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18.10.2006 08:12 Uhr

Erste Tabellenführung nach 11 Jahren macht Lust auf mehr

Auf diesen Tag hatten die Fans des F.C. Hansa lange gewartet: nach mehr als 11 Jahren oder genau 4137 Tagen hat unsere Mannschaft am vorigen Sonntag mit dem 1:0-Erfolg bei Wacker Burghausen wieder eine Tabellenführung erobert.

Hansa Rostock auf Platz eins - das hatte es zuvor zum letzten Mal am 18. Juni 1995 gegeben, als unsere Mannschaft in der 2. Liga am letzten Spieltag mit einem 1:0 beim 1. FC Nürnberg nach dem Bundesliga-Aufstieg auch die Meisterschaft perfekt machte – mit Trainer Frank Pagelsdorf und Mittelfeld-Regisseur Stefan Beinlich.

 

Deshalb war es wohl ein gutes Omen, dass „Paule“ ausgerechnet beim erneuten Sprung an die Spitze erstmals seit sieben Wochen wieder für den F.C. Hansa auf dem Platz stand. Nach seinen hartnäckigen Adduktorenbeschwerden war Stefan Beinlich als 19. Spieler mit nach Burghausen gefahren, wo Trainer Frank Pagelsdorf dann am Sonntagmorgen entschied, seinen Kapitän von Anfang an spielen zu lassen.

Mit dem Routinier im Mittelfeld setzte unsere Mannschaft dann ihre Serie fort, die sie auch ohne Beinlich in den letzten Wochen erfolgreich ausgebaut hatte. Nach sieben Spielen ist der F.C. Hansa bei fünf Siegen und zwei Unentschieden noch ungeschlagen, Torhüter Mathias Schober musste erst zwei Gegentore hinnehmen und steht damit hinter der besten Abwehr der zweiten Liga.

 

„Wir stehen insgesamt kompakt und lassen nicht viele Tormöglichkeiten zu. Die ganze Abwehr arbeitet sehr gut mit. Es gibt keine großen Lücken innerhalb der Mannschaft. Was dann doch mal durchkommt, dafür bin ich da“, sagt „Schobi“, der sich bislang in dieser Saison in herausragender Form präsentierte.

Dass das Team von Frank Pagelsdorf mit neun erzielten Toren 17 Punkte geholt hat, spricht für große Effizienz. So reichte in den letzten beiden Spielen gegen den MSV Duisburg und in Burghausen jeweils ein Treffer, um drei Punkte einzufahren. Und der Mann für diese entscheidenden Tore heißt Enrico Kern, der schon fünfmal in dieser Saison erfolgreich war – und jedes Mal mit dem 1:0 den Grundstein für den Sieg legte.

Bevor Enrico Kern in Burghausen zuschlug, musste unsere Mannschaft allerdings mehrmals das Glück strapazieren. „Das Glück des Tüchtigen“, wie Mathias Schober es formulierte. Zweimal traf Burghausens Nicu nur die Latte von Schobers Tor, einmal landete der Ball noch am Außenpfosten des Hansa-Gehäuses. Doch in der 75. Minute kam dann der Auftritt von Enrico Kern. Nach einem Zuspiel von Djordjije Cetkovic ließ der Torjäger erst zwei Burghausener Abwehrspieler stehen, düpierte dann auch noch den bundesliga-erfahrenen Wacker-Keeper Uwe Gospodarek und schob zum Siegtreffer ein. Das Tor widmete er nach dem Spiel seiner Tochter, die zu Hause mit Bauchschmerzen und Fieber im Bett lag.

 

Fast in der gleichen Spielminute hatte Enrico Kern auch im letzten Heimspiel gegen Duisburg die Nerven behalten. Vor 27.000 Fans im vollbesetzten Ostseestadion und vielen Fernsehzuschauern in ganz Deutschland hatte der F.C. Hansa im Spitzenspiel gegen die „Zebras“ vor allem in der ersten Halbzeit ein temporeiches Spiel abgeliefert. Doch trotz einiger guter Chancen sprang nur ein Treffer von Abwehrchef Gledson heraus, der allerdings wegen einer Abseitsstellung des Brasilianers nicht anerkannt wurde. Nach dem Seitenwechsel wurden die Duisburger dann zunächst stärker, doch der F.C. Hansa hielt erfolgreich dagegen.

In der 76. Minute fiel dann die Entscheidung. Der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Djordjije Cetkovic wurde im Strafraum von MSV-Keeper Sven Beuckert gefoult, Enrico Kern ließ sich vom Elfmeterpunkt die Chance nicht entgehen und vollstreckte zum 1:0-Siegtreffer.

Damit behauptete der F.C. Hansa auch im dritten Heimspiel seine weiße Weste im Ostseestadion – drei Spiele, drei Siege, kein Gegentor. Diese Serie soll jetzt auch gegen Kickers Offenbach Bestand halten. Zumal unsere Mannschaft mit den Hessen aus der vorigen Saison noch eine kleine Rechnung offen hat. Zunächst gab es gleich am ersten Spieltag der vorigen Saison eine 1:2-Niederlage, im Achtelfinale des DFB-Pokals folgte dann nach einem turbulenten Spiel das Aus im Elfmeterschießen. Im dritten Anlauf soll es jetzt klappen mit dem ersten Heimsieg gegen die Kickers.

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