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11.07.2007 08:39 Uhr

Es schmerzte noch mehr, zuschauen zu müssen

Wenn die Hanseaten am heutigen Mittwoch ins Trainingslager nach Kühlungsborn aufbrechen, ist auch der letzte Spieler des aktuellen Hansa-Kaders endgültig in der neuen Saison angekommen. Regis Dorn, der nach seiner Meniskus-Operation während der Sommerpause ein Reha-Programm absolvieren musste und auch zuletzt noch separat trainierte, wird heute ins Mannschaftstraining einsteigen. „Darauf haben wir mit einem genau abgestimmten Trainingsprogramm hingearbeitet, so dass ich jetzt praktisch keinen echten Trainingsrückstand habe. Ich bin froh, dass bislang alles nach Plan gelaufen ist", freut sich der Hansa-Angreifer, auch wenn er immer noch nicht völlig schmerzfrei ist: „Doch die Tatsache, dass ich so lange zuschauen musste, hat eigentlich noch viel mehr geschmerzt!"

 

Rückblickend betrachtet war der Ehrgeiz, den Regis Dorn im vergangenen Februar nach seinem Wechsel zum FC Hansa entwickelt hatte, wohl doch übertrieben: „Nach einem Innenbandeinriss soll man normalerweise acht Wochen pausieren. Doch als ich nach Rostock kam, waren erst fünf Wochen vergangen", erklärt der 27jährige Franzose. Dem Verein will er dennoch keinen Vorwurf machen: „Denn ich wollte ja auch unbedingt gleich spielen." Und da die Hanseaten zuvor zum Rückrundenstart ihre ersten beiden Saisonniederlagen kassiert hatten und dabei auch ohne Torerfolg geblieben waren, beorderte ihn Trainer Frank Pagelsdorf beim Heimspiel gegen Fürth sofort in die Startelf. Mehr als einen Treffer beim 2:0 Heimsieg über Paderborn zwei Monate später konnte Regis Dorn dann allerdings nicht zum Hansa-Aufstieg beisteuern. Der Zustand seines Knies verschlechterte sich wieder, am Saisonende war eine OP unausweichlich.

 

Nun jedoch will der 1,84 m große Stürmer richtig angreifen. Über Kurzeinsätze in den nächsten Testspielen soll er sich die nötige Spielpraxis aneignen, die nötig ist, um vielleicht schon beim ersten Pflichtspiel der Saison, dem Pokalspiel am 4. August gegen Rot-Weiß Hasborn, in die Startelf zu rücken. An diesem Ziel ändert auch die Tatsache nichts, dass der FC Hansa mit Addy-Waku Menga einen zusätzlichen Stürmer verpflichtet hat: „Konkurrenz ist immer gut, wenn man sich weiter entwickeln will. Von mir aus kann auch noch ein weiterer Stürmer kommen", spielt er auf die Schlagzeilen an, dass sich mit Ailton ein namhafter Bundesliga-Goalgetter zuletzt beim FC Hansa ins Gespräch gebracht hat.

 

Natürlich fiebert auch Regis Dorn schon dem Punktspielstart am 11. August in München entgegen: „Das Top-Spiel gleich zum Auftakt ist sicherlich nicht verkehrt. Die Erwartungen bei den Bayern-Fans sind sehr sehr hoch geschraubt. Das könnte unsere Chance sein, wenn es uns gelingt, dort als echte Mannschaft aufzutreten." Der Mann mit der Rückennummer 20, der zu den wenigen Hanseaten mit Erstliga-Erfahrung gehört, glaubt ohnehin: „Während die anderen Mannschaften wohl die besseren Einzelspieler haben, leben wir von unserem Teamgeist. Damit sind wir aufgestiegen und den müssen wir nun auch in die 1.Liga mitnehmen."

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