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19.11.2013 09:55 Uhr

Aufsteiger RasenBallsport Leipzig peilt den Durchmarsch an

Am kommenden Sonnabend steigt in der Leipziger Red Bull Arena eine echte Premiere – zum ersten Mal wird der F.C. Hansa ein Pflichtspiel gegen die Vertretung des RasenBallsport Leipzig e.V. bestreiten. Der erst im Mai 2009 gegründete Verein konnte aufgrund einer zwischenzeitlichen Spielgemeinschaft mit dem SSV Markranstädt gleich in der NOFV-Oberliga Süd an den Start gehen und schaffte den sofortigen Aufstieg in die Regionalliga, wo die selbsternannten „Roten Bullen“ dann als eigenständiger Verein an den Start gingen und sich perspektivisch den Durchmarsch in die Bundesliga zum Ziel gesetzt hatten.

Allerdings dauerte es drei Jahre, bis die nächste Hürde genommen werden konnte. Nach Rang 4 bzw. Rang 3 in den ersten beiden Spielzeiten holten die Leipziger in der vergangenen Saison den Meistertitel der Regionalliga Nordost, dem allerdings noch zwei Relegationsspiele gegen den Titelträger der Regionalliga West folgten. Zuhause besiegten die RasenBallsportler die Sportfreunde Lotte mit 2:0, lagen im Rückspiel nach regulärer Spielzeit allerdings mit 0:2 im Rückstand, so dass die Begegnung verlängert werden musste. Erst ein Eigentor der Gastgeber und ein verwandelter Foulelfmeter sorgten noch für das 2:2-Unentschieden und den endgültigen Aufstieg der Leipziger.

In der 3. Liga sieht es aktuell danach aus, als würden die Leipziger den nächsten Aufstieg schon innerhalb eines Jahres realisieren können. Nach 16 Spieltagen belegen sie den zweiten Tabellenplatz  und haben drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Dass man sich nicht schon deutlicher absetzen konnte, liegt an der relativ bescheidenen Auswärtsbilanz, die mit vier Siegen sowie vier Niederlagen nur ausgeglichen ist. Ohne Punkte kehrte man von den Auswärtsspielen gegen SV Wehen Wiesbaden, SV 07 Elversberg, VfL Osnabrück und Chemnitzer FC nach Hause zurück.

In der heimischen Red Bull Arena, wo sie von durchschnittlich fast 12.000 Zuschauern unterstützt werden, sind die Leipziger allerdings eine Macht. Als einziger Drittligist haben sie zuhause noch nicht verloren! Aus den letzten sechs Heimspielen wurden sogar 16 von 18 möglichen Punkten geholt – nur gegen den aktuellen Tabellendritten SpVgg Unterhaching kassierte man kurz vor dem Ende noch den 2:2 Ausgleich. An den zurückliegenden fünf Spieltagen siegten die Leipziger viermal ohne Gegentor – gewannen sogar beim souveränen Spitzenreiter in Heidenheim (2:0) und das Verfolgerduell am vergangenen Spieltag beim Tabellendritten Darmstadt (1:0). Die komplette Startelf aus dem Darmstadt-Spiel wurde am vergangenen Sonnabend dann geschont, denn bei ihrem 11:0-Erfolg über den Kreisoberligisten BSV Gelenau spazierten die Leipziger ausnahmslos mit Spielern der zweiten Garnitur in das Achtelfinale des Sachsen-Pokals.

Auch am kommenden Sonnabend ab 14 Uhr, wenn es am 17. Drittliga-Spieltag gegen den F.C. Hansa geht, sind die „Roten Bullen“ wieder favorisiert, denn in der Tabelle trennen den Zweiten vom Elften immerhin acht Punkte. Ein Wiedersehen wird es in Leipzig auch mit zwei Ex-Hanseaten geben, denn Perry Bräutigam arbeitet dort als Torwarttrainer und Tim Sebastian trägt das Trikot mit der Rückennummer 8. Der 29-jährige Defensiv-Spezialist, der für den F.C. Hansa 133 Meisterschaftsspiele in der Bundesliga und der 2. Bundesliga bestritt, stand zuletzt achtmal in der Startelf und wurde sechsmal eingewechselt.

Als die Leipziger Arena noch Zentralstadion hieß, gastierten die Hanseaten bereits sechsmal im seinerzeit größten deutschen Stadion und mussten sich nur einmal – beim 1:3 gegen den 1.FC Lok Leipzig am 9. November 1974 – geschlagen geben. Die spektakulärste Begegnung war zweifellos das Gastspiel beim 1.FC Lok am 3. März 1979, denn das damalige 5:5 ist als das torreichste Unentschieden aller Zeiten in die Vereinsgeschichte des F.C. Hansa eingegangen. Punkteteilungen gab es auch in den beiden Oberliga-Punktspielen gegen Chemie Leipzig am 1. April 1964 (3:3) sowie am 4. Dezember 1965 (2:2). Und die beiden Meisterschaftsspiele der 2. Bundesliga beim VfB Leipzig konnte der F.C. Hansa sogar siegreich gestalten. Am 28. August 1992  wurde im Zentralstadion mit 2:1, am 28. April 1995 mit 1:0 gewonnen. Diese Begegnung blieb dann bislang auch das letzte Pflichtspiel der ersten Mannschaft des F.C. Hansa gegen ein Team aus der Messestadt. Genau 6784 Tage später kommt es an gleicher Stelle nun zum Premieren-Duell mit RasenBallsport Leipzig.

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