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29.04.2008 09:20 Uhr

Christian Rahn: Wir müssen unser wirkliches Leistungsvermögen abrufen

Der F.C. Hansa macht weiter Nägel mit Köpfen in der Saisonplanung für 2008/2009. Christian Rahn hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag in Rostock um zwei Jahre bis zum 30.06.2010 verlängert. Der Vertrag gilt für die 1. und 2. Liga. Der 28-jährige Mittelfeldakteur spielt seit 2006 für den F.C. Hansa und bestritt für die Rostocker bisher 30 Zweitligapartien (6 Tore) und 25 Bundesligaspiele (3 Tore). Nach der Vertragsunterschrift sprachen wir mit Christian Rahn über Gegenwart und Zukunft beim F.C. Hansa.

Christian, Sie haben Ihren Vertrag in Rostock um zwei Jahre verlängert? Was war Ihr Motiv?

Christian Rahn: Ich habe hier zwei Jahre viel Vertrauen gespürt. Man hat auf mich gebaut. Seit ich hier bin, habe ich fast alle Spiele hier gemacht, mich unter Trainer Frank Pagelsdorf als Stammspieler etabliert. Meine Familie, meine Frau und meine Tochter, wir fühlen uns hier wohl. Schon vor dem Spiel gegen Werder Bremen haben deshalb mein Berater und ich grünes Licht für eine Vertragsverlängerung gegeben. Kurz vor dem Cottbus-Spiel, am Donnerstag, habe ich dann unterschrieben, Sonntag wurde es offiziell. Darüber bin ich froh.

Hatten Sie auch andere Möglichkeiten?

Christian Rahn: Ja, es gab lose Anfragen. Aber ich wusste, was ich hier in Rostock habe.

Sie haben für beide Profiklassen unterzeichnet. Wieso?

Christian Rahn: Ich denke momentan nur an die Bundesliga. Die Klausel mit der 2. Liga gibt es zwar, wie wohl in allen Verträgen, die Hansa macht. Aber an die 2. Liga will ich jetzt nicht denken.

Wie schwer fällt der verletzungsbedingte Ausfall von Stefan Wächter für die Mannschaft?

Christian Rahn: Stefan war bislang für uns ein großer Rückhalt, hat uns vor allem im Spiel um den Klassenerhalt gehalten. Aber die Mannschaft hat auch zu Jörg Hahnel großes Vertrauen.

Wie sahen Sie das Spiel in Cottbus von der Bank aus?

Christian Rahn: Das war ganz bitter. Erstens kam ich nicht zum Einsatz und dann dieses bittere Niederlage inklusive der Verletzung von Stefan Wächter. Da ist man erst einmal bedient. Aber das muss unter der Woche jetzt aus den Köpfen raus.

Für das Spieljahr 2008/2009 haben nahezu 20 Spieler schon Verträge unterschrieben. Wie beurteilen Sie das?

Christian Rahn: Das ist spielt keine Rolle. Ich weiß aber, im nächsten Jahr haben wir eine gute Truppe zusammen, egal für welche Liga. Ich weiß auch, nach dem voraussichtlichen Abschied von Stefan Beinlich und Rene Rydlewicz werde ich der Spieler mit den meisten Bundesliga-Einsätzen sein. Ich muss dann noch mehr Verantwortung übernehmen. Aber das will ich auch. Ich werde mir diese Aufgabe mir sicherlich mit Enrico Kern und Stefan Wächter teilen…!

In der laufenden Saison wurden Sie ab und an vom Trainer – wie jetzt auch in Cottbus – ausgewechselt oder nicht berücksichtigt. Wie gehen Sie damit um?

Christian Rahn: Jeder will immer spielen -  ich auch. Ich habe mal gesagt, ich brauche einen Tritt in den Hintern, damit es läuft. Der Trainer versteht mich, zu nehmen. Mit Heath Pearce habe ich sicherlich einen gleichwertigen Spieler neben mir. Der Trainer vertraut da wohl auch auf dessen Schnelligkeit. Aber ich habe auch kein Problem, wenn ich ausgewechselt werde.

Am Sonnabend treffen Sie im Nordderby auf den Hamburger SV. Wie wichtig wird dieses Spiel für Sie?

Christian Rahn: Es wird ein Überlebenskampf. Wir müssen gewinnen, dann ist noch alles möglich. 

Hansa ist auf einem Abstiegsplatz, ist der Abstieg noch zu verhindern?

Christian Rahn: Ja, klar. Wir müssen an uns glauben, die Köpfe in den nächsten Tagen frei kriegen und unser wirkliches Leistungsvermögen abrufen. Dann ist noch alles drin. Tatsache ist, dass unsere Chancen nach Cottbus schlechter geworden sind. Mit einem Sieg in der Lausitz hätte es fünf Teams im Abstiegskampf gegeben. Jetzt sind es wohl nur noch vier…

 

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