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22.05.2006 08:09 Uhr

B-Jugend des F.C. Hansa kämpft um die Deutsche Meisterschaft

Die Bundesliga-Saison 2005/2006 ist zu Ende, der DFB-Pokal ausgespielt. Der FC Bayern freute sich über das doppelte Double. Aber im Jugend-Fußball stehen noch einige Entscheidungen aus. Die A-Junioren und die B-Junioren in Deutschland kämpfen noch um die Deutsche Meisterschaft.
Während die A-Junioren des F.C. Hansa Rostock in dieser Saison unter Leitung von Trainer Gerald Dorbritz mit einer sehr jungen Mannschaften einen sechsten Platz in der Bundesliga Nordost belegten, absolvierten die B-Junioren ihr Championat in der Regionalliga mit dem 2. Platz.
Damit haben die Schützlinge von Trainer Roland Kroos die Qualifikation um die Deutsche Meisterschaft erreicht.
Am Mittwoch, treten die 15 und 16jährigen Jugendfußballer des F.C. Hansa Rostock in einem Heimspiel um 17. 00 Uhr in Bützow gegen den BVB Borussia Dortmund an. Die Westfalen siegten in der Regionalliga West mit 69 Punkten und 67:15 Toren vor Borussia Mönchengladbach(56:30/55 Punkte).
Die Hansi-Bubis ihrerseits landeten hinter Hertha BSC (89:16/72 Punkte) und vor Energie Cottbus (55:31/48 Punkte) mit 66 Punkten und 75:33 Toren.
Die Hanseaten, im Vorjahr unter Trainer Thomas Fink sensationeller Deutsche Vizemeister hinter Hertha BSC/0:2), gehen gegen den BVB als Außenseiter ins Rennen. Hansa-Scout Juri Schlünz und B-Junioren-Trainer Roland Kroos beobachteten den Gegner in zwei Spielen: „Borussia ist ein harter Brocken mit drei überragenden Spielern in allen Mannschaftsteilen. Vadid Vrzogic, Marco Dej und Rapahel Lorenz sind ihre besten Leute. Wir hatten in den letzten Monaten viel Verletzungspech. Aber wir werden natürlich unsere Außenseiterchance wahrnehmen.“
Das Losglück hatten die Jungs schon: Gelingt dem F.C. Hansa ein Sieg, behält die Mannschaft sogar bis zu einem möglichen Finale jeweils das Heimrecht!
Übrigens. Im Fußball-Landespokalfinale der B-Junioren sicherte sich Regionalligist FC Hansa Rostock am letzten Mittwochabend in Malchow durch einem 2:1-Sieg über Landesligist 1. FC Neubrandenburg die Trophäe. Maximilian Rausch (1:0 / 48.) und Tobias Jänicke (2:1 / 68.) erzielten da die Tore für die Hanseaten. Das letzte Punktspiel beendeten die Hanseaten am Sonntag mit einem 1:1 gegen Energie Cottbus.


Roland Kroos, Trainer der B-Jugend im Interview

Herr Kroos, Sie haben mit Juri Schlünz vor dem Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft Borussia Dortmund zweimal beobachtet, wie beurteilen Sie die Chancen?
Kroos: Ja, wir sahen den BVB gegen Bochum (5:1) und gegen Köln (5:2). Das ist eine kompakte Mannschaft mit drei guten Individualisten. Vadid Vrzogic, Marco Dej und Rapahel Lorenz. Sie sind allesamt DFB-Juniorenauswahlspieler und haben teilweise auf bei dem EM der U17 in Luxemburg mitgewirkt. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Bei uns muss schon alles passen, um erfolgreich zu sein.
Wo liegen die Probleme: Mit Person, White, Drecoll, Jänicke oder Kühn hatten wir in den letzten Monaten immer wieder verletzte ältere Spieler. Das hat uns zurückgeworfen.
Sie haben gegen Hertha jeweils 1:4 bzw. 1:3 verloren. Ist dieses Dortmunder Mannschaft stärker oder schwächer…?
Kroos: Ich halte sie für stärker. Sie sind der Favorit, wir der Außenseiter.
Aber teilweise haben Ihre Jungs auch schon in den A-Junioren gespielt…
Kroos: Ja, richtig, Patrick Kühn, Kay-Uwe Pittwehn, Tobias Jänicke, Stefan Person und Stephan Gusche haben teilweise auch schon mal oben angeklopft – weil dort ja auch schon Spieler zu den Amateuren mussten. Aber diese Leistungsherausforderung wollen wir ja. Fordern durch fördern und fördern durch fordern…
Wer fällt aus?
Kroos:  Felix Bloch, Nico Duszynski, Max Kremer und Felix Drecoll sind momentan noch verletzt. Diese Jungs fehlen uns natürlich.
Wer verlässt nach der Saison die Mannschaft?
Kroos: Gohlke geht nach Greifswald zurück. Toni Kroos wechselt bekanntlich zum FC Bayern München. Nächstes Jahr haben wir dann neun alte und neun junge Spieler.
Apropos Toni, wie beurteilen Sie die Leistungen Ihres Sohnes als einzigen EM-Teilnehmer in Luxemburg?
Kroos: Toni hat sein Zeug gemacht, als jüngster Spieler gut mitgehalten und auch schon Akzente gesetzt. Er wurde aber auch noch etwas vom Trainer geschont – wenn es lief. Den 4. Platz halte ich nicht dem Leistungsniveau entsprechend. Unsere Jungs waren besser. Das sah man in der Vorrunde. Aber sie hatten gegen Russland das Pech eines erolgreichen Konters.
Wie geht es mit Toni jetzt weiter?
Kroos: Er beendet im Juni die 10. Klasse und beginnt am 17. Juni das Fachgymnasium in München.
Überraschend hat sich Ihr Sohn Felix jetzt auch von der C-Jugend schon seit Jahresbeginn in die B-Jugendelf gespielt?
Kroos: Stimmt. Das war nicht so vorgesehen, aber wir mussten ja auch unseren Kader auffüllen und Felix hat sich schnell rein gefunden, in den letzten Wochen zehn Treffer geschossen.
Wachsen denn in den C-Junioren neue Talente heran?
Kroos: Ja, durchaus. Mit Marcel Georg, Florian Brügmann, Kevin Müller und eben Felix Kroos haben wir momentan ja schon vier Jungs bei den DFB-Sichtungen. Mit den Hallensern Toni Lindenhahn und Maximilian Prautzsch kommen noch zwei kleine Rohdiamanten dazu.
Viel Glück für das Viertelfinale.
Die Mannschaft hatte nach Thomas Finck und Robert Roelofsen sowie Ihnen in der Saison drei Trainer. War das ein Problem?
Kroos: Nein, nie. Wir kennen uns alle gut, sprechen eine gemeinsame Sprache, wollen alle das Gleich und kannten auch die Jungs bestens. Ich hatte ja viele Spieler zuvor schon in der C-Jugend. Also lief alles reibungslos als Thomas die Amateure übernahm und Robert in die Bundesliga nach Wolfsburg ging. Und sie werden uns jetzt bestimmt auch die Daumen ganz fest drücken.
Wer ist Ihr Meisterschaftsfavorit?
Kroos: Der Titel wird in jedem Fall über den TSV 1860 München gehen…Die bestimmen das Niveau dieser Altersklasse, sie stellten das Groß der Nationalelf in Luxemburg, sie haben die besten Individualisten, u.a. mit den Gebrüder Bender…

Na dann, viel Glück im Viertelfinale!

 

B-Junioren-Meisterschaft
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Alle Endspiele seit 1977
Jahr  Paarung  Ergebnis
2005  Hansa Rostock - Hertha BSC Berlin  0:2
2004  Energie Cottbus - VfB Stuttgart  1:2
2003  VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin  1:4
2002  FC Schalke 04 - VfB Stuttgart  3:1 n.V.
2001  Bayern München - Borussia Dortmund  4:0
2000  Hertha BSC Berlin - Bayern München  1:0
1999  VfB Stuttgart - Borussia Dortmund  3:1
1998  Borussia Dortmund - VfB Stuttgart  2:2 n.V., 3:2 i.E.
1997  Bayern München - Werder Bremen  3:0
1996  Borussia Dortmund - 1. FC Saarbrücken  6:1
1995  VfB Stuttgart - Hannover 96  3:1
1994  VfB Stuttgart - Hannover 96  3:0
1993  Borussia Dortmund - FC Carl Zeiss Jena  5:1
1992  Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern  2:1
1991  Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin  2:2 n.V., 8:4 i.E.
1990  1. FC Köln - VfB Stuttgart  2:1
1989  Bayern München - Hertha Zehlendorf  1:1 n.V., 5:4 i.E.
1988  Hertha Zehlendorf - VfB Stuttgart  2:1
1987  Bayer Uerdingen - 1. FC Nürnberg  4:0
1986  VfB Stuttgart - Schwarz-Weiß Essen  5:0
1985  VfL Bochum - Kickers Offenbach  3:0
1984  Borussia Dortmund - München 1860  1:0
1983  1. FC Kaiserslautern - Werder Bremen  2:1
1982  SG Wattenscheid 09 - Eintracht Frankfurt  3:1
1981  Borussia Mönchengladbach - Eintracht Fankfurt  1:0
1980  Eintracht Frankfurt - Schalke 04  2:1
1979  Blau-Weiß Berlin - FC Augsburg  1:1 n.V., 5:4 i.E.
1978  Schalke 04 - Hertha Zehlendorf  6:0
1977  Eintracht Frankfurt - Schalke 04  2:1

 

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