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26.02.2008 15:18 Uhr

Assani hofft erneut auf Einsatz in der Startelf

Am vergangenen Sonnabend konnte er schon wieder eine Stufe auf seiner persönlichen Karriereleiter erklimmen. Im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund stand Assani Lukimya-Mulongoti, dessen Bundesliga-Erfahrung sich zuvor auf lediglich drei Einwechslungen und insgesamt 66 Spielminuten beziffern ließ, erstmals in der Startelf der Hanseaten.

Davon hatte der inzwischen 22jährige Verteidiger selbst vor zehn Jahren noch nicht einmal geträumt, denn in Sachen Fußball war er eigentlich ein Spätstarter. Natürlich bolzte er im Kongo, wo er 1986 geboren wurde und seine ersten acht Lebensjahre verbrachte, schon mit den anderen Kindern auf der Straße. Doch als er mit seiner Familie nach Berlin umgesiedelt war, weil sein Vater als Gitarrist einer afrikanischen Folk-Band vorwiegend in Europa auftrat, standen dann zunächst andere Sportarten wie Leichtathletik, Tennis oder Basketball im Mittelpunkt. Erst, als Assani 13 Jahre alt war, schloss er sich dann der Fußballabteilung des SV Norden Nordwest an.

Über die Station Tasmania Gropiusstadt landete er im Sommer 2004 schließlich bei Hertha BSC, wo er zunächst noch ein Jahr in der A-Junioren-Bundesliga eingesetzt wurde und danach zwei Jahre lang für Hertha BSC II in der Regionalliga spielte. Im vergangenen Sommer erhielt er dann vom F.C. Hansa einen zunächst für ein Jahr ausgelegten Amateurvertrag, der inzwischen aber schon in einen bis 30. Juni 2010 datierten Profi-Vertrag umgewandelt wurde. Und das aus gutem Grund! Denn kaum war Assani in Rostock angekommen, wo er eigentlich zum Kader der Oberligamannschaft zählen sollte, stand er auch schon im Fokus von Bundesliga-Coach Frank Pagelsdorf. Bald durfte er regelmäßig mit den Profis trainieren, stand sogar schon eine Woche vor dem Punktspielstart im 18er Kader für das DFB-Pokalspiel der Hanseaten bei Rot-Weiß Hasborn.

Sein Bundesliga-Debüt feierte Assani dann am 6. Oktober in Wolfsburg, auch wenn dies seinerzeit unter keinem guten Stern stand. Nachdem er in der 87. Minute für Kai Bülow auf das Spielfeld gekommen war, kassierten die Hanseaten noch den entscheidenden Gegentreffer zur 0:1 Niederlage beim VfL. Erfolgreicher verlief da schon seine Heimpremiere - und nicht nur, weil er gegen Energie Cottbus fast eine Stunde lang auf dem Rasen stand. Eingewechselt bereits in der ersten Halbzeit für den verletzten Innenverteidiger Tim Sebastian konnte auch er den 3:2 Heimsieg über die Lausitzer persönlich auskosten.

Nach einem weiteren Kurzeinsatz in der Schlussphase in Nürnberg war es dann am vergangenen Sonnabend in Dortmund soweit. Erstmals stand Assani nicht nur in der Startelf, sondern durfte auch über die kompletten 90 Minuten ran. „Das war natürlich noch wieder ganz anders als zu Hause gegen Cottbus. Wenn man nicht nur eingewechselt wird, sondern mit der Mannschaft einläuft, das ist ein tolles Gefühl. Und dann noch vor dieser riesigen Kulisse!“
Zu einem optimalen Tag fehlten in Dortmund allerdings die Punkte. Zudem hat der 1,89 m großen Verteidiger, der beim BVB als rechter Außenverteidiger eingesetzt wurde, momentan auch noch eine schmerzhafte Folge seines Einsatzes auszukurieren. „Eine Verhärtung im rechten Oberschenkel, die ich am Spieltag noch gar nicht bemerkt hatte. Erst am nächsten Tag beim Aufstehen spürte ich dann die Schmerzen“, erklärt Assani, der zu Beginn der laufenden Woche noch nicht wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Doch er hofft natürlich, dass er bis zum Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen Arminia Bielefeld wieder fit ist. Zumal neben Dexter Langen mit Benjamin Lense möglicherweise auch noch ein weiterer Kandidat für die rechte Position in der Viererkette ausfällt. Und für Assani Lukimya-Mulongoti ein weiteres Etappenziel in Reichweite liegt: Erstmals mit der Startelf des F.C. Hansa auf den Rasen der DKB-Arena auflaufen...

 

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