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04.03.2012 15:44 Uhr

Die Trainerstimmen: 'Hoffe die Fans geben uns nicht auf'

Wolfgang Wolf:
Zunächst einmal Glückwunsch an Torsten Lieberknecht und die Eintracht.
Ich denke das war ein glücklicher Sieg. Der Aufwand, den meine Mannschaft derzeit betreibt und ihre Moral, wird derzeit nicht belohnt.
Wir wollten das Spiel kontrollieren, die Räume eng machen und die Eintracht nicht ins Spiel kommen lassen. Bei Eckbällen wußten wir, dass die Eintracht einige Varianten in petto hat und ein Spieler auf den ersten Pfosten läuft und den Ball verlängert. Das war alles besprochen.
Trotzdem steht dann einer am langen Pfosten frei. Dann trifft der Toschütze den Ball auch noch so, dass er oben in den Knick geht.
In unserer Situation musst du danach erst einmal wieder zurück kommen. Das haben wir sehr gut gemacht. Wir haben in der kompletten ersten Halbzeit nach vorne gespielt und verdient den Ausgleich markiert.
Kurz vor der Halbzeit bekommen wir das 2:1 durch eine Kontersituation, die Braunschweig natürlich auch gut ausspielt. Wenn ich dann höre, dass das klares Abseits war, dann ist das doppelt bitter.

In der zweiten Hälfte haben wir uns nicht beirren lassen und haben wieder Moral bewiesen und das 2:2 erzielt. Mit enormer Laufbereitschaft hatten wir sogar einige Chancen, die 3:2-Führung zu erzielen.
Danach ging es hin und her und wir hatten Glück nicht wieder in Rückstand zu geraten und haben uns in dieser Phase dazwischen geworfen. Der Freistoß passt dann natürlich auch ins Bild. Hier darf unser Torwart nicht spekulieren. Wenn der Ball über die Mauer geht, ist er unhaltbar, so muss er sich eine Teilschuld an dem Gegentor geben.

Wir haben hohen Aufwand betrieben und hätten den Punkt in meinen Augen verdient gehabt und fahren so wieder mit leeren Händen nach Hause. So geht uns das seit Wochen.
Jetzt gilt es für uns die Köpfe wieder frei zu bekommen und zu versuchen das Unmögliche noch möglich zu machen. Ich hoffe, dass uns unsere Fans nicht aufgeben und wir am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt ein "Dreier" einfahren.
Möglich ist alles - vielleicht haben wir dann das nötige Glück auf unserer Seite.

Torsten Lieberknecht:
Karl-Heinz Feldkamp hat einmal gesagt: "Siegen oder Blut im Schuh". Heute hatten wir beides. Wir haben gewonnen und haben sehr viel dafür getan. Wir sind aber auch vor Probleme gestellt worden.
Es war dieses erwartet knifflige Spiel gegen eine Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand steht. Rostock hat sich sehr gut präsentiert und viele gute Situationen gehabt.
Wir haben das nötige Selbstbewußtsein ein bisschen vermissen lassen. Trotzdem haben wir in den entscheidenden Momenten dann aber perfekte Lösungen gehabt, die dafür gesorgt haben, dass wir drei Punkte holen konnten.
Die Einwechslungen waren heute sehr wichtig. Nico Zimmermann besitzt eine Freistosstechnik, die nicht alltäglich ist.
Hansa Rostock ist, wie sie sich heute präsentiert haben, noch nicht da, wo sie sich heute fühlen - nämlich in der dritten Liga. Dafür ist diese Runde noch zu lang. Es sind noch zehn Spiele zu spielen.

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