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25.10.2011 11:38 Uhr

Energie Cottbus präsentiert sich trotz Abwärtstrend weiterhin auswärtsstark

Wenn es am Freitag ab 18 Uhr zum Duell mit Energie Cottbus kommt, handelt es sich bereits um das 15. Gastspiel der Lausitzer bei der ersten Mannschaft des F.C. Hansa. Zweimal zogen die Rostocker in die nächste Runde des FDGB-Pokals ein und blieben auch in den bislang zwölf Meisterschaftsspielen ungeschlagen. Während es in den sechs Punktspielen vor der Vereinigung der beiden deutschen Fußballverbände sogar sechs Hansa-Siege mit einer Tordifferenz von 17-1 gab, verliefen die sechs Heimspiele nach Eingliederung in die Bundesligen bei weitem nicht mehr so torreich. Allein vier Duelle endeten 0:0, während der F.C. Hansa nur noch zweimal (1:0, 3:2) als Sieger vom Platz ging.

Auch in der aktuellen Saison präsentieren sich die Cottbuser auswärts recht erfolgreich, haben in sechs Spielen auf fremden Plätzen nur acht Gegentore kassiert und können mit drei Siegen und einem Unentschieden auf eine positive Bilanz verweisen. Nur die beiden Spitzenteams aus Fürth und Frankfurt sowie der SC Paderborn haben auswärts mehr Punkte eingefahren als Energie. Daheim hingegen ist die Bilanz der Mannschaft von Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz mit nur zwei Siegen und einem Remis negativ. Zudem hat sie im heimischen Stadion der Freundschaft schon 15 Gegentreffer kassiert, so viele wie kein anderer Zweitligist! In der Heimtabelle rangiert der FC Energie nur auf Rang 14, knapp hinter dem F.C. Hansa.

Die höchste Cottbuser Saisonniederlage gab es mit dem 0:5 zu Hause gegen 1860 München bereits am 6. August, doch seinerzeit schien dieses Ergebnis noch ein Ausrutscher zu sein. Nach fünf Spieltagen hatte der FCE schon 12 Zähler auf dem Konto und als Tabellendritter nur einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter FC St. Pauli. Nach dem anschließenden 0:0 in Aue führten die Cottbuser beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt bereits mit 3:1, hätten dem Liga-Krösus um ein Haar die erste Saisonniederlage beigebracht und sich selbst damit an der Tabellenspitze festsetzen können. Doch eine Minute vor dem Ende kassierten sie noch den 3:3 Ausgleich.

Danach ging es bergab mit dem FC Energie, der gegen die anderen direkten Kontrahenten im Aufstiegskampf sogar völlig leer ausging. Die Niederlagen in Braunschweig (1:3) und Düsseldorf (2:4) sowie gegen St. Pauli (1:4) und Fürth (0:2) sorgten für ein Abrutschen auf den achten Tabellenplatz. Daran konnte auch der zwischenzeitliche Auswärtssieg (1:0 ) beim FSV Frankfurt nichts ändern, denn von den vergangenen sieben Meisterschaftsspielen konnte der FC Energie nur dieses eine gewinnen.

Zu schwer wiegt wohl doch der Verlust von Nils Petersen, der in der Vorsaison als Torschützenkönig der 2. Bundesliga dafür sorgte, dass Cottbus mit 65 Treffern den zweitbesten Angriff stellte. Während Petersen, der in 33 Spielen immerhin 25 Tore erzielt hatte, zum FC Bayern wechselte, verließ mit Emil Jula auch der zweitbeste Torschütze den Verein. Der Rumäne, den es zum MSV Duisburg zog, konnte in der vergangenen Saison ebenfalls auf eine zweistellige Trefferquote verweisen. So musste die Cottbuser Offensive im vergangenen Sommer komplett umgebaut werden.

Immerhin gelang es den Cottbuser Verantwortlichen, Dimitar Rangelov, der schon von 2007 bis 2009 für den FC Energie stürmte, zurück an die Spree zu lotsen. Der 28-jährige Bulgare führte bis zum vergangenen Sonntag sogar die Torjägerliste an und ist aktuell mit sieben Treffern drittbester Schütze der 2. Bundesliga. Verzichten müssen die Lausitzer allerdings auf Martin Fenin, der aus gesundheitlichen Gründen auf unbestimmte Zeit ausfällt. Der tschechische Nationalspieler, der zuletzt für Eintracht Frankfurt stürmte, war kurz vor Transferschluss als weiterer Hoffnungsträger für die Offensive verpflichtet worden.

Zum damaligen Zeitpunkt hatten die Cottbuser noch sehr gute Karten im Kampf um den Wiederaufstieg in die Bundesliga, der sie bereits von 2000 bis 2003 und 2006 bis 2009 angehörten. Aktuell jedoch sieht es nicht mehr danach aus, als sollte der Cottbuser Weg 2012 wieder in die höchste Spielklasse führen. Mit jeweils fünf Siegen und Niederlagen ist die Bilanz nach zwölf Spieltagen nur noch ausgeglichen, wobei der Rückstand auf Rang 3 inzwischen schon auf elf Punkte angewachsen ist. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge hingegen beträgt nur noch acht Punkte und könnte bei einer Niederlage in Rostock sogar weiter schrumpfen. Möglichweise werden sich die Cottbuser also sogar neu orientieren müssen.

Tickets für das Heimspiel am kommenden Freitag-Abend gibt es HIER!

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