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20.04.2010 08:27 Uhr

DFL verabschiedet Maßnahmen-Paket für Sicherheit im Fußball

Der Ligavorstand und der Aufsichtsrat der Deutschen Fußball Liga (DFL) haben sich intensiv mit dem Thema Sicherheit im Fußball beschäftigt. Nach ausführlichen Gesprächen mit Experten aus Wissenschaft, Polizei und Clubs wurde ein Maßnahmen-Paket verabschiedet, das am 23. April 2010 bei einem von Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball bereits im vergangenen November angeregten Runden Tisch im Bundesinnenministerium mit Vertretern der Politik erörtert wird.

Die Liga schlägt dabei konkrete Schritte wie eine Verbesserung der Kommunikationswege zwischen allen beteiligten Parteien, den Ausbau der präventiven Fanarbeit und eine Qualifizierungsoffensive vor. Der Profifußball wird weiter intensiv daran arbeiten, die Belastungsspitzen der Polizei durch zusätzliche Absprachen in der Spielplanung zu reduzieren. Grundsätzlich wird zudem weiter auf einen kontinuierlichen Dialog aller Beteiligten - vor allem von Fans und Polizei - unter Moderation der Liga gesetzt.

Schon jetzt leistet der Fußball einen engagierten Beitrag zur Gewalt-Prävention, indem die Arbeit der Fanprojekte und der Fanbeauftragten der Clubs ebenso wie die übergreifende Fanarbeit stetig ausgebaut wird. Die Sicherheits- und Fanbeauftragten der Clubs sollen darüber hinaus künftig konsequent hauptberuflich ihr Engagement ausüben. Außerdem wird die Liga mit öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen für die Ächtung von Gewalt eintreten.

"Sicherheit im Fußball hat höchste Priorität. Komplexe Fragestellungen können aber keine einfachen Antworten nach sich ziehen. Finanzielle Forderungen lösen nicht die Probleme, sondern verschleiern die Ursachen. Wir müssen und werden daher weiterhin an durchdachten praktischen Lösungen mitwirken", sagte Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball: "Wir sind überzeugt davon, dass der Runde Tisch in diesem Sinne alle Beteiligten weiter voranbringen wird."

 

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