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24.04.2008 14:47 Uhr

DFL-Magazin „Goal“ bei „Oberliga-Legende“ René Rydlewicz

Hansas dienstältester Bundesliga-Spieler René Rydlewicz hatte in diesen Tagen Besuch. Das DFL-TV-Magazin „Goal“ war nur wenige Tage vor dem Ostderby zwischen dem FC Energie Cottbus und dem F.C. Hansa Rostock an der Küste, drehte mit dem gebürtigen Lausitzer Kicker auf dem Trainingsplatz, auf dem Rasen der DKB-Arena und in den Katakomben des Stadions.

Reporter Herbert Schalling porträtierte für die halbstündige Sendung, die mittlerweile in über 70 Ländern der Welt ausgestrahlt wird, einen Beitrag über den letzten in der Bundesliga spielenden DDR-Oberliga-Spieler.

Die Vita des Lausitzers: Der gebürtige Döbener René Rydlewicz durchlebte den Internats-Alltag der Sportschulen von Energie Cottbus und des BFC Dynamo. Rydlewicz war mit 16 Jahren und einer Sondergenehmigung des DFV der DDR beim Spiel BFC gegen Cottbus im Hemd der Berliner der jüngste Oberliga-Spieler aller Zeiten. Als die Mauer fiel, holte ihn Bayer-Manager Reiner Calmund aber persönlich gleich in den Westen Deutschlands. Mit 19 Jahren und 27 Tagen bestritt er am 14. August 1992 im Dress von Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FC Saarbrücken (1:1) sein erstes Bundesliga-Spiel. Mit Bayer wurde er einmal deutscher Pokalsieger 1991.

Der zurzeit dienstälteste und nach wie vor  sehr volksnahe Hansa-Profi ist bis heute noch immer einer der Publikums-Lieblinge.

Der technisch versierte Rydlewicz ist auch einer der wenigen echten Straßenfußballer und mittlerweile der letzte DDR-Oberligaspieler, der in Bundesliga noch aktiv ist.

Am Freitag, dem 11. August 2000, bestritt Rene Rydlewicz für Hansa sein erstes Bundesliga-Spiel in Dortmund (0:1). Am 11.11. 2000 gelang ihm im Ostseestadion gegen Unterhaching (2:2) mit einem Rechtsschuss zum 2:1 sein erster Treffer für Rostock. Rydlewicz hat mittlerweile seit 2000 in Rostock die Hansa-Trainer Zachhuber, Funkel, Veh, Schlünz und Berger und so manchen Sturm „überlebt“, war mehrmals Kapitän und stets im Mannschaftsrat. Der größte Erfolg in acht Jahren war der Aufstieg von der 2. Liga in die Bundesliga im vergangenen Jahr. Sein Vertrag läuft bis 2008.

Mittlerweile ist der Schützling aus dem Kader von Cheftrainer Frank Pagelsdorf im „Herbst“ seiner Karriere angekommen.

Bilanz von René Rydlewicz als Fußballprofi: In der DDR-Oberliga bestritt er 1989/90 sieben Spiele und erzielte ein Tor.

Seit 1991 bestritt Rydlewicz im deutschen Profi-Fußball 277 Bundesliga-Spiele und erzielte 29 Tore.

Er absolvierte dazu seither 79 Zweitliga-Spiele und kam in dieser Zeit auf sieben Tore.

Am dritten Aufstieg des F.C. Hansa Rostock 2006/2007 war René mit 19 Spielen und einem Treffer beteiligt.

In der laufenden Bundesliga-Saison 2007/2008 setzte Frank Pagelsdorf den Blondschopf bisher gegen Nürnberg (0:1), Bielefeld (2:4), Bremen (0:1) in der ersten Halbserie sowie Hertha BSC (0:0) in der 2. Halbserie ein. Einmal wurde er aus-, dreimal eingewechselt.

Im DFB-Pokal bestritt Rydlewicz diese Saison die Spiele gegen Hasborn (8:0) und Kickers Offenbach (6:0) über 90 Minuten. In Hasborn gelang ihm das 1:0, gegen die Kickers das 4:0.

In den nächsten Wochen soll es zwischen Verein und Spieler ein Gespräch über die Zukunft des Mittelfeldakteurs über die laufende Saison hinaus geben. Ende offen.

Von René erfuhren die Fernsehmacher an diesem Tag dies:

Sein erster Berufswunsch: Ich wollte schon mit vier Jahren immer nur Profifußballer werden.

Seine wichtigsten Wegbegleiter im Fußball: Mein Vater hat die Liebe zum Fußball in mir geweckt, meine Mutter mich zum Verein gebracht. Mein erster Trainer Klaus Rademacher hat sich fürsorglich um mich bemüht. Der einstige Energie-Trainer Ulrich Nikolinski hat sich in Cottbus sehr um mich gekümmert. Werner Lorant hat mich in München und Friedhelm Funkel in Rostock gefordert und gefördert.

Sein größtes Spiel: Ich habe als Kind mal in Döbern 26:0 gegen Groß-Kölzig gewonnen und 15 Tore gemacht!

­­Seine schlimmstes Spiel: Das 0:6 im November 2004  in der Bundesliga gegen den HSV mit Stefan Beinlich und der anschließende Abschied von Juri Schlünz als Trainer waren für mich ganz bitter.

Der Verein F.C. Hansa: Hier stimmt alles. Vom Zeugwart bis zum Trainer, von der Kabine bis zum Spielfeld. Das Umfeld ist ideal für eine gute Mannschaft mit gutem Fußball.

Die Kinder- und Jugendsportschule der DDR: Wir haben damals schon sieben Mal die Woche zwei Mal am Tag trainiert oder gespielt. Der Sport war ebenso perfekt organisiert wie die Schule.

Erfolgsrezept für eine große Karriere: Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Wichtig ist, nie aufzugeben und sich immer in Frage zu stellen.

Quelle:  DFL-Magazin „Goal“

 

 

 

 

 

 

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