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17.11.2009 11:25 Uhr

Die klaren Ziele des Bradley Carnell

Es ist ein grauer Nachmittag: Doch die Wirrungen des Novemberwetters scheinen an Bradley Carnell völlig vorbeizugehen. Mit einem Lächeln im Gesicht kommt er für ein Gespräch mit Hansa-Online in den Presseraum der DKB-Arena. Er wirkt gelöst, gut gelaunt, voller Optimismus und Freude auf das kommende Heimspiel am Sonnabend (13.00 Uhr).

Der zu schlagende Gegner diesmal: das Team vom Karlsruher SC. Für zwei Jungs aus dem Hansa-Team wird es eine besondere Begegnung. Denn für Tim Sebastian und Bradley Carnell ist es zugleich eine Partie gegen frühere Teamkollegen.

Vor allem für Carnell ist der Sonnabend aber noch auf eine andere Art erfreulich. Nach längerer verletzungsbedingter Spielpause ist der gebürtige Südafrikaner seit der vergangenen Woche im Training wieder voll belastbar und absolvierte alle Übungseinheiten. Am vergangenen Wochenende konnte er in der  Regionalliga-Begegnung gegen Tennis Borussia Berlin sogar die vollen 90 Minuten durchziehen. „Er war der Lichtblick in dieser Partie. Er weiß, welchen Ball er zu spielen hat“, sagte Hansa-Cheftrainer Andreas Zachhuber.

Eine Art Bewährungsprobe also, die ohne große Nachwehen gemeistert wurde. „Das übliche Zwicken und Zwacken“, meinte Bradley. Dennoch will sich Bradley Carnell nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Vielmehr möchte er sich von Tag zu Tag steigern, um wieder seine volle Leistung bringen zu können.

Dabei bleibt er auch weiter ein wenig selbstkritisch. So räumt er ein, nach dem Muskelfaserriss in der Wade vielleicht wieder zu schnell gestartet zu sein: „Dann ist man wegen dem Ziehen im Bein eventuell anders gelaufen, so dass dann eine andere Körperstelle mehr belastet wurde und sich bemerkbar machte“.

Doch nun ist gesundheitlich alles in bester Ordnung, er fühlt sich fit und will die nächsten Spiele wieder das Bestmögliche für das Team mit der Kogge auf dem Trikot aus sich herausholen.
Nebenbei hat Bradley aber noch ein ganz anderes Ziel vor Augen – 2010 ist das Stichwort. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, im eigenen Land. Für jeden Fußballer wohl der größte Traum. Zwar stand er bereits bei der WM 2002 in Japan und Südkorea in der Startelf Südafrikas, doch „2010 wäre ganz klar sensationell“.

Und noch ist der WM-Zug für ihn nicht abgefahren. „Ich muss die nächsten drei bis vier Monate richtig viel geben, mich richtig anstrengen“, betonte Bradley. Er weiß auch, dass das schwer wird, hat er die letzten Wochen doch „viel an Boden verloren“. Dennoch schaut er optimistisch nach vorn, weiß, dass alles in seiner eigenen Hand liegt.

Das Spiel gegen Karlsruhe könnte für ihn ein Neustart werden – und er will die Chance nutzen. Für ihn selbst stehe jedoch überhaupt nicht im Vordergrund, schon von Beginn an aufzulaufen. Vielmehr hofft Bradley Carnell, die Möglichkeit zum Spielen zu bekommen und alles zu geben.

Auch rein privat freut er sich auf die Begegnung: „Die viereinhalb Jahre in Karlsruhe waren eine schöne Zeit. Es gibt sehr viele positive Erinnerungen. Und auch meine Familie denkt gern an diese Zeit zurück.“ In Karlsruhe hat er viele Kontakte und Freunde gefunden, etwa in den KSC-Spielern Godfried Aduobe und Christian Timm.

Und auch wenn es im Karlsruher Kader einige personelle Veränderungen gab, solle man die Badener nicht in ihrer Angriffsstärke und ihrem Spieltempo unterschätzen. Schlagbar seien sie dennoch, sagt Bradley und verlässt mit einem hoffnungsvollen Lächeln den Presseraum.

 

 

 

 

 


 

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