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17.04.2008 13:24 Uhr

Elfmetertöter ohne Glück des Tüchtigen

Sollte es das Glück des Tüchtigen tatsächlich geben, dann macht es um Stefan Wächter momentan einen großen Bogen. Bereits zum vierten Mal in der laufenden Saison parierte der Hansa-Keeper einen Strafstoß, doch nach dem Schlusspfiff der jeweiligen Begegnungen konnte er sich darüber kaum noch freuen. Besonders bitter für Stefan Wächter war dabei sicherlich der aktuelle Fall am Dienstag dieser Woche: Nachdem er den Elfmeter von Naldo abgewehrt hatte, nutze Klasnic den Nachschuss zum 2:1 Siegtreffer der Bremer. „Das waren wieder diese Kleinigkeiten, die manchmal entscheidend sind. Wir machen ein tolles Spiel, werden aber nicht dafür belohnt, weil wir einen winzigen Moment lang nicht aufmerksam genug sind. Dass der Bremer dann auch noch viel zu früh in den Strafraum gelaufen ist, macht die Sache nur noch bitterer“, ärgerte sich der Rostocker Torhüter, der erneut eine fehlerfreie Partie abgeliefert hatte.

Seinen ersten Elfmeter in dieser Saison parierte Stefan Wächter am 9. Spieltag beim VfL Wolfsburg, als er den scharf getretenen Ball von Marcelinho abwehren konnte. Doch durch einen Gegentreffer in der vorletzten Spielminute unterlag der F.C. Hansa noch mit 0:1. Beim Pokal-Achtelfinale in Hoffenheim blieb er dann Sieger im Elfmeterduell mit Salihovic, konnte allerdings auch dort die 1:2 Niederlage und das damit verbundene Ausscheiden aus dem Pokalwettbewerb nicht verhindern.

Einen Monat später durfte Stefan Wächter seine Qualitäten als Elfmetertöter dann auch erstmals in der heimischen DKB-Arena unter Beweis stellen. Schon in der Anfangsphase der Partie bekamen die Gäste einen Foulstrafstoß zugesprochen, den Wichniarek ausführte. Kein Problem jedoch für den Rostocker Keeper, der den flach getretenen Ball hielt. Am Ende musste sich der F.C. Hansa dennoch mit einem 1:1 Unentschieden begnügen - eigentlich auch zu wenig in einem Heimspiel gegen einen unmittelbaren Konkurrenten. Und so hielt sich die Freunde über seine eigene Leistung ein weiteres Mal in Grenzen.

Und nun also das Elfmeterdrama gegen Werder Bremen. Der Torhüter des F.C. Hansa, der am kommenden Sonntag seinen 30. Geburtstag feiert, reagierte erneut prächtig, doch der Nachschuss der Bremer sorgte dafür, dass die Hanseaten nach dem 29. Spieltag wieder auf einen Abstiegsplatz in der Bundesliga-Tabelle rutschten. „Dabei haben wir gegen Werder Bremen gute Arbeit abgeliefert und hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt. Und das ist ja nicht das erste Mal, dass wir so bitter verlieren“, war Stefan Wächter tief enttäuscht und wies auch jedes Lob, das an ihn herangetragen wurde, zurück: „Ich kann das alles nicht mehr hören. Wir brauchen Punkte!“

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