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02.10.2007 16:41 Uhr

Die Negativserie bei den Wölfen gilt es zu beenden

In Wolfsburg gab es für den F.C. Hansa bei den bisherigen elf Meisterschaftsspielen kaum etwas zu gewinnen. Drei Zähler konnten die Rostocker noch nie aus der Autostadt mitnehmen, denn der einzige Sieg datiert vom 1.Oktober 2004. Und nach damaliger Zählweise war ein voller Erfolg noch ein Doppelpunktgewinn.

 

Den Siegtreffer zum 1:0 Erfolg der Hanseaten beim zuvor noch ungeschlagenen Zweitliga-Spitzenreiter markierte Marco Zallmann, der einen Freistoß von Timo Lange eingeköpft hatte und vom „kicker" als Mann des Spieltages gekürt wurde. Auch Jens Dowe durfte sich geehrt fühlen, denn dessen Foto hatte das Fußball-Fachblatt in dieser Rubrik veröffentlicht.

Auch um andere Gastspiele bei den Wölfen ranken sich Besonderheiten oder Anekdoten. Das allererste Auswärtsspiel des F.C. Hansa gegen den VfL sollte ursprünglich in Hannover ausgetragen werden, weil am vorletzten Spieltag alle Spiele zeitgleich stattfinden mussten und das VfL-Stadion durch ein Turnfest nicht zur Verfügung stand. Doch als klar war, dass es für beide Teams nicht mehr um den Auf- oder gegen den Abstieg ging, wurde die Partie kurzfristig doch noch auf einen Dienstag Abend vorgezogen. Die Hansa-Fans, die die 0:2 Niederlage vor Ort miterlebten, hätte man mit Handschlag begrüßen können.

 

Ein knappes Jahr später, am 10. April 1994, brachte Timo Lange die Hanseaten per Foulelfmeter mit 1:0 in Front, ehe Siggi Reich noch den Ausgleich zum 1:1 Endstand markierte. Nach dem bereits erwähnten 1:0 Auswärtssieg in der Saison 1994/95 stiegen die Hanseaten dann bekanntlich auf und so kam es erst 1997/98, als auch die Wolfsburger in die 1.Liga aufgerückt waren, wieder zu Meisterschaftsspielen zwischen VfL und FCH. Am ersten Rückrundenspieltag glaubten die zahlreich mitgereisten Hansa-Fans ihren Ohren kaum zu trauen, als Schiedsrichter Wagner nicht abpfiff, nachdem sein Assistent vor der Haupttribüne eine klare Abseitsstellung signalisiert hatte und die Hanseaten das Fußballspielen demzufolge einstellen. Roy Präger allerdings lief weiter auf das Hansa-Tor und sein Treffer zählte. So reichte der verwandelte Handelfmeter von Sergej Barbarez nur zu einer 1:1 Punkteteilung.

Ein Hansa-Sieg war auch gut ein Jahr später möglich, als Marco Rehmer per Kopf die Rostocker Führung erzielt hatte. Doch neun Minuten vor dem Ende traf Nowak zum 1:1 Endstand. Niemand ahnte seinerzeit, dass dieses Remis nicht nur der letzte Punktgewinn unter der Regie des zwei Wochen später entlassenen Ewald Lienen war. An jenem 19.Februar 1999 holte der F.C. Hansa auch den bis heute letzten Punkt in Wolfsburg!

 

Nicht ganz so spektakulär verliefen die beiden folgenden Hansa-Gastspiele in Wolfsburg. Am 28.August 1999 stand die 0:2 Niederlage schon zur Pause fest, am 30. März 2001 reichte Majaks 1:2 Anschlusstreffer nicht mehr für eine Wende. Rekordverdächtig in negativer Hinsicht verlief dann aber der Auftritt der Hanseaten am 20.April 2002, als sie nach sieben Minuten bereits mit 0:3 im Rückstand lagen und am Ende 0:4 verloren.

 

Ein Orkan hatte ganz Deutschland am 27.Oktober 2002 im Griff. Während das andere Sonntag-Spiel wegen des Unwetters abgesagt wurde, pfiff Schiedsrichter Krug die Partie in Wolfsburg jedoch an. Die Stahlrohrtribüne im alten VfL-Stadion wackelte bedenklich, während auf dem Rasen dem Zufall Tür und Tor geöffnet waren. Und so war es auch eher Rasmus als der offizielle Torschütze Klimowicz, der den Ball zum einzigen Treffer ins Hansa-Gehäuse wehte.

Ein Jahr später gastierte der F.C. Hansa dann zum ersten Mal in der neuen Volkswagen-Arena. Es war das Premieren-Spiel von Juri Schlünz als Cheftrainer, das die Mannschaft nach Plassneggers Platzverweis nur zu zehnt und mit einer 1:3 Niederlage beendete. Das zwischenzeitliche 1:2 durch Rene Rydlewicz in der 42.Minute blieb auch das bislang einzige Rostocker Bundesliga-Tor im neuen Wolfsburger Stadion, denn in der anschließenden Abstiegssaison verlor der F.C. Hansa klar mit 0:4. Was gleichzeitig bedeutet, dass es bei den Wölfen zuletzt sechs Niederlagen in Folge gab! Eine Negativ-Serie, die regelrecht danach schreit, endlich beendet zu werden.

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