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19.11.2011 15:00 Uhr

Dezimierte Hanseaten kassieren 1:3 Heimniederlage gegen FC St. Pauli

Am 15. Spieltag der 2. Bundesliga hat der F.C. Hansa seine zweite Heimniederlage kassiert. Vor ausverkauftem Haus in der – aus Sicherheitsgründen – nicht ganz voll besetzten DKB-Arena verlieren die Rostocker, die praktisch die gesamte Partie in Unterzahl bestreiten müssen, das Nordderby gegen den FC St. Pauli mit 1:3 Toren. Damit fällt der F.C. Hansa nach den Sonnabend-Spielen auf den 16. Tabellenplatz zurück.

Im Vergleich zum Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt hat Trainer Peter Vollmann das offensive Mittelfeld komplett umgebaut. An Stelle von Tobias Jänicke und Timo Perthel, die auf der Erstzbank Platz nehmen, sowie des verletzten Spielmachers Mohammed Lartey werden drei neue Spieler für die Startelf nominiert. Björn Ziegenbein bekleidet zusammen mit Michael Blum diesmal die beiden offensiven Außenbahnen, während Youngster Tom Weilandt den Platz in der Schaltzentrale einnimmt. Sebastian Pelzer kehrt an Stelle von Blum wieder auf seinen angestammten Platz in der Vierer-Abwehrkette zurück.

Der erste Torschuss, den Björn Ziegenbein nach zweieinhalb Minuten abgibt, wird von einem Abwehrbein noch abgefälscht und der anschließende Eckball von Michael Blum bringt nichts ein. Der zweite Ziegenbein-Schuss aus halblinker Position geht dann knapp am rechten Pfosten vorbei (7.) und nur eine Minute später ist der F.C. Hansa plötzlich dezimiert. Nach einem Kopfballduell von Tom Weilandt mit Fabio Morena, bei dem dieser getroffen wird und zu Fall kommt, zeigt Schiedsrichter Guido Winkmann dem Rostocker Mittelfeldspieler überraschend die Rote Karte!

Trotz Unterzahl kontrollieren die Hanseaten zunächst weiterhin das Spiel und haben die nächste Chance zum Führungstreffer in der 19. Spielminute. Eine Mintal-Flanke in den Lauf von Björn Ziegenbein nimmt dieser mit vollem Risiko volley, verfehlt dabei jedoch das Hamburger Gehäuse. Allerdings bieten sich nun auch dem Gegner größere Räume und damit erste Torchancen. Nach einem Bartels-Rückpass von links trifft Deniz Naki den Ball nicht richtig (25.) und als Kevin Schindler über die rechte Seite in den Strafraum eindringt und Fin Bartels bedient, geht dessen Schuss relativ weit über das Hansa-Tor (31.).

Mit zunehmender Spielzeit haben die Gäste dann sogar mehr vom Spiel und ihre bis dato größte Chance nach einem Daube-Eckball von links auf den langen Pfosten. Dort bekommt Markus Thorandt den Ball allerdings nicht unter Kontrolle (34.). Fünf Minuten später hat Robert Müller das 1:0 für die Hanseaten auf dem Fuß, als er eine Ziegenbein-Flanke direkt nimmt. Doch Torhüter Tschauner kann mittels Glanzparade klären. Und mit dem direkten Konterstoß markiert Max Kruse dann den Führungstreffer für den FC St. Pauli.

Als daraufhin im Gästeblock bengalische Feuer und Knallkörper gezündet werden und dies anschließend auch in den Nachbarblöcken geschieht, unterbricht der Unparteiische die Partie für gut zehn Minuten. Die fünf Minuten, die anschließend noch nachgespielt werden müssen, verlaufen dann ohne große Höhepunkte. Die letzten Aktion vor dem Pausenpfiff ist ein Fernschuss von Pavel Kostal, der nur knapp am linken Dreiangel vorbei ins Aus geht. Wenig später schickt Schiri Winkmann die Akteure zum zweiten Mal in die Kabinen.

Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn schlägt Dominic Peitz einen langen Pass in den Lauf von Björn Ziegenbein, der im Zweikampf mit Jan-Philipp Kalla zu Fall kommt, doch der erhoffte Elfmeterpfiff ertönt nicht. Vier Minuten später allerdings steht es dann trotzdem 1:1 durch das erste Saisontor des wieder genesenen Stürmers Marek Mintal. Nach einer schönen Einzelleistung von Michael Blum flankt dieser von links in den Strafraum, wo Robert Müller einen Direktschuss wagt. Den kann Philipp Tschauner nicht festhalten und im Nachsetzen vollendet das „Phantom“ in altbekannter Manier. Nach diesem Treffer bleibt es auf den Rängen – abgesehen vom Jubel der 22.000 Hansa-Fans unter den 24.300 Zuschauern – ruhig.

Die große Chance, den F.C. Hansa sogar in Führung zu bringen, hat Björn Ziegenbein nach schönem Doppelpass mit Marek Mintal. Der Rostocker Mittelfeldspieler hat fast freie Bahn, kann dann aber doch noch von Florian Bruns gestoppt werden (63.). Kurz darauf wird Ziegenbein zum Rechtsverteidiger umfunktioniert, während der eingewechselte Tobias Jänicke ins Mittelfeld rückt. Und Dominic Peitz kann es kaum fassen, als er für eine harmlose Attacke Gelb sieht. Es ist seine fünfte Verwarnung, so dass der defensive Mittelfeldspieler ausgerechnet im kommenden Heimspiel gegen seinen Ex-Verein Union Berlin pausieren muss.

Zehn Minuten vor dem Abpfiff gibt es dann einen Freistoß für den FC St. Pauli in Höhe der rechten Strafraumecke. Florian Bruns schlägt den Ball zentral vor das Tor, wo der eingewechselte Mahir Saglik ihn zum 2:1 für die Gäste abfälscht. Danach probieren die Hanseaten zwar noch einmal alles, doch in der Nachspielzeit nutzen die Gäste noch einmal die entstehenden Lücken und markieren durch einen Saglik-Schuss ins leere Gehäuse den 3:1 Endstand aus Sicht der Hamburger.


Torfolge: 0:1 Kruse (40.), 1:1 Mintal (50.), 1:2 Saglik (80.), 1:3 Saglik (90.+1)

F.C. Hansa: K.Müller – Schyrba (68. Jänicke), Kostal, Holst, Pelzer (88. Gusche) – R.Müller, Peitz – Ziegenbein, Weilandt (8. ROT), Blum – Mintal (72. Albrecht)

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