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12.02.2008 10:24 Uhr

Amir Shapourzadeh: Egal, wie oft Frankfurt zuletzt gewonnen hat

Überrascht waren am zurückliegenden Sonnabend in Nürnberg nicht nur die Rostocker Journalisten und die erneut zahlreich mitgereisten Hansa-Fans, sondern auch der betreffende Spieler selbst: Völlig unerwartet war Amir Shapourzadeh von Beginn an als Sturmspitze aufgeboten worden. „Auch ich hatte damit nicht gerechnet. Erst auf der Busfahrt vom Hotel ins Stadion hat mich der Trainer davon in Kenntnis gesetzt. Natürlich war ich total happy", erzählte der 25jährige Iraner, der nach der Winterpause beim Pokalspiel in Hoffenheim sowie in der Bundesliga-Partie daheim gegen den FC Bayern nicht einmal zum 18er Kader gehört hatte.

Auch in der Meisterschafts-Hinrunde war Amir Shapourzadeh lediglich viermal zum Einsatz gekommen, stand zum letzten Mal am 15. September 2007 in Bielefeld in der Startelf und wurde dort schon zur Pause durch Rene Rydlewicz ersetzt. Im Heimspiel zuvor gegen Borussia Dortmund war er ebenfalls für die rechte Mittelfeldseite nominiert worden und spielte sogar 79 Minuten lang - sein bislang längster Bundesliga-Einsatz. Hinzu kamen zwei Einwechslungen in den Heimspielen gegen Karlsruhe und Bochum, wo er für insgesamt 40 Minuten auf die Sturmposition von Victor Agali rückte.

In Nürnberg nun also schenkte ihm Frank Pagelsdorf wieder einmal von Beginn an das Vertrauen. Auch nach dem Spiel stand dem gebürtigen Teheraner die Freude im Gesicht geschrieben, obwohl er wusste: „Es wäre vielleicht sogar noch etwas mehr drin gewesen als der eine Punkt. Ich hatte einige gute Torchancen, auch schon in der ersten Halbzeit, zum Beispiel den Abpraller nach dem Schuss von Fin Bartels. Und als ich kurz vor meiner Auswechslung plötzlich alleine durch war, das war definitiv kein Abseits!“, ärgerte sich Amir, der nach dem langen Rathgeb-Pass noch in der eigenen Hälfte gestartet war.

Dennoch fiel sein Fazit der Nürnberg-Partie positiv aus: „Wir haben nach langer Zeit mal wieder auswärts gepunktet, uns dabei auch spielerisch deutlich gesteigert. Und dieser eine Punkt wird natürlich richtig was wert, wenn wir jetzt zu Hause gegen Frankfurt nachlegen. Es muss uns gelingen, auf die Nürnberg-Leistung aufzubauen, dann können wir auch die Frankfurter schlagen.“ Dabei interessiert Amir Shapourzadeh die aktuelle positive Serie der Eintracht überhaupt nicht: „Uns ist egal, wie oft die Frankfurter zuletzt gewonnen haben. Wir müssen zeigen, dass wir ein Heimspiel haben!“

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