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26.04.2008 18:18 Uhr

Bittere Niederlage für den F.C. Hansa

Der F.C. Hansa hat sich im Auswärtsspiel bei Energie Cottbus noch von der Siegerstraße abbringen lassen. Trotz Überzahl in der zweiten Halbzeit verlieren die Rostocker durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit mit 1:2 (1:0) Toren.

Im Vergleich zum zurückliegenden Heimspiel gegen Werder Bremen hat es drei Veränderungen in der Offensive der Hanseaten gegeben. Für Christian Rahn rückt Djordjije Cetkovic auf die linke Außenbahn, für den verletzten Fin Bartels und Addy-Waku Menga stürmen diesmal Amir Shapourzadeh und Sebastian Hähnge.

Kaum hat das Spiel begonnen, gibt es auf beiden Seiten auch schon die erste Torchance. Ein abgewehrter Rathgeb-Freistoß landet direkt vor den Füßen von Shapourzadeh, doch der legt sich das Leder zu weit vor, anstatt gleich zu schießen. Aus diesem Ballverlust ergibt sich eine schnelle Kontermöglichkeit der Cottbuser über Rivic, der erst im Hansa-Strafraum auf Kosten einer Ecke vom Ball getrennt werden kann (2.).

Auch die zweite Hansa-Chance gibt es nach einem Freistoß von Tobias Rathgeb, doch die Kopfball-Verlängerung durch Enrico Kern kann Torhüter Tremmel parieren (14.). Zwei Minuten später haben die rund 2500 mitgereisten Hansa-Fans dann aber Grund zum Jubeln. Sebastian Hähnge serviert den Ball passgenau in den Lauf von Djordjije Cetkovic, der aus Nahdistanz zum 0:1 trifft.

Wenig später bereits haben die Cottbuser ihre erste Ausgleichschance, doch Angelovs Hinterhaltsschuss geht knapp am Hansa-Tor vorbei (17.). Und einen Rivic-Kopfball nach Skela-Ecke kann Rathgeb abwehren (21.). Doch dann kommen auch wieder die Hanseaten zum Zuge. Cetkovic bedient Hähnge, dessen Rückpass Bülow aus vollem Lauf auf das Tor schießt, aber Tremmel hält (27.). Und als Shapourzadeh von Cetkovic geschickt wird, kommt der Iraner zum Schuss, verfehlt das Energie-Gehäuse aber relativ klar (38.).

Für Ersatzkapitän Enrico Kern, der angeschlagen in die Partie gegangen war, ist der Arbeitstag dann nach 39 Minuten beendet. Für ihn wird Heath Pearce eingewechselt, der kurz darauf auch gleich zu einem Sololauf ansetzt, jedoch von Mitreski im letzten Moment von den Beinen geholt wird. Dafür sieht der Cottbuser, der nach einer Tätlichkeit an Kern bereits verwarnt worden war (34.), in der 42. Minute die Gelb-Rote Karte. Der anschließende Freistoß bringt allerdings nichts mehr ein, so dass es mit der knappen 1:0 Führung der Hanseaten in die Pause geht.

Nach einer Standardsituation haben die Gastgeber die erste Torchance nach Wiederbeginn. Glück für die Hanseaten, dass Gledson, der mit dem Rücken zum Tor steht und deshalb den fangbereiten Stefan Wächter nicht sieht, bei seinem missglückten Rettungsversuch per Kopf wenigstens die Latte trifft (48.). Die Hanseaten verlegen sich inzwischen aufs Kontern und kommen auch zu mehreren schnellen Gegenangriffen, die aber zumeist zu eigensinnig vorgetragen werden. Und als Sebastian Hähnge wirklich einmal allein auf weiter Flur ist und keine Anspielstation hat, wird er im letzten Moment von zwei Cottbuser Abwehrspielern gebremst (59.).

Nach einem schönen Angriff über vier Stationen landet der Ball schließlich bei Heath Pearce, dessen Schuss Tremmel mit dem linken Fuß abwehren kann (67.). Und als Cetkovic auf Hähnge passt und dieser den Cottbuser Keeper eigentlich schon ausgespielt hat, zögert der Hansa-Stürmer eine halbe Sekunde zu lange. Tremmel wirft sich noch in Hähnges Schuss und rettet zur Ecke (69.).

Als die Schlussviertelstunde angebrochen ist, werden die Cottbuser wieder gefährlich. Einen Vasiljevic-Kopfstoß kann Wächter erst im Nachfassen parieren (76.) und ein Rangelov-Schuss geht knapp am linken Pfosten vorbei (77.). Auf der Gegenseite verpasst Pearce eine Sebastian-Eingabe im Torraum nur denkbar knapp (79.). Auch einen weiteren Konter über Cetkovic kann Hähnge aus erneut aussichtsreicher Position nicht im Tor unterbringen (80.). Und das Auslassen solch klarer Torchancen wird schließlich noch bestraft. Nach Flanke von Skela kommt Rost völlig frei zum Kopfball und trifft zum 1:1 Ausgleich. Anschließend trifft Vasiljevic sogar noch einmal die Latte (84.), während sich Stefan Wächter bei dieser Parade verletzt, aber nicht mehr ausgewechselt werden kann. Um so mehr muss nun sogar noch um den einen Punkt gezittert werden. Und in der Nachspielzeit ist es dann tatsächlich noch passiert. Wächter, der sich kaum noch bewegen kann, kommt nur mit den Fingerspitzen an den Kopfball von Rangelov und der Ball prallt vom Innenpfosten ins Netz. Danach stellt sich Tim Sebastian ins Tor, doch die Partie ist natürlich entschieden. Eine ganz ganz bittere Niederlage, auch wenn der 15. Platz bei zwei Punkten Rückstand auf Arminia Bielefeld immer noch in Reichweite ist.

Torfolge: 0:1 Cetkovic (16.), 1:1 Rost (81.), 2:1 Rangelov (90.+2)
F.C. Hansa: Wächter – Sebastian, Orestes, Gledson, Stein – Bülow, Rathgeb – Kern (40. Pearce), Cetkovic – Shapourzadeh (63. Langen), Hähnge (82. Menga)

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