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01.02.2012 14:39 Uhr

Analyse: VfL startet als Neunter in die Rückrunde

Nach dem denkbar knapp verpassten Wiederaufstieg in den beiden Relegationsspielen gegen Borussia Mönchengladbach hatte sich der VfL Bochum für die laufende Spielzeit erneut die Rückkehr in die Bundesliga auf die Fahnen geschrieben. Doch davon ist der Tabellendritte der Vorsaison meilenweit entfernt. Bei aktuell 15 Punkten Rückstand zum oberen Relegationsrang und nur noch 15 ausstehenden Spieltagen glauben wohl nur noch die allergrößten Optimisten an das Erreichen eines Aufstiegsplatzes.

Auch im Verein selbst hat man das ursprüngliche Saisonziel wohl schon zu den Akten gelegt. Nur so ist es sicherlich zu erklären, dass der VfL bis zum Beginn dieser Woche noch keinen Neuzugang präsentierte, obwohl in der Winterpause mit Torhüter Philipp Heerwagen, Abwehrspieler Matthias Ostrzolek (FC Augsburg) und Mittelfeldspieler Andreas Johansson (IFK Norrköping) gleich drei namhafte Akteure abgegeben wurden.

Als am Montag dieser Woche auch noch Stürmer Chong Tese zum 1.FC Köln wechselte, entschloss man sich allerdings doch noch zum Handeln. So kamen unmittelbar vor dem Ende der Transferperiode am Dienstag noch zwei neue Offensivkräfte an die Castroper Straße. Beim georgischen Meister FC Sestaponi wurde der 26-jährige Nikoloz Gelashvili entdeckt – er unterschrieb in Bochum bis zum 30. Juni 2015. Und mit dem gleichaltrigen Michael Delura wurde schließlich auch noch ein vereinsloser Akteur, der in der Vorsaison bei Arminia Bielefeld unter Vertrag stand, für zunächst ein halbes Jahr verpflichtet.

Als die Bochumer Mitte September nach sieben Spieltagen nur vier Punkte auf dem Konto hatten, wurde bereits der Trainer infragegestellt. Der Tabellenvorletzte beurlaubte Friedhelm Funkel und ersetzte ihn durch Andreas Bergmann, der zunächst allerdings auch keinen glücklichen Einstand feiern konnte. Nach der 0:4 Heimniederlage gegen den SC Paderborn 07 waren die Bochumer plötzlich sogar Tabellen-Schlusslicht und hatten nach acht Spieltagen bereits 14 Punkte Rückstand auf Rang 3.

In der Folgezeit jedoch konnte der neue Trainer den VfL wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. Von den elf ausstehenden Punktspielen bis zur Winterpause wurden immerhin sechs gewonnen und zwei weitere unentschieden gestaltet. Zuletzt im Dezember feierten die Bochumer einen 6:0 Kantersieg über Erzgebirge Aue, trotzten dem ungeschlagenen Herbstmeister Fortuna Düsseldorf ein 1:1 ab und gewannen beim FSV Frankfurt mit 2:0. Auch im abschließenden Pokal-Achtelfinale gegen Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern stand man nach der 1:0 Pausenführung vor einer Überraschung. Erst in der Nachspielzeit kassierte der VfL Bochum das entscheidende Gegentor zum 1:2 Endstand.

In die Zweitliga-Rückrunde gehen die Bochumer als Tabellenneunter und müssen sich in der aktuellen Verfassung sowie bei zehn Punkten Vorsprung auf den unteren Relegationsrang wohl auch keinerlei Sorgen mehr um den Klassenerhalt machen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie an den ersten sechs Spieltagen nach der Winterpause mehr Punkte sammeln als in den Hinspielen gegen die gleichen Gegner, in denen nur einer von 18 möglichen Punkten eingefahren wurde. Das war beim 0:0 gegen den F.C. Hansa, der nun am kommenden Sonntag zum Rückspiel in Bochum gastiert.

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