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04.09.2007 08:46 Uhr

Enrico Kern im Interview mit Hansa-Online

Neben Torhüter Stefan Wächter sowie den beiden Innenverteidigern Tim Sebastian und Orestes gehört Stürmer Enrico Kern zu jenen vier Hanseaten, die bislang noch keine Bundesliga-Minute verpasst haben. Gegen Borussia Dortmund vertrat er nicht nur den verletzten Stefan Beinlich als Kapitän, sondern präsentierte sich gleichzeitig als Führungsspieler auf dem Platz. Leider traf auch der Mann mit der Rückennummer 9 zweimal nur die Latte und konnte die knappe 0:1 Heimniederlage nicht verhindern.
Vor dem Beginn der neuen Trainingswoche nahm Enrico Kern Stellung zur aktuellen Situation der Mannschaft.

 

Frage: Enrico, ist die unglückliche Niederlage gegen Dortmund inzwischen schon verdaut?

Kern: Ganz so schnell geht das leider nicht. Momentan denkt man natürlich noch häufig daran, zumal man ja auch durch entsprechende Artikel in den Tageszeitungen ständig daran erinnert wird.

 

Frage: Hast du also auch die beiden trainingsfreien Tage in Rostock verbracht?

Kern: Nein, ich war zu Hause im Erzgebirge. Aber auch dort wird in der Presse viel über den F.C. Hansa berichtet.

 

Frage: Von einigen Seiten wird dabei auch schon mal die Bundesliga-Tauglichkeit des F.C. Hansa angezweifelt. Kannst Du das nachvollziehen?

Kern: Nein, eigentlich nicht. Wir stehen zwar am Tabellenende, aber haben uns zuletzt ja von Spiel zu Spiel gesteigert und trotz der Niederlage zuletzt gegen Dortmund ein richtig gutes Spiel gemacht.

 

Frage: Trotzdem stehen null Punkte zu Buche. Wie konnte es dazu kommen?

Kern: Ein Grund ist sicherlich, dass wir eine sehr junge Mannschaft sind, die sich zu Beginn noch zu sehr von der neuen Liga hat beeindrucken lassen. Zumindest Nürnberg und Frankfurt waren Gegner, wo wir sonst sicherlich hätten punkten können. Und gegen Dortmund haben wir uns eigentlich nichts vorzuwerfen, außer, dass der Ball nicht rein ging.

 

Frage: Ein Tor in 360 Minuten ist eine magere Quote. Wie beurteilst Du das als Stürmer?

Kern: Da muss man sicherlich unterscheiden. In den ersten Saisonspielen haben wir uns als Mannschaft tatsächlich viel zu wenige Einschussmöglichkeiten herausgespielt, darunter hat die Offensive gelitten. Bei den vielen Chancen gegen Dortmund dagegen war es einfach nur Pech.

 

Frage: Welchen Anteil hatte die Rückkehr von Victor Agali an der klaren Steigerung im Angriffsverhalten.

Kern: Allein schon durch seine Körperstatur ist er eine Bereicherung, vor allem bei hohen Bällen. Fast hätte es bei ihm ja schon mit einem Kopfballtor geklappt. Natürlich muss das Zusammenspiel noch verbessert werden, aber dafür werden wir die kommenden Tage natürlich nutzen.

 

Frage: Kommt Euch die Bundesliga-Pause also recht?

Kern: Ganz so würde ich das nicht sagen. Sicherlich hat sie auch Vorteile, doch andererseits ist es natürlich schade, dass die Pause momentan so lang ist. Jetzt, wo wir die Scheu endlich abgelegt und unter Beweis gestellt haben, dass wir in der Liga mitspielen können, hätte es natürlich auch gleich so weiter gehen können. Insofern ist die längere Pause auch ein bisschen ärgerlich.

 

Frage: Beschäftigt man sich da schon mit dem nächsten Gegner Arminia Bielefeld?

Kern: Die beiden freien Tage sind ja dazu da, um einmal vom Fußball abzuschalten. Doch wenn wir am Mittwoch wieder ins Training einsteigen, konzentrieren wir uns natürlich auch schon auf den nächsten Gegner.

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