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30.06.2008 12:07 Uhr

Enrico Kern: Ich will wieder Bundesliga spielen

Nach der EM ist vor der Bundesliga. Und nach Schwarz-Rot-Gold leuchten nun wieder die Vereinsfarben überall in Deutschland. Der F.C. Hansa Rostock startet am Mittwoch in die Fußball-Saison 2008/2009. Die Mannschaft von Cheftrainer Frank Pagelsdorf tritt am 2. Juli 2008 um 14 Uhr im Volksstadion erstmals wieder vor die Fans. Vor dem neuen Spieljahr sprachen wir mit Hansa-Stürmer Enrico Kern. 

Herr Kern, wo liegt der Maßstab für die neue Saison?

Enrico Kern: Für mich ist der Maßstab das letzte Spiel in der Bundesliga. Am 34. Spieltag haben wir in Bochum schon mit einer Mannschaft in der Anfangsformation gespielt, mit der wir jetzt bis auf Tim Sebastian auch in der 2. Liga spielen könnten. Wir haben damals ein gutes Spiel gemacht und uns mit einem 2:1-Sieg ordentlich aus der Bundesliga verabschiedet. Dies gibt mir Hoffnung.

Erheben Sie damit den Bundesliga-Absteiger F.C. Hansa zum Favoriten für den Aufstieg?

Enrico Kern: Getippt habe ich als Aufsteiger Hansa, Nürnberg und Duisburg. Vereine wie Nürnberg und Duisburg oder andere haben zugelegt, was Verstärkungen anbelangt und ich glaube, einen Traditionsverein wie Kaiserslautern wird man in Zukunft auch nicht mehr da unten rumwursteln sehen. Und dann sehe ich eine Gruppe um Hansa, von der ich denke, dass sie das Potential zum Aufstieg hat. Ich sehe unsere Mannschaft so wie Deutschland bei der EM. Die Jungs haben gezeigt, was man mit Organisation, Konzentration, Disziplin, Willen, Leidenschaft und Charakter erreichen kann.

Das Bild der Hansa-Mannschaft hat sich nicht groß verändert?

Enrico Kern: Mit Stefan Beinlich und Rene Rydlewicz sind schon zwei sehr erfahrene Spieler von Bord, mit Tim Sebastian und Marc Stein fehlen uns zwei Stammspieler. Aber nun gilt es eben für die anderen Jungs, in die Lücken zu springen.

Wie wichtig ist die Hierarchie in einer Mannschaft?

Enrico Kern: Sehr wichtig, sonst stimmt die Chemie einer Mannschaft nicht. Ich wiederhole hier nur, was ich zum Saisonende schon gesagt habe, dieser Abstieg war absolut unnötig und ist noch heute sehr ärgerlich. Ich habe bis jetzt daran zu knabbern. Deshalb sind zum Saisonbeginn Hierarchie und Disziplin zwei wichtige Basispunkte für die Zukunft.

Wird es schwerer als vor zwei Jahren, aufzusteigen?

Enrico Kern: Man kann solche Vergleiche nicht ziehen. Aber unser Wille, es zu schaffen, muss unbedingt da sein.

Wie beurteilen Sie die neuen Spieler?

Enrico: Ich kenne weder Robert Lechleiter, noch Mario Fillinger oder Kevin Schindler persönlich. Aber ich merke schon, dass zwischen Robert und mir Vergleiche angestellt werden. Die Hoffnung, dass der Bayer, wie ich vor zweieinhalb Jahren, als ich aus Regensburg kam, seinen Torinstinkt in die 2. Liga mitbringt, ist wohl überall da. In jedem Fall kommen da junge, hungrige Leute, die für Tore und Furore sorgen wollen. Auch die Entwicklung von Spielern wie Fin Bartels oder Simon Tüting ist ja noch nicht abgeschlossen…

Im Aufstiegsjahr haben Sie Stürmer, in der Bundesliga eher im Mittelfeld gespielt. Wo würden Sie am liebsten spielen?

Enrico Kern: Grundsätzlich spiele ich da, wo der Trainer mich hinstellt. Aber meine Stärken, so hat es die Vergangenheit gezeigt, liegen wohl im Sturm…

Hatte der Trainer für den Urlaub eigentlich eine Pulsuhr mit ins Gepäck gelegt?

Enrico Kern: Nein, wir sollten uns nur erholen. Aber jeder hat da eine gewisse Eigendisziplin. Mir tat die Erholung gut. Wir kennen unseren Trainer: Ab jetzt stehen schweißtreibende Wochen vor uns. Aber wir haben auch ein hohes Ziel. Ich will wieder Bundesliga spielen und nicht nur ich.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die neue Saison.

 

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