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18.08.2009 11:53 Uhr

Aufsteiger 1. FC Union ist mit optimaler Punktausbeute gestartet

Der 1. FC Union ist auf seiner Achterbahnfahrt durch die letzten beiden Jahrzehnte wieder in luftiger Höhe angekommen. Und das zum zweiten Mal innerhalb von acht Jahren, nachdem die Berliner in der Saison 2000/2001 mit dem Einzug in das DFB-Pokalfinale sowie dem erstmaligen Aufstieg in die 2.Bundesliga ihren bis dato größten Erfolg der Nachwende-Ära feiern konnten.

Erstklassig waren die Fußballer aus dem Stadtbezirk Köpenick lediglich zu DDR-Zeiten, als sie zwischen 1950 und 1989 insgesamt 19 Spielzeiten lang, dabei aber nie länger als vier Jahre in Serie, der DDR-Oberliga angehörten. Nach der Vereinigung der beiden deutschen Fußball-Verbände sollten dann die bittersten Jahre für die Fans der „Eisernen“ anbrechen. Bei den drei vergeblichen Anläufen zum Sprung in den Profi-Fußball sicherte man sich zwischen 1992 und 1994 zwar regelmäßig souverän und mit mehr als 100 Saisontoren den ersten Platz in der Amateur-Oberliga, scheiterte jedoch einmal in der Aufstiegsrunde und sogar zweimal bei der Lizenzvergabe.

Nach sieben Jahren in der neu gebildeten Regionalliga und damit insgesamt zehn Jahren in der Drittklassigkeit gehörte der 1. FC Union ab der Saison 2001/02 erstmals der 2.Bundesliga an, musste diese Spielklasse aber nach drei Jahren wieder verlassen. Und schlimmer noch: Innerhalb von 12 Monaten ging es per Schussfahrt direkt in die inzwischen nur noch viertklassige Oberliga und so hatte man im Sommer 2005 wieder einmal die Talsohle der Achterbahnfahrt erreicht.

Beflügelt vom historischen 8:0 Erfolg über Erzrivale BFC Dynamo ging es allerdings wieder aufwärts mit dem 1. FC Union, der 2006 (in die Regionalliga), 2008 (in die neue 3. Liga) und 2009 (in die 2. Bundesliga) dreimal den Aufstieg feiern konnte. Dieser erfolgreichen Mannschaft vertraut Trainer Uwe Neuhaus auch in der kommenden Saison, denn er hat neben dem erst Ende Juli von Werder Bremen ausgeliehenen Kolumbianer John Jairo Mosquera nur drei weitere Neuzugänge an die Alte Försterei gelockt. Bei diesem Trio handelt es sich um den belgischen Verteidiger Bernd Rauw (Kickers Emden) sowie die Mittelfeldspieler Dominic Peitz (VfL Osnabrück) und Björn Brunnemann (FC St.Pauli). Letzterer gehört damit neben Stürmer Shergo Biran, Torhüter Carsten Busch, Co-Trainer Andre Hofschneider und Sportdirektor Christian Beeck zur Fraktion der Ex-Hanseaten bei den Berlinern.

Schaut man sich den Saisonstart der Unioner an, gleicht auch er schon wieder einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Ausgerechnet das Pflichtspiel-Comeback im Stadion an der Alten Försterei, das die Union-Fans innerhalb eines Jahres fast in Eigenregie modernisiert hatten, wurde zu einer Demütigung. Die 0:5-Niederlage gegen Werder Bremen war das höchste Ergebnis aller 32 Erstrundenspiele im DFB-Pokal, selbst alle teilnehmenden Amateur-Vereine hatten besser abgeschnitten!

Eine Woche später jedoch waren die Berliner nicht nur sprichwörtlich wieder obenauf, sondern nach dem 3:0-Auswärtssieg bei Rot-Weiß Oberhausen auch erster Tabellenführer der 2.Bundesliga. Und am zweiten Spieltag, als zu Hause das Aufsteiger-Duell mit Fortuna Düsseldorf auf dem Programm stand, siegte der 1. FC Union ebenfalls ohne Gegentor. Den knappen 1:0-Erfolg sicherte ein Treffer des erst kurz zuvor eingewechselten Ex-Düsseldorfers Kenan Sahin. Damit grüßt der 1. FC Union nach dem zweiten Spieltag mit optimaler Punktausbeute von Rang 2 der Zweitligatabelle und würde im zweiten Heimspiel innerhalb von sechs Tagen nur zu gern erneut die Punkte an der Alten Försterei behalten. Doch da hat auch der F.C. Hansa ein Wörtchen mitzusprechen, der mit einem Sieg am kommenden Freitag ab 18 Uhr in Berlin immerhin nach Punkten zum direkten Kontrahenten aufschließen könnte. Eine spannende Partie scheint also vorprogrammiert zu sein...

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