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08.07.2008 14:02 Uhr

Doppelte Freude bei Addy-Waku Menga

Für Addy-Waku Menga hat die Vorbereitungsphase auf die neue Bundesliga-Saison recht turbulent begonnen. Doch die Aufregung, die es nach dem turnusgemäßen Medizin-Check zum Trainingsauftakt am vergangenen Mittwoch gab, legte sich fast ebenso schnell auch wieder. „Es hatte sich nur um einen Messfehler gehandelt“, erklärte der Hansa-Stürmer die ursprüngliche Diagnose, nach der bei ihm eine Verdickung einer Herzkammer festgestellt worden war. Doch nach einer genaueren Untersuchung in der Rostocker Uni-Klinik konnte sofort wieder Entwarnung gegeben werden. „Auch ich war natürlich zunächst völlig überrascht gewesen, dass ich angeblich gesundheitliche Probleme haben sollte. Schließlich war ja noch nie etwas in dieser Richtung festgestellt worden. Aber ein bisschen unruhig wird man natürlich trotzdem. Um so glücklicher war ich, dass zwei Tage später auch die letzten Zweifel wieder ausgeräumt werden konnten.“

Nachdem er zunächst zwar weiterhin das normale Mannschaftstraining absolvierte, allerdings aus Sicherheitsgründen auf den Laktattest verzichtet hatte, konnte er ab vergangenen Freitag nun auch wieder alle Übungen, die mit extremerer Belastung verbunden sind, absolvieren. Doppelte Freude also bei Addy-Waku Menga, nachdem er einen Tag vor dem Trainingsauftakt auch seine lang ersehnte deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatte. „Dadurch wird vieles im Leben einfacher, unter anderem auch das Reisen. Das mit dem Visum für das Trainingslager in Dubai im vergangenen Winter war zum Beispiel noch recht kompliziert“, erklärt der in Kinshasa geborene Kongolese, der seit Januar 1999 in Deutschland lebt. Schon während seiner Zeit in Osnabrück hatte er sich um einen deutschen Pass bemüht, musste aber zunächst eine achtjährige Frist abwarten, die sich nach seinem Wohnort-Wechsel nach Rostock noch einmal verlängerte.

Trotz des neuen Ausweispapiers mit dem Bundesadler bleibt der 24jährige aber weiterhin für die Nationalmannschaft seines afrikanischen Heimatlandes spielberechtigt. „Einladungen für Auswahl-Aufgaben gab es sogar schon, allerdings war das terminlich sehr ungünstig. Der afrikanische Länderspiel-Kalender ist ja noch immer nicht an den europäischen Rahmenplan angepasst worden. Und da es Überschneidungen mit dem Bundesliga-Spielplan gegeben hätte, habe ich Prioritäten setzen müssen und dem F.C. Hansa den Vorzug gegeben.“ Dennoch hat der 1,77 m große Stürmer die Hoffnung auf eine Nationalmannschaftskarriere noch nicht aufgegeben, auch wenn er in der 2.Bundesliga nun nicht mehr ganz so im Rampenlicht steht. „Vielleicht kommt ja wieder mal eine Anfrage und vielleicht klappt es dann auch terminlich besser“, hofft Menga, der sich natürlich auch weiterhin um einen Stammplatz in der Hansa-Offensive bemühen muss. Zwar haben mit Victor Agali, Amir Shapourzadeh und Sebastian Hähnge drei Stürmer den Verein verlassen, doch mit Robert Lechleiter und Kevin Schindler gibt es neue Konkurrenz. Schön für Addy-Waku, dass er sich im Training nun auch bedenkenlos wieder voll reinhängen kann...

 

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