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19.11.2010 13:57 Uhr

Besetzung der Abwehrkette ist weiterhin offen

Bei vier ausstehenden Spielen im Kalenderjahr 2010 haben sich die Hanseaten ein neues Nahziel gesetzt: „Wir würden Weihnachten gern auf Platz 1 stehen“, erklärt Trainer Peter Vollmann, obwohl er weiß, dass seine Mannschaft dies nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann. Immerhin ist der F.C. Hansa aktuell nur Tabellendritter und hat bis zur Winterpause sogar eine Partie weniger auszutragen als die besser platzierten Mannschaften aus Offenbach und Braunschweig. „Insofern wäre es auch nicht ganz so schlimm, wenn wir es nicht schaffen würden. Aber wir wollen natürlich das Bestmögliche erreichen und es wäre schön, wenn wir zumindest den Abstand zum Tabellenvierten vergrößern könnten“, ergänzt der Hansa-Coach. Die Gelegenheit dazu haben die Rostocker am kommenden Sonntag ab 14 Uhr im direkten Duell mit dem SV Wehen Wiesbaden, der mit aktuell vier Punkten Rückstand in der Tabelle unmittelbar hinter ihnen rangiert.

In der Wiesbadener BRITA-Arena wird Peter Vollmann wahrscheinlich wieder auf die defensivere Variante mit zwei „Sechsern“ bauen und kann dafür auch wieder auf Tom Trybull zurückgreifen. Die Sperre des 17jährigen, der im DFB-Juniorenpokal-Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth des Feldes verwiesen wurde, gilt nur für Pokalspiele im Juniorenbereich, so dass Trybull ebenso in den Drittliga-Kader für die Partie in Wiesbaden rücken wird wie der gleichaltrige Torhüter Johannes Brinkies, der den Platz der verletzten Keeper Jörg Hahnel und Andreas Kerner einnimmt.

Wie die Abwehrkette der Hanseaten besetzt sein wird, ist weiterhin noch offen. Allerdings hofft der Trainer noch, wenigstens zwei der drei angeschlagenen Verteidiger einsetzen zu können. „Peter Schyrba wird heute versuchen, wieder ins Training einzusteigen. Sebastian Pelzer und Robert Müller machen weiter ein Sonderprogramm“, erklärt Peter Vollmann und geht davon aus, mindestens eine Veränderung vornehmen zu müssen: „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass Martin Stoll zum ersten Mal in die Startelf rückt. Ich werde keinen Spieler mitnehmen, der nicht fit ist, so dass wir definitiv auch nur mit 18 Spielern nach Wiesbaden fahren.“

Den SV Wehen Wiesbaden hat der Hansa-Trainer im zurückliegenden Heimspiel gegen den VfR Aalen selbst unter die Lupe genommen, sich aber auch Rat bei Mittelfeldspieler Björn Ziegenbein geholt, der bis Ende August noch selbst zum Wiesbadener Kader gehörte: „Es wäre ja fahrlässig, wenn ich mir nicht alle verfügbaren Infos über den Gegner holen würde. Beispielsweise ist Alf Mintzel, der sonst alle Standards ausgeführt hat, diesmal gesperrt. Und ich möchte ja schließlich wissen, wer dann dafür infrage kommt.“

Im Gespräch mit Björn Ziegenbein „habe ich ihm auch noch einmal mit auf den Weg gegeben, nicht übermotiviert in die Partie gegen seinen Ex-Verein zu gehen. Er soll nicht glauben, er könne das Spiel alleine gewinnen, sondern muss sich strikt an die Marschroute halten“, betont Peter Vollmann, der insbesondere in dieser Partie das Festhalten an taktische Vorgaben fordert: „Beide Mannschaften sind auf Augenhöhe. Da wird die Tagesform entscheiden und die Tatsache, wer die wenigsten Fehler macht!“ Nachwirkungen der Heimniederlage gegen Bayern München II befürchtet der Hansa-Trainer nicht: „Wir haben die Dinge aufgearbeitet, jeder weiß, worum es geht. Es ist mir sogar lieber, dass wir jetzt einen starken Gegner haben, gegen den die Konzentration auf jeden Fall hundertprozentig stimmt.“

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