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30.11.2007 22:46 Uhr

Drei Gegentore in der Schlussphase

Der F.C. Hansa hat nach fünf ungeschlagenen Heimspielen in der DKB-Arena wieder eine Niederlage einstecken müssen. Trotz deulicher Steigerung in der zweiten Halbzeit wurde gegen Hannover 96 durch drei Gegentreffer in den letzten sechs Minuten noch 0:3 verloren.

 

Eine Veränderung hat Trainer Frank Pagelsdorf im Vergleich zum Gastspiel beim Hamburger SV vorgenommen. Wie beim 3:2 Sieg im letzten Heimspiel gegen Energie Cottbus agiert Regis Dorn im rechten Mittelfeld, für ihn nimmt Fin Bartels wieder auf der Bank Platz. Das Spiel beginnt zum Gedenken an den verstorbenen Aufsichtsrats-Vize Wolfgang Holz mit einer Schweigeminute. Und über den Hansa-Fanblock auf der Südtribüne wird auf schwarzem Untergrund ein überdimensionales Holz-Trikot mit der Nummer 1 entfaltet.

 

Kaum hat Schiedsrichter Gräfe die Partie angepfiffen, kehrt ohrenbetäubender Lärm in die DKB-Arena zurück. Die Hannoveraner erwischen den besseren Start und bis zum ersten Torschuss der Hanseaten vergehen neun Minuten. Nach schönen Dorn-Pass genau in den Lauf von Agali geht der Flachschuss des Nigerianers knapp am langen Pfosten vorbei. Noch gefährlicher sind allerdings die Gäste, die sich innerhalb weniger Minuten mehrere gute Gelegenheiten erspielen: Nach Eckball von Huszti kommt Hanke zum Kopfball, den Rathgeb auf der Torlinie rettet (11.). Nach einem tollen Solo von Huszti geht dessen Flachschuss knapp neben den linken Pfosten (14.) und einen Gewaltschuss von Pinto kann Torhüter Wächter mit Glück und Geschick zur Ecke lenken (17.).

 

In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit haben die Hanseaten dann zwar optisch etwas mehr vom Spiel, wirklich durchdachte Angriffe jedoch bleiben Mangelware. Neben einem Distanzschuss von Kern, den Enke erst im Nachfassen pariert (23.), ist vor allem Agalis Volleyschuss aus der Drehung, den Enke gerade noch aus dem Dreiangel holt (37.), erwähnenswert. Und als sich auch ein angeschnittener Freistoß von Beinlich nur auf das Tornetz senkt, geht es torlos in die Kabinen. Berechtigt allerdings die Proteste der Hanseaten, als Enke unmittelbar vor dem Pausenpfiff eine Vinicius-Rückgabe aus kurzer Entfernung mit der Hand aufnimmt und Schiri Gräfe dies nicht ahndet (45.)!

 

Die erste Hansa-Chance nach dem Seitenwechsel entspringt erneut einem Beinlich-Freistoß, den Enke aus dem langen Eck holt (50.). Und nach einer Beinlich-Ecke trifft Orestes den Ball per Kopf nicht voll, so dass die Hannoveraner mit vereinten Kräften auf der Linie retten können (56.). Die bis dato klarste und am schönsten herausgespielte Chance der zweiten Halbzeit hat dann der zur Pause eingewechselte Heath Pearce, der einen herrlichen Kern-Pass erläuft, dessen Schuss Enke jedoch per Fußabwehr über die Latte lenkt (64.).

 

Mit zunehmender Spielzeit bestimmen die Hanseaten das Geschehen immer deutlicher, doch das erlösende Führungstor will nicht fallen. Ein Dorn-Kopfball nach Pearce-Flanke geht am rechten Pfosten vorbei (71.) und als der Ball parallel zur Hannoveraner Torlinie rollt, kommt Pearce einen Schritt zu spät (78.). Doch in der Schlussphase schlagen die Gäste dann zurück. Einen abgefälschten Huszti-Freistoß köpft Fahrenhorst aus Nahdistanz über die Linie. Und als die Hanseaten in der Schlussphase dann alles nach vorne werfen, werden sie weiter ausgekontert. Einen Krebs-Schuss aus Nahdistanz kann Wächter nicht festhalten, bevor Hanke abstaubt. Und als Hashemian per Eingabe von der Grundlinie Stajner anschießt, endet die Partie sogar noch 0:3 aus Rostocker Sicht.

 

F.C. Hansa: Wächter – Langen, Sebastian, Orestes, Stein – Beinlich (86. Hähnge), Rathgeb – Dorn (77. Bartels), Rahn (46. Pearce) – Kern, Agali

 

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