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21.11.2007 12:00 Uhr

Beim HSV noch nie mehr als ein Tor erzielt

Wenn der F.C. Hansa bislang beim Hamburger SV antreten musste, reiste er fast immer als Außenseiter in den Hamburger Volkspark. Obwohl in den bisherigen elf Gastspielen erst sechs Tore gelangen, konnte dort schon zweimal gewonnen und zweimal unentschieden gespielt werden. Bis auf eine Ausnahme datieren die Rostocker Punktgewinne allerdings schon aus den Neunziger Jahren.

Die ersten beiden Duelle im Volksparkstadion nach dem Wiederaufstieg der Hanseaten endeten jeweils 1:1 unentschieden. Am 6.Spieltag der Saison 1995/96 brachte Albertz den HSV nach 13 Spielminuten mit 1:0 in Front, doch auf Vorlage von Stefan Beinlich erzielte Steffen Baumgart nur fünf Minuten später seinen fünften Saisontreffer und verteidigte damit gleichzeitig den 1.Platz in der Bundesliga-Torschützenliste! Eineinhalb Jahre später war die Torfolge ähnlich: Nach 20 Minuten gibt Schiri Jansen aus Essen einen Foulelfmeter, den Spörl für die Gastgeber verwandelt. Den Ausgleich für den F.C. Hansa, der seinen vorletzten Platz nicht verbessern kann, erzielt Jonathan Akpoborie nach gut einer Stunde Spielzeit. Dass der „kicker" dem HSV-Torhüter Golz die Note 1,5 gab und ihn zum Spieler des Tages kürte, sagt allerdings einiges über den wahren Spielverlauf. Doch zum ersten Sieg im Volksparkstadion reichte es dann neun Monate später. Am 21.Dezember 1997 machte Sergej Barbarez, der schon nach 14 Minuten ein Zuspiel von Timo Lange zum einzigen Treffer der Partie nutzte, allen Hansa-Fans ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk. Übrigens handelte es sich bei all diesen drei Begegnungen, in denen der F.C. Hansa ungeschlagen geblieben war, um Sonntag-Spiele.

Nur ein einziger Treffer fiel dann auch in den nächsten beiden Spielzeiten. Wie schon beim allerersten Duell in Hamburg, als die Rostocker am 9.Mai 1992 durch den Treffer eines gewissen Emerson (65.) verloren hatten, endeten auch die Begegnungen am 25.September 1998 sowie am 7.April 2000 jeweils mit einer 0:1 Niederlage aus Rostocker Sicht. Es waren schwarze Freitage für die Hanseaten, die beide Partien in Unterzahl beenden mussten. Besonders stark gehandicapt waren sie 1998, als Schiri Weber aus Essen schon nach 16 Minuten die Rote Karte gegen Abder Ramdane zeigte. Nach einer Stunde und Gelb-Rot gegen Igor Pamic sogar in doppelter Unterzahl, verteidigte der F.C. Hansa das 0:0 lange mit aller Macht. Doch sieben Minuten vor dem Ende leitete ausgerechnet der Ex-Rostocker Martin Groth mit seiner Flanke auf den Kopf von Panadic das Siegtor der Hamburger ein. In der folgenden Saison erzielte Groth das entscheidende 1:0 sogar selbst, während Torhüter Pieckenhagen nach gut einer Stunde wegen eines angeblichen Handspiels außerhalb des Strafraumes Rot sah. Was Trainer Zachhuber – sonst die Ruhe in Person – so erzürnte, dass er auf die Tribüne geschickt wurde.

Im Vergleich zu den vorherigen sechs Duellen sahen die Zuschauer am 29.April 2001 ein relativ torreiches Spiel. Bachirou Salou hatte den F.C. Hansa schon nach drei Minuten in Führung gebracht, doch mit der ersten bzw. letzten Aktion der zweiten Halbzeit sorgten Heinz (46.) und Bester (90.) für den 2:1 Sieg des HSV. Den obligatorischen Platzverweis für die Gäste erhielt diesmal Victor Agali (75.).

Einen Auswärtssieg beim HSV konnten die Hanseaten allerdings auch noch im neuen Jahrtausend feiern – und zwar am 28.Oktober 2001, natürlich wieder an einem Sonntag! Den 1:0 Erfolg sicherte Markus Beierle nach Zuspiel von Antonio Di Salvo drei Minuten vor der Pause. In der Saison 2002/03 trafen sich beide Mannschaften dann erst am letzten Spieltag in der AOL-Arena, wobei sich die Hanseaten von Schiedsrichter Jansen aus Essen regelrecht verschaukelt fühlten. Der „kicker", der dem Referee die Note 5,5 gab, hatte es genauso gesehen. Das Fachblatt konnte weder die Gelb-Rote Karte gegen Godfried Aduobe nachvollziehen, wegen der die Hanseaten schon in der ersten Halbzeit in Unterzahl spielen mussten, noch die „Entscheidungen vor dem 1:0, als Maltritz wegen Nachtretens gegen Kientz Rot hätte sehen müssen." Sah er aber nicht, sondern es gab Freistoß für den HSV, den Cardoso in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verwandelte, was Trainer Armin Veh nicht so hinnehmen wollte. Meckern durfte er anschließend aber nur noch auf der Tribüne und sah von dort, wie Romeo den 2:0 Endstand besorgte.

Vier Monate später gab es dann die Möglichkeit zur Revanche, denn Martin Max hatte schon nach 10 Minuten die Hansa-Führung besorgt. Und zur Abwechslung sah mit Hoogma nach knapp einer Stunde auch einmal ein Hamburger Gelb-Rot. Doch in Überzahl gelang den Hanseaten nicht mehr viel und man wunderte sich sehr, warum Armin Veh nicht von seinem Auswechselkontingent Gebrauch machte. Kurz darauf wurde dann seine Rückkehr zum FC Augsburg bekannt. Das Spiel in Hamburg übrigens verlor der F.C. Hansa nach Gegentreffern durch Romeo (69.) und Reinhardt (85.) noch mit 2:1. Und auch im bislang letzten Vergleich zwischen beiden Teams gingen die Rostocker als Verlierer vom Platz. Am 23.April 2005 sorgten – nach einen 0:0 Pausenstand – drei Treffer innerhalb einer Viertelstunde für den 3:0 Sieg der Gastgeber, bei dem erstmals überhaupt in Hamburg eine der beiden Mannschaften mehr als zwei Tore erzielt hatte. Dem F.C. Hansa allerdings gelang in seinen bisherigen elf Gastspielen beim HSV noch nie mehr als ein Treffer. Doch jede Serie reißt bekanntlich irgendwann einmal ...

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