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13.09.2011 14:52 Uhr

Deutscher Fußball-Bund zertifiziert Eliteschulen in Rostock neu

29 Eliteschulen des Fußballs hat der DFB in Deutschland zertifiziert. "Eliteschule des Fußballs" ist ein Zertifikat für ein gut funktionierendes  Verbundsystem von Schule, Leistungszentrum und Verband, das garantiert, dass alle Spitzentalente auf umfassende Hilfe- und Serviceleistungen mit dem Ziel einer parallelen sportlichen und schulischen Karriereförderung zurückgreifen können. Im September 2008 erhielten mit der CJD Chritophorusschule und der Regionalen Schule Heinrich Schütz auch zwei Rostocker Schulen diesen Titel. Alle drei Jahre müssen die Klubs und Schulen nun ihre Qualität überprüfen lassen und sich neu den Juroren stellen. Am Montag und Dienstag war der DFB in Rostock zu Gast.
DFB-Trainer Frank Engel (sportlicher Leiter Nachwuchsförderung/Eliteschulen), Ulf Schott (Abteilungsleiter Talentförderung) und Ex-Profi Claus Junginger (verantwortlicher Mitarbeiter für die Eliteschulen), verschafften sich an zwei Tagen einen Überblick über die Entwicklung der Nachwuchsarbeit in Schule und Sport in Rostock.
 
Am Montagmorgen um 7.30 Uhr empfing der Leiter der Nachwuchsakademie Juri Schlünz seine Gäste, die sich u.a. das individuelle Training der B-Jugendspieler mit Robert Grube und Joshua Gebissa anschauten und das Training der 14-jährigen Hansa-Talente von Trainer Olli Scheel beobachteten. Frank Engel, der einst bei Hansa Rostock Co-Trainer von Jörg Berger war, traf dabei auf einige Bekannte. So sah er am Morgen gleich, wie fit sein ehemaliger Studien-Kollege Gerald Dorbritz als Jugendtrainer noch ist bzw. traf auf Robert Grube, dem er als Neubrandenburger Talent zum ersten Jugend-Länderspiel verhalf.
 
In regen Austausch traten die Frankfurter "Spione" auch mit Trainern der Nachwuchsakademie wie Roland Kroos, Slaven Skeledzic oder Olli Scheel. Paul Kuring, Co-Trainer der B-Junioren stellte u.a. seine Fußball-Datenbank vor, die Hansa mit dem SC Freiburg erarbeitete und die auf großes Interesse stieß. Im Hansa-Internat informierte Sozialpädagoge Thomas Engels über das Leben und die Tagesabläufe der 26 Talente, die derzeit im Internat wohnen, und die Arbeit von Internatsleiter Gerd Ehlers, der vom ersten Tag an dabei ist.
 
Anschließend ging es in die Heinrich-Schütz-Schule und das Christophorus-Gymnasium, wo ein Austausch mit Lehrern und Schüler stattfand. Dabei machte Juri Schlünz klar: „Wir wissen, dass die Durchlässigkeit von der Jugend zu den Profis im Moment bei uns sehr gut ist. Aber wir wissen auch, dass nicht alle Talente den sportlichen Durchbruch schaffen. Deshalb wollen wir nicht nur gute Fußballer ausbilden, sondern die Jungs auch zu vernünftigen Menschen erziehen, die später ihren Platz im Leben finden. Aus diesem Grund ist uns die gute Zusammenarbeit zwischen Sport und Schule auch so wichtig.“
 
Bei der Frankfurter DFB-Abordnung konnte man großes Interesse und Anerkennung für die Arbeit des F.C. Hansa in Sachen Talentförderung spüren. Am Dienstag reist das DFB-Trio zur Auswertung nach Frankfurt/Main zurück.

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