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20.07.2007 09:23 Uhr

Djordjije Cetkovic: Meine Länderspiele haben mich gestärkt

Am 27. Januar 2007 wurde der Fußballverband von Montenegro in die UEFA aufgenommen, am 31. Mai 2007 beim Kongress des Weltverbandes in Zürich erkannte man das Land als 208. Nation in der FIFA an.

 

Das erste Länderspiel fand am 24. März 2007 in  Podgorica gegen Ungarn statt, Montenegro gewann das Match durch zwei verwandelte Elfmeter von Mirko Vucinic und Igor Burzanovic  mit 2:1.

 

Zu diesem Spiel war damals auch Hansa-Spieler Djordjije Cetkovic eingeladen. Aber der Montenegriner sagte schweren Herzens ab. Sein Vater war gerade gestorben und nach einigen Tagen Urlaub für die Trauerfeier wollte „Cet“ dem Team im Aufstiegskampf nicht noch einmal fehlen.

 

Hansa stieg auf und der Schwarzschopf holte in der Sommerpause nach, was er damals versäumte. Während viele Hansa-Kicker schon im Urlaub waren, machte Djordjije mit Montenegro noch eine Länderspiel-Reise nach Asien und kam als Nationalspieler zum ersten Training am 1. Juli zurück. Hansa-Online sprach mit Cetkovic.

 

Djordjije, wie fühlt man sich als Nationalspieler?

Cetkovic: Gut, toll. Es war eine große Ehre. Am 1. Juni haben waren beim Kirin-Cup gegen Japan gespielt und in Fukoroi 0:2 verloren. Am 3. Juni haben wir in Saitama gegen Kolumbien 0:1 den kürzeren gezogen. Natürlich hätte ich gerne gewonnen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

 

Was war es für ein Gefühl, die eigene Hymne vor dem Spiel zu hören?

Cetkovic: Das war genial. Mit diesem ersten Spiel ist ein Kindheitstraum für mich in Erfüllung gegangen. Ich war sehr stolz. Noch schöner wäre nur gewesen, diesen Tag hätte mein Vater noch erleben dürfen. Ich habe in beiden Spielen jeweils eine Halbzeit gespielt und bin einmal ein- und einmal ausgewechselt worden. Aber das lag nur daran, dass der Trainer Zoran Filipovic uns alle einmal spielen sehen wollte und so jeder auch seine Einsätze hatte.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Cetkovic: Das nächste Länderspiel ist am 25. August, dazu treffen wir uns aber schon am 19. August. Ich muss also sehen, wie sich dieser Termin mit der Bundesliga und Hansa vereinbaren lässt.

 

Was bedeutet es für Sie, nun Nationalspieler zu sein?

Cetkovic: In erster Linie hat es mein Selbstvertrauen gestärkt. Das war wirklich wichtig und tat mir gut.

 

Wie beurteilen Sie nach dem Trainingslager die Lage bei Hansa?

Cetkovic: Wir haben ein hartes Camp in Kühlungsborn hinter uns, es sind einige neue Spieler dabei. Aber für mich steht eines fest: Ich kämpfe jetzt um einen Stammplatz und ich will mit Hansa die Klasse halten. Ich denke, wir können mit dieser Mannschaft Platz 8 bis 10 belegen.

 

Danke für das Gespräch.

 

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