzt geht es in der Vorbereitung erst einmal darum, voll Gas zu geben, damit wir schon zum Saisonstart richtig im Saft stehen", weiß der neue Hansa-Keeper, der für den weiteren Saisonverlauf noch keine Prognose abgeben will. "Die Mannschaft befindet sich im Umbruch, das muss man erst einmal abwarten. Ich denke, das ausgegebene Ziel mit Platz 8 bis 12 ist realistisch."

Auf jeden Fall ist Alexander Walke aber davon überzeugt, "dass wir in der kommenden Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden." Dabei muss er ohnehin erst einmal abwarten, inwieweit er selbst seinen Anteil dazu beitragen kann. Immerhin hat sich Trainer Andreas Zachhuber noch nicht festgelegt, wer - unabhängig von der Rückennummer - die Nummer 1 im Tor sein wird. Während der Vorbereitungsphase auf die neue Saison geht es zwischen den Torhütern des F.C. Hansa also auch noch um den Stammplatz zwischen den Pfosten!

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