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12.06.2011 16:04 Uhr

Der neue Mann der Keeper ist da: Alexander Ogrinc

Nun ist auch das Trainerteam des F.C. Hansa Rostock komplett. Ab sofort betreut Alexander Ogrinc (43) (gesprochen: "Ogrins") die Keeper des hanseatischen Klubs. Ogrinc unterschrieb in Rostock einen Einjahresvertrag und soll alle Torsteher des Leistungsbereiches in Rostock trainieren. Vor dem ersten Trainingstag bat fc-hansa.de zum „Vorstellungsgespräch"mit dem sympathischen Baden.

fc-hansa.de: Herr Ogrinc, Sie sind am 10. Dezember 1968 in Kuppenheim geboren. Wo bitte liegt Kuppenheim?

Ogrinc: Mein Geburtsort liegt in Baden, 30 km von Karlsruhe entfernt.

fc-hansa.de: Ogrinc klingt aber gar nicht so badisch?

Ogrinc: Ja, mein Vater Karl, der heute 92 Jahre ist, sowie meine Mutter, stammen beide aus Slowenien und sind in den sechziger Jahren nach Baden übergesiedelt.

fc-hansa.de: Sie sind von Beruf Speditions-Kaufmann. Aber von Anbeginn Ihrer Laufbahn waren Sie auf den Fußball ausgerichtet…

Ogrinc: Das stimmt. Ich habe mich frühzeitig fürs Torwartspiel interessiert, habe mich schon mit 6 Jahren selbst beim SV Kuppenheim 08 als Torwart angemeldet. Damals gab es für mich nur Fußball. Vor allem, als mich der VfB Stuttgart von 1985 bis 1989 in den Traditionsverein holte. Ich habe ja dort alle U-Nationalmannschaft durchlaufen, über 40 Jugend-Länderspiele gemacht und u.a. ja auch die U16-WM 1985 miterlebt. Der damalige Trainer Otto Baric hatte mir als Junioren- und Amateurspieler auch schon einen Profivertrag und die Nachfolge der damaligen Nummer 1, Helmut Rohleder versprochen. Aber Baric wurde entlassen und Nachfolger Egon Cordes holte Nationaltorwart Eike Immel. Das war mein Aus in Stuttgart. Ich ging danach zu Arminia Bielefeld, wo ich mit Uli Stein zusammen arbeitete. Meine weiteren Stationen waren Rot-Weiß Essen, die Stuttgarter Kickers, Hessen Kassel, der Wuppertaler SV, Preußen Münster, SV Wilhelmshaven, Eintracht Braunschweig, Holstein Kiel sowie der Bonner SC. So habe ich von der 2. bis zur 4. Liga ca. 400 oder 500 Pflichtspiele in den Jahren gemacht, bis ich meine aktive Karriere zwischen den Pfosten im Jahre 2007 beendet habe.

fc-hansa.de: In dieser Zeit sind Sie als Spieler zwei Mal von der 3. in die 2. Liga aufgestiegen…?

Ogrinc: Genau. Einmal mit Essen, einmal mit Braunschweig.

fc-hansa.de: Somit sind Sie Peter Vollmann, der damals in Braunschweig arbeitete, kein Unbekannter?

Ogrinc: Ja, Peter Vollmann war mit der Mannschaft aufgestiegen und holte mich danach als Torwart nach Braunschweig.

fc-hansa.de: Und dann begegneten Sie dem heutigen Hansa-Trainer in Kiel noch einmal?

Ogrinc: Genau. Da war er noch einmal mein Trainer.

fc-hansa.de: Hat diese Zusammenarbeit die jetzige Kooperation befördert?

Ogrinc: Nein. Vor 14 Tagen kam Peter Vollmann unabhängig davon auf mich zu, und hat angefragt, ob ich Torwarttrainer in Rostock werden möchte. Dann bin ich letzten Mittwoch, als Marek Mintal in Rostock vorgestellt wurde, nach Rostock gekommen und habe mich mit dem Trainer, mit Stefan Beinlich und Michael Hartmann getroffen. Die Chemie zwischen uns hat aus meiner Sicht sofort gestimmt. Da habe ich dann gerne unterschrieben.

fc-hansa.de: Hatten Sie schon vorher Berührungspunkte mit Hansa?

Ogrinc: Nein, leider noch nie. Ich kenne den Verein aus den Medien und als einen sympathischen Klub aus dem Norden.

fc-hansa.de: Jetzt sind Sie aber gar nicht aus Kuppenheim in Baden sondern aus Wilhelmshaven angereist?

Ogrinc: Wilhelmshaven ist der Lebenspunkt meiner Familie und liegt ca. 400 km von Rostock entfernt. Meine Frau Britta kommt aus Wilhelmshaven, meine Kinder Tim, Celina und Milena leben auch dort.

fc-hansa.de: Ist Ihr Sohn Tim eigentlich auch Fußballer?

Ogrinc: Nein, er ist Sportakrobat.

fc-hansa.de: In Wihelmshaven hatten Sie ja wohl auch den längsten Vertrag Ihrer Karriere…?

Ogrinc: Tatsächlich, gab mir damals ein Sponsor des Vereins einen Kontrakt über 10 Jahre, drei als Torwart, sieben als Repräsentant. Aber den habe ich aufgelöst. Ich wollte noch mal was anderes machen.

fc-hansa.de: Wo waren Sie nach Ihrer Karriere Torwart-Trainer?

Ogrinc: Ich war fünf Jahre bei Ex-Bundesligatrainer Reinold Fanz Torwarttrainer, betreute auch die Jugend. Ende Dezember holte mich Uwe Rapolder zum Karlsruher SC, dort arbeitete ich erst für den erkrankten Peter Gadinger, dann bis zum Klassenerhalt unter Trainer Rainer Scharinger mit ihm. Zum Monatsende ist dieser Vertrag ausgelaufen. Scharinger wollte mich eigentlich unbedingt behalten, aber der KSC konnte sich keine zwei Torwart-Trainer leisten. Davon hat wohl Hansa Rostock Wind bekommen. Aber ursprünglich wollte ich nun nach meinem C-Schein meinen B-Schein als Trainer im Sommer machen. Dies musste ich für die Tagesarbeit beim F.C. Hansa aber erst einmal zurückstellen.

fc-hansa.de: Welche Vorstellungen haben Sie prinzipiell vom Torwartspiel?

Ogrinc: Wenn ich an Profis denke wie Edwin van der Saar oder Manuel Neuer, dann kommt das schon meinen Vorstellungen sehr nahe, wei en Torwart sein soll. Aber es ist generell so, dass ein Torwarttrainer sich nach den Spielern richten muss, die er trainiert. Also einem Jörg Hahnel muss ich den Fußball nicht erklären. Aber ich möchte schon bewusst den jüngeren Spielern meine Erfahrung weiter geben. Ich weiß natürlich, dass der F.C. Hansa mit Kevin Müller und Johannes Brinkies zwei junge Leute hat, die im Fokus des DFB stehen und um die uns viele Vereine beneiden, weil sie viel Potential haben. Ich denke auf dieser Strecke meiner Arbeit kann ich meinen Teil dazu beitragen, dass wir das ausgegebene Ziel "Klassenerhalt" schaffen. 

 

 

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