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05.03.2012 11:15 Uhr

Fans mit Handicap auf Fahrt

Nach längerer Pause gab es zum Auswärtsspiel in Braunschweig wieder eine organisierte Auswärtsfahrt für Hansa-Fans mit Handicap. Auf deren Wunsch wurde durch den Behindertenbeauftragten Uwe Schröder eine zweitägige Tour mit Übernachtung organisiert, an der sich beide Vereine finanziell beteiligten.

Bereits um 5 Uhr morgens ging es am Sonnabend mit der Bahn über Hamburg und Uelzen nach Braunschweig. Da – entgegen der Zusagen im Vorfeld – der Zug von Uelzen nach Braunschweig keine Elektro-Rollstühle befördern konnte, musste sogar noch ein Umweg über Hannover eingelegt werden. Erst um 12 Uhr – und damit eine Stunde später als vorgesehen, kam die zehnköpfige Reisegruppe in Braunschweig an.
Nach dem Einchecken im Hotel waren die Rostocker aber trotzdem noch pünktlich um 14 Uhr am Büro des Stadtmarketings, wo man sich mit einer ebenso großen Gruppe Braunschweiger traf. Gemeinsam nahmen die Fans beider Vereine an einer speziell für Menschen mit Behinderung zugeschnittenen Stadtführung zum Thema „Fußball in Braunschweig seit 1874“ teil. Die Kosten dafür übernahm der gastgebende Verein.

Am anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken sowie am Abendesssen beteiligte sich auch der F.C. Hansa finanziell, wobei es abseits vom Protokoll noch eine Überraschung gab. Nachdem die Mannschaft von Eintracht Braunschweig im gleichen Hotel zu Abend gegessen hatte, gesellte sich deren Trainer Torsten Lieberknecht zu den Fans mit Handicap. Etwas mehr als eine Stunde lang wurde in lockerer Runde über Fußball diskutiert.

Am Sonntag vor dem Spiel war hinter der Nordkurve des Stadions ein Treffen organisiert, am dem neben den beiden sportlichen Leitern Marc Arnold (Eintracht) und Stefan Beinlich (Hansa) auch Francis Keitz vom Unternehmen BS Energy teilnahm. Der Hauptsponsor der Eintracht hatte die Übernachtung in dem behindertengerechten Hotel finanziell unterstützt.
Das Spiel selbst verfolgten die Fans dann allerdings wieder getrennt, jede Gruppe vor dem Fanblock des eigenen Vereins. Und am Ende hatten leider nur die Braunschweiger Grund zur Freude. Doch das Ergebnis war das einzige, was negativ in Erinnerung blieb, als die Rostocker Reisegruppe mit dem Entlastungszug am Sonntag kurz vor 21 Uhr wieder zuhause angekommen war.

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