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28.10.2011 21:03 Uhr

'Ein Punkt für die Moral' - die Trainerstimmen zum Spiel gegen Cottbus

Claus-Dieter Wollitz: Ich denke es ist nachvollziehbar, wenn man emotional und enttäuscht wirkt, wenn man in letzter Sekunde noch den Ausgleich kassiert. Aber bleiben wir bei der Chronologie - wie haben diszipliniert gespielt, nicht gut, aber wir wollten erstmal die Ordnung behalten. Dann sind wir sicher etwas glücklich in Führung gegangen, durch einen Fehler des Gegners. Danach hatten wir noch zwei ähnliche Szenen und haben nicht viel zugelassen. Nach der Pause war klar, dass Hansa den Druck erhöht. Aber Chancen aus dem Spiel konnte ich für Hansa nicht feststellen, bis auf die eine von uns selbst verschuldete Chance von Semmer. Aber wir hatten sehr gute Konter und haben sie leider nicht genutzt.
Und dann kam die Nachspielzeit der Nachspielzeit. Lartey hat alle Standards gut geschossen. Ich finde, wenn man die Option hat, in der Nachspielzeit noch zu wechseln, ist es legitim, wenn man dies tut. Ottmar Hitzfeld ist dafür vor Jahren mal gefeiert worden. Bei uns wird dann wegen jedem Wechsel immer weiter nachgespielt. Warum trifft dies immer die gleichen Vereine? Letzte Woche dieser lächerliche Elfmeter gegen Hansa in Düsseldorf - den bekommt Rostock nie, den bekommt Cottbus nie, den bekommt Dresden nie, den bekommt Aue nie, aber bei Düsseldorf wird immer sofort auf den Punkt gezeigt.
Peter, jetzt kannst du den Rest erzählen.

Peter Vollmann: Eigentlich brauche ich gar nicht mehr viel sagen. Wir hatten in der ersten Halbzeit einen schlechten Gegenentwurf und mit dem Gegentor dann auch das Gegenteil von dem Spielverlauf, den wir uns gewünscht haben. Dadurch wird man natürlich auch nicht sicherer. Die Wechsel waren richtig, um mehr Input nach vorne zu bekommen. Cottbus hat sehr sicher gestanden, aber vergessen den Sack zu zu machen. Dabei hat Kevin Müller dann auch mehrmals hervorragend gehalten.
Wir haben versucht mit allen Mitteln und mit der Brechstange in den Sechzehner zu kommen und hatten mit Semmer die Riesenchance, als er frei vorm Tor nur den am Boden liegenden
Torwart trifft.
Ich kann der Mannschaft kämpferisch und von der Moral her keinen Vorwurf machen. Und wenn man in den letzten Sekunden den Ausgleich schiesst, dann geht es auch nicht darum, ob es verdient ist oder unverdient. Dann freut man sich, weil es eine Moralgeschichte ist, auch wenn wir heute zwei Punkte verloren haben.
Spielerisch fehlt uns auf so engem Raum im Moment die Leichtigkeit. Die Mannschaft freut sich über den Punkt, aber ich nicht so sehr. Ich wünsche mir, dass wir bis Weihnachten wieder
näher an unsere Ziele kommen.

Die gesamte Pressekonferenz sehen Sie bei Hansa-TV!

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