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14.01.2010 09:45 Uhr

Arminia Bielefeld darf auf sofortigen Wiederaufstieg hoffen

Von den drei Bundesliga-Absteigern hat Arminia Bielefeld die besten Aussichten, die sofortige Rückkehr ins Oberhaus zu schaffen. Das verdankt der Tabellendritte in erster Linie einer sicheren Abwehr. Torhüter Dennis Eilhoff musste bislang erst 14 Bälle aus dem eigenen Netz holen. Damit sind die Ostwestfalen neben dem souveränen Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern (13) die einzige Mannschaft der 2.Bundesliga, die durchschnittlich weniger als einen Gegentreffer pro Partie kassierte.

Mit der eigenen Torgefährlichkeit dagegen können die Schwarz-Weiß-Blauen nicht ganz so zufrieden sein. Nur 25 Treffer wurden in den bisherigen 17 Punktspielen markiert - das ist die geringste Ausbeute aller Mannschaften, die sich momentan Hoffnungen auf einen der vorderen Tabellenplätze machen dürfen.

Kein Wunder also, dass in der Öffentlichkeit sogar schon über die Rückkehr des besten Torjägers der Vereinsgeschichte spekuliert wurde. Zumal Artur Wichniarek, der in der Vorsaison noch fast die Hälfte aller Bielefelder Tore geschossen hatte, bei seiner neuen Mannschaft Hertha BSC bislang nicht so richtig einschlagen konnte.

Aktuell sieht es allerdings danach aus, als würde die Arminia mit unverändertem Kader in die Rückrunde starten. Und so ruhen die Hoffnungen von Trainer Thomas Gerstner wohl in erster Linie weiter auf Giovanni Federico, der im vergangenen Sommer vom Mitabsteiger Karlsruher SC auf die Bielefelder Alm gewechselt war. Der offensive Mittelfeldspieler schoss in der ersten Saisonhälfte neun Tore seiner Mannschaft selbst und bereitete fünf weitere vor. Er war also an mehr als der Hälfte aller Treffer unmittelbar beteiligt. Zweitbester Arminia-Schütze der Hinrunde ist mit fünf Toren der sambische Nationalspieler Christopher Katongo, der den Bielefeldern wegen der Nominierung für den Afrika-Cup zu Beginn der Rückrunde aber nicht zur Verfügung steht.

Die Ostwestfalen haben ebenfalls auf ein Trainingslager in der Ferne verzichtet und sich zu Hause auf die zweite Halbserie vorbereitet. Im Gegensatz zum F.C. Hansa konnten sie dabei auch den abschließenden Härtetest gegen einen Erstliga-Vertreter absolvieren. Der Vergleich mit Hannover 96 wurde auf dem schneebedecktem Rasen der heimischen Schüco-Arena allerdings mit 0:1 verloren. Zudem musste man die Niederlage mit der schweren Knieverletzung von Verteidiger Maik Rodenberg, der nach einem Außen- und Kreuzbandriss bis zum Saisonende ausfällt, teuer bezahlen.

Nach der missglückten Generalprobe geht es für die Bielefelder nun darum, die gute Ausgangsposition im Vorderfeld der Zweitliga-Tabelle zu behaupten. Der dritte Rang, den die Mannschaft aktuell belegt, würde am Saisonende immerhin zu zwei Relegationsspielen um den Bundesliga-Aufstieg berechtigen. Die erste von 17 ausstehenden Hürden auf dem Weg dorthin heißt Rostock, wo es am Montag (18. Januar) ab 20.15 Uhr zum Duell zwischen dem F.C. Hansa und der Arminia kommt. Bislang konnten die Bielefelder allerdings noch keines ihrer sechs Gastspiele an der Ostsee gewinnen.

Auch der letzte Auswärtssieg der laufenden Saison datiert bereits vom 26. Oktober, als man im Derby beim SC Paderborn 07 mit 2:0 triumphierte und damit das vierte Auswärtsspiel in Serie siegreich gestaltete. Seitdem gab es in der Fremde nur noch zwei torlose Unentschieden in Frankfurt und Oberhausen sowie zwei knappe Niederlagen in Kaiserslautern (0:1) und Düsseldorf (2:3). Dennoch gehören die Ostwestfalen nach der ersten Hälfte der Saison immer noch zu den vier auswärtsstärksten Mannschaften der 2. Bundesliga.

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