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28.08.2007 17:40 Uhr

Ex-Meister Dortmund kommt in die DKB-Arena

Die aktuellen Tabellenplätze nach ein, zwei oder auch drei absolvierten Spieltagen haben bekanntlich noch keine allzu große Aussagekraft. Und dennoch: Die sprichwörtliche „Rote Laterne" für das Schlusslicht der Liga möchte sicherlich niemand gern im Fenster stehen haben.

In der gerade begonnenen Bundesliga-Saison 2007/08 standen mit dem F.C. Hansa (nach dem ersten und dritten) sowie Borussia Dortmund (nach dem zweiten Spieltag) zunächst jene beiden Mannschaften am Tabellenende, die am kommenden Sonnabend ab 15.30 Uhr in der Rostocker DKB-Arena aufeinander treffen.

Die „fetten Jahre" der Borussia, in denen zwischen 1995 und 2002 dreimal die Deutsche Meisterschaft sowie 1997 Champions-League und Weltpokal gewonnen wurden, scheinen zunächst vorbei zu sein. In der Vorsaison mussten die Dortmunder sogar erstmals nach vielen Jahren wieder um den Klassenerhalt bangen: Mit nur einem Punkt aus fünf aufeinander folgenden Spielen standen sie nach dem 27.Spieltag plötzlich auf dem vorletzten Tabellenplatz! Und konnten sich unter Leitung des Ex-Rostockers Thomas Doll, der die Mannschaft Mitte März übernommen hatte, erst im Schlussspurt noch retten.

In dieser Saison wollen sich die Dortmunder nun wieder an jene Regionen orientieren, die die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb ermöglichen. Dazu hat man den Kader mit sechs Neuzugängen verstärkt, wobei allein 7,5 Millionen Euro Ablöse in die Mittelfeldspieler Mladen Petric (FC Basel) und Jakub Blaszczykowski (Wisla Krakow) sowie Stürmer Diego Klimowicz (VfL Wolfsburg) investiert wurden. Zu den namhaften Verpflichtungen zählen auch Robert Kovac, der von Juventus Turin in die Bundesliga zurückkehrt, und der Zweitliga-Spieler der Vorsaison, Giovanni Federico vom Karlsruher SC. Zudem wurde der für ein Jahr zum FC Basel ausgeliehene Delron Buckley zurückgeholt.

Eigentlich nur als Reserve-Keeper geholt wurde in diesem Sommer Marc Ziegler (zuletzt Arminia Bielefeld), der jedoch am kommenden Sonnabend das Tor der Borussen hüten wird, da Roman Weidenfeller gesperrt ist. Was allerdings kein Vorteil für den F.C. Hansa sein muss: Denn während die Dortmunder mit Weidenfeller an den ersten beiden Spieltagen zweimal verloren und dabei sieben Gegentore kassierten, blieb Ziegler am vergangenen Sonntag unbezwungen und seine Mannschaft schaffte mit dem 3:0 Sieg über Energie Cottbus den Befreiungsschlag.

Bislang wurde die Rote Laterne also auf dem Postweg von Rostock nach Dortmund und wieder zurück geschickt. Es wäre schön, wenn sie am kommenden Sonnabend wieder in den Mannschaftsbus der Borussen verfrachtet werden könnte. Ein Sieg mit zwei Treffern Differenz würde den Hanseaten genügen, um Borussia Dortmund in der Tabelle erneut zu überflügeln. Und sollte die Rote Laterne dann möglicherweise trotzdem nach Cottbus wandern, hätten die Hansa-Fans sicherlich auch nichts dagegen.

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