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12.04.2012 16:53 Uhr

Ex-Hanseat Patric Klandt: „Hansa kann in der 2. Liga mithalten!“

Patric Klandt (28) ist Torwart beim FSV Frankfurt. Der Hesse aus Frankfurt am Main spielte einst für die FF Sportfreunde 04 Frankfurt, für Eintracht Frankfurt und den VfR Kesselstadt sowie SV Wehen-Taunusstein, ehe er zwischen 2006 und 2007 beim F.C. Hansa Rostock landete und 36 Begegnungen bei den Amateuren des F.C. Hansa Rostock absolvierte. Danach ging er zum FSV Frankfurt und machte seither mehr als 120 Spiele, fehlte nur selten. Der gebürtige Frankfurter kam im Januar 2008 vom F.C. Hansa an den Bornheimer Hang, setzte sich auf Anhieb als Stammtorhüter durch und stieg noch im gleichen Jahr mit dem FSV in die 2. Bundesliga auf. "Patric hat in den vergangenen vier Jahren konstant starke Leistungen im Tor des FSV Frankfurt gezeigt. Als Säule dieser Mannschaft ist es uns wichtig, dass er weiterhin mit seiner Qualität, seiner Ausstrahlung und seinem Stellenwert innerhalb der Mannschaft ein bedeutender Teil dieses Teams bleibt", freute sich jüngst FSV-Geschäftsführer Uwe Stöver, als Patric Klandt einen neuen Dreijahresvertrag am Main unterschrieben hatte.
fc-hansa.de sprach vor dem Spiel am Freitag, dem 13. April 2012 in der DKB-Arena (Anstoß 18 Uhr), mit dem ehemaligen Hansa-Keeper.

fc-hansa.de: Hallo Patric, wie geht es Dir?
Patric Klandt: Mir geht es super, ich bin schließlich nach der Zeit in Rostock wieder zu Hause, habe meine Familie um mich und bin sportlich und privat sehr zufrieden hier.

fc-hansa.de: Was fällt Dir ein, wenn Du an die Rostocker DKB-Arena denkst?
Patric Klandt: Ich bin hier mit der Mannschaft in die Bundesliga aufgestiegen. Aber natürlich ist da auch dieses 1:9 mit der 2. Mannschaft, als wir im Pokal gegen Schalke verloren haben. Damals saß unserer Trainer Frank Pagelsdorf auf der Tribüne – und ich stand bei ihm nach den neun Gegentoren praktisch auf dem Abstellgleis. Dieser Wermutstropfen bleibt in meinem Leben. So lief es nicht optimal für mich an der Ostsee.

fc-hansa.de: War Deine Zeit in Rostock hinter Mathias Schober und Jörg Hahnel sinsofern eine verlorene Zeit?
Patric Klandt: Nein, niemals. Ich habe doch von Schobi und Jockel sowie unserem damaligen Torwarttrainer Perry Bräutigam viel gelernt. Ursprünglich sollten Jockel und ich Schobi Druck von hinten machen, jeder von uns als Nummer 2 auf der Bank wechseln. Aber nach dem besagten 1:9 war das vergessen. Es war im Nachhinein ungünstig, dass damals zu einer neuen Saison zwei sicherlich gleichwertige Leute als Nummer 2 kamen.

fc-hansa.de: War der Weg zum FSV im Tausch mit Kenneth Kronholm rückblickend betrachtet  goldrichtig? Schließlich hast Du dort Deine Konkurrenten Florian Schürenberg und Marjan Petkovic „überlebt“ und fast 120 Spiele am Stück gemacht. Dein Status als Nummer eins ist unbestritten.
Patric Klandt: Ja, das war damals die richtige Entscheidung. Ich ging im Winter 2008 in die 3. Liga, ich habe sofort im Tor des FSV gestanden und wir sind aufgestiegen. Das war schon sensationell. Da habe ich wirklich alles richtig gemacht. Auch wenn ich zum Ende der letzten Saison mal fünf Spiele unter Hans-Jürgen Boysen raus war, weil mir angeblich der Atem gefehlt hat. Aber: Ich denke, dass ich insgesamt immer bewiesen habe, dass ich ein ganz ordentlicher Torwart und kein so genannter Fliegerfänger bin…(lacht).

fc-hansa.de: Wem hast Du denn in jüngster Zeit Deine Entwicklung zu verdanken?
Patric Klandt: Da muss ich Tomas Oral nennen, der hat mich ja nach Frankfurt geholt. Aber auch unser Torwarttrainer Norbert Lorz hat seinen Anteil.

fc-hansa.de: Hast Du aus Hansa-Zeiten noch Kontakte nach Rostock oder zu den damaligen Torhütern gehalten?
Patric Klandt: Meine damalige Mannschaft hat sich ja praktisch aufgelöst und so lange war ich am Ende auch nicht in Rostock. Am längsten hatte ich noch zu Jockel Hahnel Kontakt. Aber auch dieser ist mit der Zeit eingeschlafen. Insofern freue ich mich, ihn in Rostock zu treffen.

fc-hansa.de: Beim FSV spielten zuletzt bis zu fünf Rostocker. Mit Zafer Yelen, Gledson, Mario Fillinger und Dir sind es noch vier, da Andreas Dahlen den Verein verlassen hat. Bildet Ihr da eine Gruppe in der Mannschaft?
Patric Klandt: Wir sind eine Mannschaft und haben hier keine Grüppchen-Bildung. Mit Andreas Dahlen und Mario Fillinger habe ich damals in Rostock nicht gespielt. Mit Gledson und seiner Frau Serena sowie meiner Freundin Jasmin und mir ist der Kontakt aber etwas intensiver, vor allem unter den Frauen.

fc-hansa.de: Wie siehst Du Eure Leistungen im Vergleich zum Vorjahr?
Patric Klandt: Im Vorjahr waren wir am 16. Spieltag auf Platz sieben, sind dann eingebrochen. Jetzt haben wir uns vor allem in der Rückrunde stabilisiert – so wie in meinen ersten beiden Jahren hier. Wir mussten diesmal ja 15 neue Spieler integrieren und das war nicht so einfach. Positiv war natürlich, dass wir im Winter noch zwei, drei interessante Spieler dazu bekamen.

fc-hansa.de: Ist Eure Mannschaft aus dem Abstiegskampf schon voll raus?
Patric Klandt: Nein, das sind wir noch nicht. Wir haben noch ein hartes Stück Arbeit vor uns und müssen bis zum Schluss wachsam sein.

fc-hansa.de: Welche Rolle spielte der jüngste Trainerwechsel von Hans-Jürgen Boysen auf Benno Möhlmann für den Abstiegskampf?
Patric Klandt: Benno Möhlmann hat noch mal frischen Wind und neuen Zug reingebracht. Damit wuchs unser Punktepolster nun doch schnell kräftig an, ohne dass wir schon gerettet sind.

fc-hansa.de: Wie wichtig ist das Spiel gegen den FCH für Euch?
Patric Klandt: Es geht für uns um den Sieg und drei höchst wichtige Punkte. Aber wir wissen natürlich, dass Hansa momentan einen Lauf hat. Hansa ist für mich ohnehin eine Mannschaft, die besser als ihr Tabellenplatz ist und in der 2. Liga durchaus gut mithalten kann. Ich erwarte also für uns ein ganz schweres Spiel.

fc-hansa.de: Was glaubst Du, mit wie vielen Punkten steigt man nicht ab?
Patric Klandt: Diese Liga ist so verrückt und so ausgeglichen, da möchte ich mich wirklich nicht festlegen.

fc-hansa.de: Du giltst als bodenständiger und sympathischer Frankfurter Junge, als eine echte Identifikationsfigur des FSV Frankfurt. Du hast gerade für alle drei Ligen für drei Jahre verlängert. Welches sind denn Deine sportlichen Ziele in der Zukunft?
Patric Klandt: Hier in Bornheim fühle ich mich tatsächlich zuhause und mit dem FSV Frankfurt haben wir in den letzten Jahren auch wirklich etwas Beachtliches erreicht. Ich bin davon überzeugt, dass wir noch nicht am Ende dieser Erfolgsgeschichte angekommen sind und peile so auch noch weitere große Ziele mit dem FSV an. Mit meiner Unterschrift wollte ich meine absolute Überzeugung zum Bewerkstelligen des Klassenerhalts demonstrieren.

fc-hansa.de: Vielen Dank für das Gespräch!

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