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09.08.2006 08:39 Uhr

Alle Jahre wieder ... zum Auftakt ins Breisgau

Fast hat man sich schon daran gewöhnt: Ausgerechnet im Hochsommer muss der FC Hansa in die heißeste Stadt Deutschlands reisen. Wie schon am 9. August 2003 und am 7. August 2004 steht auch am 13. August 2006 das erste Auswärtsspiel der Saison beim SC Freiburg auf dem Programm. Und an was man sich dort ebenfalls schon gewöhnt hat: Auf der Spielwiese am linken Ufer des Flüsschens Dreisam enden die Begegnungen zwischen den Breisgauern und ihren Gästen von der Ostsee permanent unentschieden. Man trennte sich 0:0, 1:1, 2:2, 0:0 und in der Vorsaison dann erneut 2:2, daran änderte auch der neue Name der Arena, die sich seit einem Jahr "Badenova" nennt, obwohl sie keineswegs zum Schwimmstadion umgebaut wurde, nichts.
Fest steht auch diesmal, dass nach Freiburg zunächst 1000 Kilometer Hin- und anschließend noch einmal 1000 Kilometer Rückfahrt bewältigt werden müssen. Spannung jedoch wird darüber in der Luft liegen, ob es erstmals in diesem Jahrtausend zwischen dem gastgebenden SC Freiburg und dem FC Hansa wieder einen Sieger gibt. Und wenn ja, welche der beiden Mannschaften in der bevorstehenden Saison besser aus den Startlöchern kommt.
Laut Papierform ist zumindest die Favoritenrolle vergeben. Und zwar an die Hausherren, die die vergangene Saison auf dem undankbaren vierten Platz beendeten und erst am letzten Spieltag den direkten Wiederaufstieg knapp verpassten. Erschwerend kommt für die Hanseaten bekanntlich hinzu, dass das Auswärtsspiel mit den größten Anreise-Strapazen auf dem Programm steht. Und worauf die Statistiker noch gern verweisen: Weder in Erster oder Zweiter Bundesliga, noch im DFB-Pokal, konnte der FC Hansa je an der Dreisam gewinnen.
"Doch das ist Geschichte", könnte man entgegnen und hätte nicht unrecht. Denn entscheidend ist allein, was die Akteure am kommenden Sonntag ab 14 Uhr - der neuen Anstoßzeit für die Sonntagspiele der Zweiten Bundesliga - auf dem Rasen zu leisten im Stande sind. Warum sollten die Rostocker den Bock nicht endlich einmal umstoßen können? Auch wenn sich die Aufgebote beider Teams im Vergleich zur Vorsaison nicht grundlegend verändert haben.
Während in der Startelf von Frank Pagelsdorf mit Kapitän Stefan Beinlich sowie den beiden Außenverteidigern Dexter Langen und Christian Rahn voraussichtlich drei Neuzugänge stehen werden, hat sein Kollege Volker Finke, abgesehen von Talenten aus der eigenen Reserve, überhaupt nur drei Neuzugänge nach Freiburg gelotst. Dazu gehört mit Carsten Nulle auch ein Torhüter, der zuletzt ein kurzes Gastspiel beim polnischen Erstliga-Club Gornik Zabrze gab, aber ebenso bereits über Erfahrung in der Zweiten Bundesliga verfügt wie die beiden neuen Stürmer des SCF. Zwar konnten weder der 13fache kapverdische Nationalspieler Cafu, noch der elfmal für die Slowakei aufgelaufene Bencik, den Abstieg ihrer Ex-Vereine Sportfreunde Siegen bzw. 1.FC Saarbrücken zuletzt verhindern. Doch deren persönliche Trefferquote machte sie interessant für den SC Freiburg, der in der zurückliegenden Saison sogar drei Tore weniger erzielte als der FC Hansa und damit den sofortigen Wiederaufstieg in erster Linie auf Grund von Defiziten in der Offensive verpasst hatte.
Beim FC Hansa werden in Freiburg vorausssichtlich zwei zwei alte Bekannte stürmen. Und hoffentlich an ihre Torjägerqualitäten aus der Vorsaison anknüpfen können. Enrico Kern traf bei 17 Einsätzen während der Rückrunde immerhin achtmal ins Schwarze und Marcel Schied gehörte - neben Magnus Arvidsson - zu den Torschützen beim letztjährigen 2:2 in Freiburg. Er weiß also schon, wo das Tor steht.

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