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18.06.2008 09:00 Uhr

Bis zum letzten Spieltag durfte auf den Titel gehofft werden

Nachdem die erste Enttäuschung über die verpasste Chance verflogen ist, dürfen die A-Junioren des F.C. Hansa dennoch auf ein positives Abschneiden im zurückliegenden Spieljahr zurückblicken. Immerhin hatten sie – was vor dem Saisonstart utopisch schien – bis zum letzten Spieltag noch die Chance, als Staffelsieger in das Halbfinale um die Deutsche Junioren-Meisterschaft einzuziehen. Und mit dem dritten Rang blieb ihnen immerhin noch ein Platz auf dem „Treppchen“. Besser hatte eine Hansa-Mannschaft nach der Zusammenlegung der Regionalligen Nord und Nordost zu einer gemeinsamen Bundesliga-Staffel im Jahre 2003 noch nicht abgeschnitten.

Die Basis für den Erfolg wurde im Herbst gelegt. Obwohl es im August gegen zwei Mannschaften, die nur in der unteren Tabellenhälfte landen sollten, einen Fehlstart gab – daheim gegen Erfurt (9.) reichte es nur zu einem 1:1 und in Braunschweig (10.) verlor man 1:4 – startete die Mannschaft mit einer Erfolgsserie von acht Siegen und zwei Remis bis an die Tabellenspitze durch. Und auch die 1:3 Niederlage bei Werder Bremen änderte nichts daran, dass die Hanseaten die Hinrunde als „Herbstmeister“ abschlossen. „Wir haben eine sehr gute erste Halbserie gespielt. Das war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen“, war auch Trainer Gerald Dorbritz positiv überrascht von der Spielstärke seiner Mannschaft, wusste aber auch: „Dass wir daran in der Rückrunde nicht mehr anknüpfen konnten, hatte mehrere Gründe! Einige Spieler haben leistungsmäßig abgebaut, insbesondere Schenk und Schumski in der zweiten Halbserie deutlich nachgelassen. Und dann kam hinzu, dass mit Gusche, Person, Drecoll und Kremer wichtige Spieler verletzt ausfielen. Und mehrere Leistungsträger gleichzeitig sind nun einmal nur schwer zu ersetzen.“ Dass Tobias Jänicke in der Rückrunde schon fest zum Kader der zweiten Männermannschaft gehörte und auch für die entscheidenden Spiele nicht mehr ins Junioren-Team zurückkehrte, ließ der Trainer sogar unerwähnt.

Die weniger guten Leistungen nach der Winterpause drückten sich auch in Zahlen aus. 27 Punkten aus der ersten standen nur noch 22 in der zweiten Halbserie gegenüber. Zudem bemängelte Gerald Dorbritz die mangelnde Ausbeute auf Reisen: „29 Punkte zu Hause, aber nur 20 auswärts, sind eine Diskrepanz, die im Nachwuchsbereich eigentlich nicht normal ist.“ Klammert man die Begegnungen gegen das Keller-Quartett der Liga einmal aus, konnte nur in Hannover und (ausgerechnet) beim Staffelsieger in Wolfsburg dreifach gepunktet werden.

Die Tatsache, dass gegen den VfL Wolfsburg, der nach seinem Halbfinal-Erfolg über den VfB Stuttgart mittlerweile sogar im Meisterschaftsendspiel steht, alle sechs Punkte geholt wurden, bedeutete für Trainer Gerald Dorbritz eines der Highlights der Saison. Besonders bitter dagegen waren für ihn einige unnötige Punktverluste in den Schlussminuten: „Gegen Cottbus haben wir eine 2:0 Führung noch verspielt, gegen Jena das Gegentor in der Nachspielzeit kassiert. Das waren Punkte, die uns am Ende gefehlt haben.“

Neben Tobias Jänicke werden vom älteren Jahrgang (Geburtsjahr 1989) mit Torhüter Arvid Schenk sowie Kay-Uwe Pittwehn, Max Kremer, Felix Drecoll und Patrick Kühn fünf weitere Akteure in die Hansa-Reserve aufrücken, zudem wird bereits der ein Jahr jüngere Stephan Gusche in die in die Regionalliga aufgestiegene Mannschaft befördert. Und auch der Trainer selbst steht in der kommenden Saison nicht mehr an der Seitenlinie der Hansa-A-Junioren, wird von Ex-Profi Michael Hartmann abgelöst. „Ein bisschen traurig bin ich schon, denn ich hätte die Mannschaft gern noch ein Jahr behalten. Aber der Verein will den Nachwuchsbereich umstrukturieren. Und mit den neuen C-Junioren wartet auch eine interessante Aufgabe auf mich“, sieht Gerald Dorbritz die Umbesetzung mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

F.C. Hansa, A-Junioren: (Bundesliga-Einsätze/Tore):

Arvid Schenk (26), Maximilian Rausch (25/3), Fabian Zittlau (25/2), Vasilis Tsiatouchas (24/4), Georg Schumski (23/1), Kay-Uwe Pittwehn (23), Patrick Kühn (23/13), Max Kremer (19/15), Daniel Nawotke (18/1), Dominik Kupfer (18), Alkan Kuyucu (18/1), Stephan Gusche (16/1), Felix Bloch (16), Tony Lübke (16/2), Mikhael Bredeveldt (16/1), Stefan Person (15/1), Tobias Jänicke (13/3), Felix Kroos (12/3), Felix Drecoll (9/1), Florian Kirsch (1)

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