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04.10.2006 13:52 Uhr

Beste Abwehr der Liga ist Basis für Rang 2

Nur auf Grund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Spitzenreiter Karlsruher SC rangiert der F.C. Hansa momentan auf dem zweiten Tabellenplatz der 2.Bundesliga. Mit vier Siegen und zwei Unentschieden sind die Hanseaten nach sechs Saisonspielen noch ungeschlagen und diese positive Serie wissen auch die Fans zu honorieren. Das Heimspiel am Montag dieser Woche gegen den MSV Duisburg war ausverkauft und machte deutlich: Der FC Hansa ist wieder in!

Kein Wunder, dass sich auch die Akteure auf dem Rasen von der phantastischen Atmosphäre auf den Rängen anstecken ließen und den dritten Heimsieg der laufenden Saison ohne Gegentor einfahren konnten. Das bedeutet gleichzeitig, dass Mathias Schober im gesamten Saisonverlauf erst zweimal hinter sich greifen musste und der F.C. Hansa weiterhin die beste Abwehr der Liga stellt.

Und was fällt noch auf? Immer, wenn Enrico Kern zum 1:0 trifft, gewinnen die Hanseaten auch das Spiel. Das war schon gegen Aue, in Fürth und gegen Kaiserslautern so. Kein Wunder also, dass es keinerlei Diskussion über den Schützen gab, als Schiri Rafati gegen Duisburg auf den Elfmeterpunkt deutete. Es ging also keineswegs nur um eine bessere Platzierung Kerns in der Torschützenliste, in der der Hansa-Stürmer mit vier Treffern momentan Rang 3 belegt.

Apropos Hansa-Stürmer. Neben Kern nominierte Trainer Pagelsdorf mit Schied, Shapourzadeh, Cetkovic und Hähnge insgesamt bereits fünf verschiedene Akteure für eine Startposition im Angriff. Doch die Offensivabteilung hinkt der sicheren Hintermannschaft immer noch etwas hinterher. Mit nur acht erzielten Toren stolze 14 Punkte einzufahren zeugt zwar rechnerisch von großer Effektivität, in Sachen Chancenverwertung auf dem Platz jedoch bedeuten sie das genaue Gegenteil. In einer fiktiven Tabelle der erzielten Tore wäre der F.C. Hansa nur Mittelmaß, würde noch hinter den Neulingen Jena (10) und Koblenz (9) sowie gleichauf mit einem weiteren, nämlich Essen (8) rangieren.

Gegen den vierten Aufsteiger Augsburg haben die Hanseaten bereits gespielt. Und zwar nur unentschieden, wie auch gegen den SC Freiburg. Bislang wurden Punkte also nur gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel abgegeben, während alle besser platzierten Mannschaften bezwungen wurden. Hoffentlich kein schlechtes Omen für die Fortsetzung der Punktspiele nach der Länderspielpause, wenn der F.C. Hansa in Burghausen und zu Hause gegen Offenbach auf zwei Mannschaften trifft, die derzeit einen Abstiegsplatz belegen. Hinzu kommt schließlich, dass sich die Rostocker mit dem Pokal-Aus beim Viertligisten Babelsberg auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Doch wie sagt man so schön: Die junge Mannschaft lernt mit jedem Spiel dazu, auch aus Niederlagen. Und so bleibt die Hoffnung zu der Annahme, dass sie nach der aktuellen Bundesliga-Pause den ersten, vermeintlich schwächeren Gegner nicht wieder auf die leichte Schulter nehmen wird.

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