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21.07.2006 08:01 Uhr

Beinlich: Hansa als größte Herausforderung

Er ist einer der prominentesten Fußballer in der 2. Bundesliga: Stefan Beinlich, Ex-Nationalspieler und Neuzugang beim FC Hansa. Am Sonntag trifft der 34-jährige Mittelfeldmann mit den Rostockern in einem Testspiel (17 Uhr, Stadion Luftschiffhafen) auf den Oberligisten SV Babelsberg 03. Sieben Wochen später reist der Routinier abermals nach Potsdam, dann zum Erstrundenspiel im DFB-Pokal. Mit "Paule" Beinlich sprach MAZ-Redakteur Christian Ernst.
 
Enrico Röver - was fällt Ihnen zu diesem Namen ein?

Beinlich: Mit dem habe ich in Rostock Ende der 90er Jahre vereinzelt zusammengespielt, ein Linksfuß, die sind immer für Überraschungen gut.

Röver hat die letzten sechs Jahre in Babelsberg gekickt und wird am Sonntag beim Hansa-Spiel verabschiedet.

Beinlich: Was, schon? Der ist doch zwei Jahre jünger als ich.

Nein, er ist 36, also zwei Jahre älter. Aber wo wir schon beim Fußballalter sind, Sie hatten monatelang körperliche Probleme, beim Hamburger SV gab es keinen neuen Vertrag. Wie fühlen Sie sich denn jetzt?

Beinlich: Kaputt - wie man sich immer nach einer anstrengenden Vorbereitung fühlt. Derzeit sind wir im Trainingslager in Kühlungsborn.

Am Dienstag beim 0:1 gegen den 1. FC Union haben Sie nach fünf Monaten erstmals wieder 45 Minuten gespielt. Sehen wir Sie auch in Potsdam?

Beinlich: Davon gehe ich aus. Mit dem Ergebnis in Berlin konnten wir zwar nicht zufrieden sein, mir persönlich hat es nach so langer Zeit ohne Fußball aber Spaß gemacht.

Beim FC Hansa verbinden viele mit Ihrer Person die erfolgreichen 90er Jahre in der ersten Liga. Nach einem Jahrzehnt in der Fremde ist der "verlorene Sohn" zurückgekehrt. Was erwarten Sie von der Zukunft?

Beinlich: Zwei, drei Jahre Profifußball traue ich mir noch zu. Danach will ich meinen A-Schein als Trainer machen. Mit dem FC Hansa möchten wir zu den drei Aufsteigern zählen. Aber das wird schwer, ein guter Start wäre wichtig. Neben den drei Bundesliga-Absteigern mischen auch Freiburg, Greuther Fürth, 1860 München und der Karlsruher SC oben mit. Grundsätzlich ist Rostock für mich irgendwie die größte sportliche Herausforderung. Hier bin ich 1995 - damals auch unter Trainer Frank Pagelsdorf - in die Bundesliga aufgestiegen, hier will ich das noch einmal schaffen.

Neben den Punktspielen folgt am 9. oder 10. September das Pokalspiel bei Babelsberg 03 ...

Beinlich: ... also ich habe mich über das Los gefreut: ein bisschen Derbycharakter und unsere Fans haben es nicht so weit dorthin. Mit ist egal, dass wir in kurzer Zeit zweimal gegen den selben Gegner spielen. Heute kennen sich die Mannschaften sowieso zu hundert Prozent.
 
 
Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de

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