Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

16.11.2005 16:52 Uhr

Aller guten Dinge sind drei

Die „3“ kann im Ost-Derby gegen Energie Cottbus zur magischen Zahl werden. Frei nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ will der F.C. Hansa seinen dritten Dreier in Serie feiern und könnte damit in der Tabelle bis auf drei Punkte an die drittplatzierten Lausitzer heranrücken.

Nach dem schwachen Saisonstart hat unsere Mannschaft unter der Regie von Frank Pagelsdorf in der 2. Liga inzwischen richtig Fahrt aufgenommen. Zuletzt gab es erstmals in dieser Spielzeit zwei Siege in Folge. Insgesamt kommt der F.C. Hansa auf drei Siege in den letzten vier Spielen, von den letzten acht Partien ging nur eine verloren (0:1 in Karlsruhe). Vor allem zu Hause ist die Mannschaft wieder eine Macht. Vier Siege in Serie (gegen Paderborn, Aachen, Aue und Unterhaching), dazu der 3:2-Triumph im DFB-Pokal gegen Bundesligist VfB Stuttgart können sich sehen lassen.

Dabei zeigte das Team um Kapitän René Rydlewicz teilweise beeindruckenden Fußball und begeisterte die Fans. Nach dem hochverdienten 1:0 im ersten Ost-Derby der Saison gegen Erzgebirge Aue traf unsere Mannschaft vor 20.000 Fans – 10.000 davon kauften ihre Karte erst an den Tageskassen und sorgten damit für einen Vereinsrekord (!) - gegen die SpVgg Unterhaching sogar viermal. Nach der frühen 1:0-Führung durch Marcel Schied (13.) ließ sich unser Team auch durch den zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand nach den beiden überraschenden Treffern von Stefan Buck (28. und 52.) nicht aus der Ruhe bringen.

Zunächst erzielte Marcel Schied gegen seine früheren Kollegen nach toller Vorarbeit von Rade Prica und Magnus Arvidsson per Kopf mit seinem vierten Saisontor den 2:2-Ausgleich (54.). Dann folgte der Auftritt von Rade Prica, der nach einem Tor und einer Vorarbeit im begeisternden Pokalspiel gegen Stuttgart noch einen Kapselriss erlitten hatte, dann aber von Hansas Mannschaftsarzt Dr. Frank Bartel und den Physiotherapeuten Peter Meier und Frank Schneller mit einer Spritzenkur und Behandlungen fast rund um die Uhr doch noch fit gemacht wurde. Erst erzielte der Schwede nach einer Rydlewicz-Flanke das 3:2 (73.), bevor er sechs Minuten später mit einer Energieleistung für den 4:2-Endstand sorgte.

„Noch am Sonnabend hätte ich nie und nimmer geglaubt, dass ich spielen kann. Doch unsere medizinische Abteilung hat großartige Arbeit geleistet“, bedankte sich Prica, den die Fans sogar als „Fußball-Gott“ feierten. „Es war eine sehr schöne Woche. Es ist sehr schön, dass die Fans hinter mir stehen. Aber als ,Fußball-Gott‘ fühle ich mich nicht.“ Trainer Frank Pagelsdorf verteilte nach der Partie ein „Kompliment an meine Mannschaft, wie sie nach dem Rückstand zurückgekommen ist“ und sein Sonderlob an Rade Prica: „Er hat trotz seiner Beschwerden auf die Zähne gebissen und uns sehr geholfen.“

Eine Woche nach dem Erfolg gegen Unterhaching gab es dann beim Schlusslicht 1. FC Saarbrücken auch den ersten Auswärtssieg der Saison. Allerdings musste der F.C. Hansa trotz einer beruhigenden 2:0-Führung nach Treffern von Magnus Arvidsson (22.) und dem ersten Profi-Tor von Tim Sebastian (32.) in der Schlussphase nach dem Anschlusstreffer von Yilmaz Örtülü (76.) noch ein bisschen um den ersten Dreier in der Fremde nach acht Monaten zittern, was Frank Pagelsdorf nach der souveränen ersten Halbzeit nicht gefallen hatte. Aber am Ende brachte sein Team den Erfolg über die Zeit und setzte sich danach ehrgeizige Ziele. „Bis zur Winterpause dürfen wir kein Spiel mehr verlieren, um dann mit möglichst geringem Punktabstand die Spitzenmannschaften anzugreifen“, sagte Michael Hartmann.

Vor der Partie gegen den Tabellendritten aus Cottbus, der punktgleich mit Tabellenführer VfL Bochum und 1860 München ist, darf der F.C. Hansa mit Blick auf die Statistik allerdings optimistisch sein. Denn die Gäste aus der Lausitz haben noch nie ein Punktspiel an der Ostsee gewonnen und erst ein Tor geschossen. In gemeinsamen Bundesliga-Zeiten gab es vor zwei torlosen Unentschieden einen 1:0-Erfolg am 5. Mai 2001 durch einen Treffer von René Rydlewicz. In der Oberliga gab es in fünf Spielen fünf Hansa-Siege mit 13:1 Toren.

 

Zurück

  • sunmakersunmaker