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24.07.2007 09:05 Uhr

Benjamin Lense: Ich bin kein „Wandervogel“

Das Probetraining war kurz und erfolgreich. Am 16. Juli 2007 unterschrieb Benjamin Lense (28) beim F.C. Hansa einen Zweijahresvertrag für die Bundesliga und 2. Liga. Gegen Greifswald (1:0) machte er sein erstes Spiel. Jetzt kämpft der Abwehrspieler aus Hessen um einen Stammplatz bei Hansa, dann ist Hochzeit mit seiner Freundin Jessica (30) angesagt.
 

Benjamin, was bedeutet der Vertrag an der Ostseeküste für Sie?

Lense: Es ist meine Chance, mich wieder in der Bundesliga zu etablieren.

 

Ihr Ziel?

Lense: Ein Stammplatz.

 

Ihre wichtigste Aufgabe jetzt?

Lense: Ich möchte hier schnell aus dem Hotel raus und eine ruhige Wohnung finden. Vielleicht in der Nähe der Ostsee. Ich liebe die Ruhe, außerdem habe ich mit meiner Freundin auch einen zehn Monate alten Sohn. Der Paul soll es hier ja auch schön haben. Der Junge hat seit dem 25. September 2006 meine Welt total verändert, ist zeitintensiv und hat immer tolle Laune.

 

Apropos Ziele, man hört, Sie wollen bald heiraten…

Lense: Stimmt. Am 21. Dezember 2007 heiraten wir. Wir haben uns einst  in Bielefeld kennen gelernt, in einer ehemaligen Jazz-Kneipe. Jessica arbeitet selbständig für Hotels im Marketing.

 

Zu Ihrer Arbeit. Nach drei Jahren in Bielefeld haben Sie die Stationen Nürnberg und Bochum schnell durchschritten.

Lense: Nimmt man meine Fußball-Stationen insgesamt zusammen, könnte man tatsächlich denken, ich sei ein so genannter „Wandervogel“. Aber das bin ich nun wirklich nicht. Es war einfach Pech. In Bielefeld gehörte ich lange zum Stammpersonal, war sogar im DFB-Team für 2006. Aber danach passte es nicht. In Nürnberg z.B. habe ich unter Trainer Wolfgang Wolf gespielt, bis Hans Meyer kam. Aber ich wurde dann leider krank, Mandeln und Knötchen an der Schilddrüse mussten raus. In der Zeit formte Meyer, den ich schätze, sein Team. Die Truppe passte gut zusammen und ich war draußen. So hatte ich eben auch nur elf Einsätze.

 

Und in Bochum?

Lense: Da hat mich unserer Manager Stefan Kuntz geholt, wollte mich. Doch der Trainer stellt die Mannschaft auf. Ich habe unter Marcel Koller neun Mal gespielt und immer über 90 Minuten. Aber das reicht mir eben nicht. Also haben wir uns getrennt und ich mir eine neue Herausforderung gesucht.

 

Wen kennen Sie aus der Hansa-Truppe?

Benjamin Lense: Aus meinen Dresdner und Nürnberger Tagen ist Maik Wagefeld zum Freund von mir geworden.

 

Sie kennen also den Osten aus Dresdner Zeiten…

Lense: Genau. Das ist kein Problem. Das hat sich doch alles in Deutschland relativiert. Dresden ist auch ein tolles Flecken, vor allem historisch. Und: Fast meine komplette Familie ist bis auf meinen Vater heute in Dresden beheimatet. Ich denke, in Rostock werden wir uns auch schnell heimisch fühlen. Die Natur ist hier toll. Deshalb schaue ich jetzt schnell nach einer Wohnung im Grünen um. Dann konzentriere ich mich voll darauf, einen Stammplatz zu bekommen.

 

Wo können Sie überall spielen?

Lense: Ich kann in der Abwehr eigentlich fast alles spielen, rechts und die beiden Innenpositionen.

 

Danke für das Gespräch

 

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