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24.08.2008 16:03 Uhr

Dorns Heber bedeutet das goldene Tor

Der F.C. Hansa hat das erste Heimspiel der neuen Saison siegreich gestalten können. Vor 16.000 Zuschauern wird Alemannia Aachen 1:0 (0:0) bezwungen, so dass die Hanseaten nach zwei Spieltagen ungeschlagen bleiben.

Im Vergleich zur Punktspielpremiere in Duisburg lässt Trainer Frank Pagelsdorf seine Abwehrkette erneut rotieren. Orestes kehrt in die Innenverteidigung zurück, Benjamin Lense bekleidet wieder die Außenposition auf der rechten Seite, während Dexter Langen diesmal nur auf der Tribüne sitzt. Die Besetzungen von Mittelfeld und Angriff bleiben unverändert.

Die Hanseaten starten wie die Feuerwehr, schon nach 90 Sekunden gibt es die erste Torchance. Doch Retov kann die maßgerechte Flanke Rahns nicht verwerten. Nach einer Rathgeb-Ecke kommt Schindler am kurzen Pfosten zum Kopfball, doch Torhüter Stuckmann klärt per Reflex (3.). Eine lange Rahn-Flanke nutzt Schindler zu einem Direktschuss, den Stuckmann gerade noch um den Pfosten lenken kann (5.). Nach Retovs Eckball schießt Lechleiter flach von der Strafraumgrenze und Dorn fälscht per Hackentrick ab, doch erneut kann der Aachener Keeper parieren.

Die Gäste kommen zwar erst in der achten Spielminute erstmals über die Mittellinie, sind dafür aber gleich kreuzgefährlich. Glück für die Hanseaten, dass sich Milchraum, der allein auf das Hansa-Tor läuft, den Ball im entscheidenden Moment einen Meter zu weit vorlegt und Hahnel per Fußabwehr retten kann. Insgesamt bleiben jedoch die Hanseaten Ton angebend und erspielen sich weitere gute Gelegenheiten. Einen scharf getretenen Retov-Schuss (16.) lenkt Olajebgbesi zur Ecke, die erneut Retov tritt, bevor Gledson über das Tor köpft (17.). Nach einer weiteren Rahn-Flanke trifft Lechleiter in Bedrängnis den Ball nicht voll (20.) und als Lechleiter den Ball herrlich in den Lauf von Dorn spielt, kann Achenbach im letzten Moment für die Alemannia retten (21.).

Eine Schrecksekunde gibt es für die Hanseaten, als Auer plötzlich aus vollem Lauf abzieht und sein halbhoher Schuss noch den rechten Außenpfosten rasiert (29.). Die nächste Rostocker Chance leitet Dorn ein, als er sich einen fast schon verlorenen Ball an der Grundlinie wieder erkämpft und den freistehenden Kern bedient, dem das Leder allerdings verspringt (33.). Auf der Gegenseite versuchen es Nemeth und Lagerblom per Doppelpass, doch Orestes passt auf und schirmt den Ball vor Hahnel ab (38.). In den letzten beiden Spielminuten der ersten Halbzeit krachte das Leder dann hüben wie drüben noch einmal an das Aluminium! Nach Rahns Flanke landet ein schöner Kopfball von Kern nur am rechten Pfosten (44.) und auf der Gegenseite trifft Nemeth die Lattenunterkante (45.).

Nach Wiederbeginn ergreifen erneut die Hanseaten die Initiative und tragen durchaus schöne Spielzüge vor, doch hochkarätige Einschussmöglichkeiten bleiben zunächst aus. Auch ein Rathgeb-Freistoß findet nicht den Weg über die Mauer ins kurze Eck, sondern landet in den Armen von Torhüter Stuckmann (55.). Mit zunehmender Spielzeit verflacht dann die Partie und auch die Einwechslung von Bartels, der schon bei seiner ersten Ballberührung die Gelbe Karte sieht, kann dem Hansa-Spiel zunächst noch keine neuen Impulse verleihen. Pech zudem, dass Schiri Hartmann den Ball, den Kern aus kurzer Entfernung ins Netz befördert hatte, zuvor bei Lenses Rückpass mit vollem Durchmesser hinter der Grundlinie gesehen hatte (69.).

Doch zwei Minuten später ist die überfällige Hansa-Führung dann perfekt. Einen langen Ball von Jörg Hahnel verlängert Kevin Schindler per Kopf direkt in den Lauf von Regis Dorn, dessen Heber über Stuckmann hinweg im Netz des Aachener Tores landet. Kurz darauf hätten Kern (77.) und Retov (78.) sogar erhöhen können, verpassen die jeweils scharfen Eingaben aber denkbar knapp. Auch am Ende waren die Hanseaten dem zweiten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich. Schindler (89.), Cetkovic (90.+1) und Bartels (90.+2) lassen noch klarste Möglichkeiten aus, doch die drei Punkte bleiben verdientermaßen in Rostock.

Torfolge: 1:0 Dorn (71.)

F.C. Hansa: Hahnel – Lense, Orestes, Gledson, Rahn – Retov, Rathgeb – Schindler, Lechleiter (60. Bartels) – Kern (80. Fillinger), Dorn (88. Cetkovic)

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